Aufrufe
vor 5 Monaten

Gossner Mission Jahresbericht 2017

SAMBIA Frauenförderung

SAMBIA Frauenförderung im Fokus Ferner wurde nach mehreren Jahren, in denen Diakoninnen durch Unterstützung der Gossner Mission zur Fortbildung an ein südafrikanisches Institut entsandt worden waren, auf Ibex Hill eine Auswertungs- und Planungstagung durchgeführt. Ziel dieser Fortbildungsmaßnahme war und ist die Personalentwicklung (Capacity Building) innerhalb des CDSJD. Das Ergebnis dieser Tagung fließt nun in eines neues, drei Jahre umfassendes Fortbildungskonzept ein, dessen Finanzierung durch einen Antrag an „Kirchen helfen Kirchen“ gesichert werden soll. Die Gossner Mission begleitet das Konzept und den Antrag beratend und wo nötig mit eigenen Mitteln, um auf diese Weise den Partner weiter zu stärken. Schwerpunkt der Kooperation mit dem CDSJD ist nach wie vor die Frauenförderung durch die Bildung und Anleitung von Selbsthilfegruppen. Ein Erstprojekt im Distrikt Mansa in der Luapula-Provinz lief im März 2017 planmäßig aus; 30 Frauengruppen wurden gegründet, gefestigt und arbeiten nun selbständig. Seit April 2017 läuft ein gleichlautendes und demselben Konzept verpflichtetes Projekt im Nachbardistrikt Kazembe/Mbereshi. Ein an das Bundesministerium für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit gerichteter Antrag wurde positiv beschieden, sodass eine Kofinanzierung zwischen Bund, Gossner Mission und UCZ gewährleistet ist. Ziel des Projektes ist es, 30 Frauengruppen mit je etwa 20 Frauen zu gründen und sie über Fortbildungen und die Einrichtung von Kleinkredit-Fonds in die Lage zu versetzen, eigene kleine Unternehmungen zu starten und sie so zu mehr wirtschaftlicher Unabhängigkeit zu führen. Bevor nicht weitere Partner und Projekte akquiriert sind, wird die Gossner Mission, wenn sie nicht die Existenz von KDF aufs Spiel set- Landwirtschaftsprojekt im Gwembe-Tal (1). Heidrun Fritzen (2). Mädchen brauchen Förderung (3). Unterstützung für Familien Erfreulicherweise ist die Erlangung der Eigentumsrechte an Grund und Boden sowie Gebäuden (Title Deeds) bei der Kaluli Development Foundation (KDF) endlich erfolgt; sie sollten Planungssicherheit mit sich bringen und Investitionen möglich machen. Leider ist aber noch immer kein Entwicklungsplan für das KDF-Gelände in Sicht. Neben der Gossner Mission hat KDF als einzigen Partner weiterhin Brot für die Welt an ihrer Seite, mit dessen Unterstützung das Landwirtschaftsprojekt „Alternative Lifelihood and Food Security Programme“ im Jahr 2017 für weitere drei Jahre neu aufgelegt worden ist. 22 Gossner Mission

SAMBIA zen will, weiterhin ihre Budgethilfe in Höhe von 12.000 Euro jährlich beisteuern. So ist es auch im Berichtsjahr geschehen. Somit unterstützt die Gossner Mission mit ihrer Budgethilfe auch mittelbar dieses Landwirtschaftsprojekt, zu dem u. a. die Komponente „Pass-onthe-gift“, die Weitergabe von Ziegenpärchen, gehört. Das Schwerpunktprojekt in Zusammenarbeit mit KDF ist nach wie vor die Förderung von Mädchen und deren Gleichstellung in Schule, Familie und Gesellschaft. Das Vorläuferprojekt, das an acht Schulen im Distrikt Sinazongwe durchgeführt wurde und im Juni 2017 endete, wurde in ähnlicher Weise von Juli 2017 für weitere zwei Jahre an zehn neu ausgewählten Schulen im gleichen Distrikt aufgelegt. Es wird gänzlich aus Eigenmitteln der Gossner Mission finanziert. Im Zusammenhang mit diesem Projekt und als begleitende Maßnahme arbeiten seit 2016 stets zwei der „weltwärts“-Freiwilligen Hand in Hand mit dem Projektleiter und betreuen gleichzeitig ein bei KDF entstandenes Jugendzentrum, das ebenfalls aus Gossner-Mitteln ausgebaut werden konnte. Projekt Ausgewählte Projekte in Sambia Selbsthilfegruppen für Frauen Förderung der Bildungschancen von Mädchen Autor: Dr. Volker Waffenschmidt Projektkoordinator Afrika Dauer Gesamtkosten Finanzierung 04/2017–03/2020 87.500 € BMZ (75 %), Spenden (25 %) 07/2017–06/2019 48.000 € Spenden (100 %) Jahresbericht 2017 23

Jahresbericht 2012 (pdf) - Gossner Mission