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Gossner Mission Jahresbericht 2017

FREIWILLIGE Sechs junge

FREIWILLIGE Sechs junge Freiwillige bei der Vorbereitung auf Sambia. Freiwillige Aufbruch in eine fremde Welt Fremde Kulturen entdecken, neue Lebens- und Glaubensgewohnheiten kennenlernen, sich selbst in einem neuen Umfeld erproben – diese und viele weitere Erfahrungen machen junge Menschen über das „weltwärts“-Freiwilligenprogramm. Die Gossner Mission betreut Einsatzstellen in Indien und Sambia. 30 Gossner Mission Partner bei der Entsendung nach Indien ist seit vielen Jahren der Verein Deutsch-Indische Zusammenarbeit (DIZ), der die Freiwilligen aussucht und auf ihren Einsatz vorbereitet. Die DIZ entsendet alljährlich zahlreiche Freiwillige nach Indien, darunter auch zur Gossner Kirche. In Ranchi engagieren sich diese in der Jugendarbeit und Öffentlichkeitsarbeit der Kirche sowie im Martha-Kindergarten. Während im Sommer 2017 die Freiwilligen Bruno und Michel nach ihrem Einsatz wieder zurückkehrten, starteten mit Julian und Rahel im September erneut zwei „weltwärts“-Freiwillige nach Ranchi. Rahel brach ihren Dienst kurz vor Weihnachten allerdings aus persönlichen Gründen wieder ab.

FREIWILLIGE Nun im zweiten Jahr geht die Gossner Mission auch in Sambia „weltwärts“: Sechs junge Leute wurden im Sommer 2017 von Brot für die Welt in Partnerprojekte der Gossner Mission entsandt. Sie werden vor Ort von Gossner-Mitarbeiterin Heidrun Fritzen betreut und pädagogisch begleitet. Nach dem Einführungskurs in Lusaka reisten die Sechs in ihre Einsatzstellen weiter. Meist handelt es sich dabei um Bildungsprojekte. Niklas und Lukas unterstützen an der „Kafue Boys Secondary School“ das Hausmeisterteam bei Wartungsarbeiten und geben an Nachmittagen Computerunterricht. Jakob, ein Mechatroniker-Meister, bereitet junge Handwerker in Choma auf ihre Selbstständigkeit vor. Das Ausbildungszentrum in Choma ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Kirchenkreis Dortmund und der United Church of Zambia (UCZ). Pia und Susanne führen die Arbeit ihrer Vorgänger fort, die im Süden des Landes ebenfalls im Rahmen eines Gossner-Partnerprojektes ein Jugendzentrum aufgebaut hatten. An den schulfreien Nachmittagen gibt es hier ein Angebot für Kinder und Jugendliche zum Spielen, Sporttreiben und Diskutieren. Das ist wichtig für junge Menschen, denen in dieser sehr ländlichen und abgelegenen Gegend keinerlei Freizeitangebote zur Verfügung stehen. Außerdem arbeiten sie mit beim Genderprojekt an zehn Schulen der Region und bauen Schülerinnengruppen mit auf. Mayleen schließlich engagiert sich am Mädcheninternat der „Njase Girls Secondary School“. Beim „weltwärts“-Freiwilligenprogramm geht es darum, Erfahrungen in anderen Kulturkreisen zu sammeln, Menschen anderer Herkunft kennenzulernen, mit ihnen gemeinsam zu arbeiten und zu leben und von ihnen zu lernen. Es geht darum, Globalität praktisch zu erfahren, die Zusammenhänge zwischen Süd und Nord zu erkennen und Verständnis füreinander zu entwickeln. Für die Freiwilligen ist es ein Aufbruch in etwas Neues. Das gilt auch für die Süd-Nord-Freiwilligen, die aus Indien nach Deutschland kommen. Im Herbst 2015 war Mukut Bodra der erste dieser Volontäre; seit seiner Rückkehr nach Indien engagiert er sich dort in der Kindergartenarbeit und bei deutsch-indischen Begegnungsreisen. Außerdem baut er eine neue kirchennahe Nichtregierungsorganisation auf. Im Sommer 2016 folgte ihm Sushma Aind nach; sie blieb für 15 Monate bis Anfang September 2017. Vor allem in der Gemeinde Berlin-Frohnau eingesetzt, war sie mit ihrer Zeit in Deutschland sehr zufrieden. Seit Herbst 2017 sind mit Anurag Minj (Gemeinde Bad Salzuflen/Lippe) und Nishi Horo (Gemeinde Berlin-Frohnau) nun sogar zwei Volontäre aus Indien in Deutschland zu Gast. Auch beim Süd-Nord-Programm arbeitet die Gossner Mission mit der DIZ zusammen. Autorin: Jutta Klimmt Öffentlichkeitsreferentin Jahresbericht 2017 31

Jahresbericht 2012 (pdf) - Gossner Mission