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Gossner Mission Jahresbericht 2017

SPENDEN Spenden

SPENDEN Spenden Unterstützung weiter gewachsen 2017 konnte die Gossner Mission ein hervorragendes Spendenergebnis erzielen: Es gingen 437.300 Euro an Spenden und Kollekten ein. „Unser Werk steht mit seiner langen Erfahrung für Verlässlichkeit und Effektivität im Spendeneinsatz“, so Direktor Christian Reiser. „Das honorieren unsere Unterstützer, indem sie uns Jahr für Jahr ihr Vertrauen schenken und uns ihre Spenden anvertrauen. Dafür sind wir sehr dankbar!“ Bereits im Jahr 2016 hatte die Gossner Mission mit 405.000 Euro einen ungewöhnlich hohen Spendeneingang verzeichnen können. Ein Rekordergebnis hatte es im Jahr 2015 gegeben: Die damaligen Spendeneinnahmen von 583.000 Euro waren allerdings zum großen Teil auf die Erdbebenhilfe für Nepal zurückzuführen. Zum Vergleich: Das Spendenmittel der Jahre 2005 bis 2014 hatte bei 290.000 Euro gelegen (siehe auch Grafiken auf den folgenden Seiten). Gesundheit und Bildung, Dorfentwicklung und soziale Gerechtigkeit: Diese Ziele nimmt die Gossner Mission bei ihrer Arbeit vor allem in den Blick. 2017 ließen sich viele Unterstützerinnen und Unterstützer zudem von einer besonderen Notsituation anrühren: Hunderttausende Menschen waren von Südsudan nach Uganda geflohen - auf der Flucht vor dem dortigen Bürgerkrieg, vor mordenden und brandschatzenden Milizen. In Uganda fanden sie Schutz und Unterkunft in Flüchtlingslagern. Projektgebiet Mugu/Nepal (1). Zentrales Projekt 2017: Flüchtlingshilfe Uganda (2). Das Hospital Chaurjahari hat viele Unterstützer (3). Doch litt Uganda vor wenigen Jahren selbst noch unter einem schrecklichen Bürgerkrieg und ist mit der Situation komplett überfordert. So bat die United Church of Uganda die Gossner Mission um Unterstützung für die Menschen aus dem Südsudan. Über mehrere Spendenaufrufe, eine Anzeigenkampagne und die Aktion „Lippe hilft“ kamen rund 45.000 Euro für die Flüchtlinge in Uganda zusammen. Auch drei weitere Spendenaktionen – für unterschiedliche Bildungsprojekte in Indien und Nepal – waren erfolgreich und trugen zum sehr guten Gesamtspendenergebnis maßgeblich bei. 8 Gossner Mission Zu nennen ist vor allem das Bildungs- und Entwicklungsprojekt in der Bergregion von Mugu (Nepal), das von der Gossner Mission seit 2010 ge-

fördert und nach einer Evaluierung in 2016 zunächst bis 2019 unterstützt wird. Neben Mugu mit rund 30.000 Euro Spenden ist es das Missionshospital Chaurjahari in Nepal, das seit vielen Jahren segensreich wirkt und dafür mit Spenden von mehr als 60.000 Euro unterstützt wurde. Seit vielen Jahren heißt es: „Lippe hilft“. 2017 konnte sich das Werk zudem über einen weiteren Anstieg der allgemeinen Spenden freuen: 162.882,47 Euro und somit 37,25 Prozent der Gesamtspenden waren nicht zweckgebunden. Dies ist auf hohe Einzelspenden ebenso wie auf Gemeindekollekten zurückzuführen. Solche allgemeinen Spenden sind für das Werk wichtig, um in Notsituationen schnell reagieren und auf ungebundene Mittel zurückgreifen zu können. Eines der „Erfolgsgeheimnisse“ ist sicherlich die kontinuierliche Berichterstattung über den Einsatz der Gelder. Sowohl in der Gossner- INFO als auch in vielen Dankesschreiben werden die Spenderinnen und Spender über Pläne, Projekte und Mitteleinsatz informiert. Eine große Rolle spielt zudem, dass sich haupt- und ehrenamtlich Tätige gut ergänzen und gemeinsam für die Arbeit des Werkes einstehen. Kontinuierliche Rechenschaft, langjährige Verlässlichkeit und Ansprechpartner vor Ort - all dies bestärkt sicherlich die Spenderinnen und Spender in ihrer Unterstützung für das Werk. Zum Vertrauen in die Arbeit trägt zudem das DZI-Spendensiegel bei, eine Auszeichnung des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Das Siegel garantiert jedes Jahr aufs Neue, dass die Gossner Mission mit den ihr anvertrauten Spenden verantwortungsvoll, nachhaltig und transparent umgeht. Autorin: Jutta Klimmt Öffentlichkeitsreferentin Jahresbericht 2017 9

Jahresbericht 2012 (pdf) - Gossner Mission