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Gazette Steglitz April 2016

Gazette für Steglitz, Lankwitz und Lichterfelde

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12 | Gazette Steglitz | April 2016 RATGEBER Terrassenfreuden zu jeder Jahreszeit Kalt- oder Warm-Wintergarten? So findet man das passende Glashaus Ein Kalt-Wintergarten bietet einen guten Wetterschutz für die Terrasse und macht sie bis weit in die kalte Jahreszeit hinein nutzbar. Terrassendächer lassen sich je nach Budget auch später noch durch seitliche und frontale Glaselemente zum Kalt-Wintergartensystem ausbauen. Den Garten noch genießen, wenn es draußen kühl wird, Outdoor-Feeling auch bei Regen, die Terrasse als Wohnraum: Es gibt viele Gründe, warum sich Hausbesitzer einen Wintergarten wünschen. Vor der Errichtung eines gläsernen Kalt-Wintergärten sind einfacher und preiswerter zu errichten als, beheizte Warm-Wintergärten. Anbaus am Haus sollte man aber gut überlegen, welchen Zweck die Glaskonstruktion erfüllen soll. Denn zwischen sogenannten Kaltund Warm-Wintergärten gibt es deutliche Unterschiede – vor allem beim Aufwand für die Errichtung und in der Art der Nutzung. Warm-Wintergarten: Aufwändiger zu errichten Ein Warm-Wintergarten bietet die Möglichkeit einer echten Wohnraumerweiterung und kann das ganze Jahr über genutzt werden. Die statischen und energetischen Anforderungen sind fast ebenso hoch wie beim Rest eines Wohnhauses. Das heißt zum Beispiel, dass die Energieeinsparverordnung (EnEV) zu beachten ist und entsprechende Nachweise zu erbringen sind. Auch eine Erweiterung der Zentralheizung ist in der Regel erforderlich. Kalt-Wintergarten: Deutlich längere Terrassensaison Wer den geschützten Terrassenraum einfach als geschützten Wohlfühlplatz im Freien nutzen möchte, findet mit einem Kalt-Wintergarten eine vergleichsweise günstige Alternative. Der Anbau besteht aus gläsernen Dach- und Seitenelementen, die sich leicht aufbauen und erweitern lassen. Die Seitenelemente kann man einfach zusammenfalten und beiseite schieben, so dass der Bereich bei Bedarf vom geschlossenen Glasraum zur rundum offenen Terrasse wird. Baugenehmigungen sind hier wesentlich leichter zu bekommen, energetische Nachweise nicht erforderlich. In milden Wintern lässt sich der Raum dennoch nutzen, da er durch den Treibhauseffekt bei Sonneneinstrahlung auf angenehme Temperaturen kommt, auch wenn es draußen kühl ist. Und an den wenigen Wintertagen mit richtig frostigen Temperaturen ist es auf einem kuschligen Sofa sowieso am schönsten. Die Seitenteile eines modularen Glas-Wintergartens lassen sich einfach beiseite schieben und machen so den Umbau vom Glashaus zur offenen Terrasse möglich. Fotos: djd/weinor.de PETER GRAPP GmbH ELEKTRO - HEIZUNG - SANITÄR Wir sind Tag und Nacht für Sie da! Tel. 769 030 69 Akazienstraße 2 · 12207 Berlin · www.elektro-grapp.de 40 JAHRE 24h-Notdienst 0171-955 64 86

Wenn’s im Haus „zieht“ Was ist dran am „Mythos“ Kältebrücke? Wer im Erdkunde-Unterricht aufgepasst hat, weiß, dass Wind immer dann entsteht, wenn unterschiedliche Temperaturen herrschen. Warme Luft steigt nach oben und saugt kältere Luftmassen an, deren Bewegung für uns der wehende Wind ist. Ähnlich empfinden wir in geschlossenen Räumen den kalten „Zug“, der scheinbar von draußen kommt. Andreas Skrypietz, Energieberater und Leiter der Kampagne „Haus sanieren – profitieren“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), erklärt das Phänomen so: „Wenn der Temperaturunterschied zwischen Außenwand und Mitte des Raumes größer ist als drei Grad, strömt die warme Luft in Richtung der Wand. Diesen Wärmestrom spüren unsere Nackenhaare und melden uns: die Temperatur sinkt, es wird kalt. Wir haben dann das Gefühl, es komme kalt rein, dabei ist es eigentlich die Wärme, die entweicht.“ Volksmund bezeichnet Wärmebrücken als „Kältebrücken“ Verstärkt werde dieser Effekt durch Gebäudeteile, die der Volksmund als „Kältebrücken“ bezeichnet. Im Fachjargon hießen diese Bauteile Wärmebrücken. Über sie gelange warme Luft leichter nach draußen als an Wandteilen, an denen es keine Öffnungen wie Fenster oder angrenzende Bauteile wie Geschossdecken gebe. Wärme- und somit Energieverluste könnten durch eine Dämmung des Hauses vermindert werden. Skrypietz: „Durch eine Dämmung der Außenwand steigt die Temperatur an ihrer Innenoberfläche, die Temperaturdifferenz sinkt unter drei Grad. Dadurch wird der Wärmestrom kleiner und ist für uns kaum noch wahrnehmbar.“ Damit schwinde auch das Bedürfnis, die Heizung höher zu drehen. Das spare Energiekosten. „Wer die Temperatur in seinem Haus nur um einen Grad nach unten regelt, spart durchschnittlich sechs Prozent Heizenergie“, so der DBU-Experte. Wärmebrücken können Nährboden für Schimmelpilzsporen sein Doch nicht nur das persönliche Wohlbefinden und der Geldbeutel könnten unter Wärmebrücken leiden. Unter Umständen gefährdeten sie auch die Gesundheit der Bewohner: Da an diesen Stellen die Wände am kältesten seien, kondensiere dort Luftfeuchtigkeit. „Wärmebrücken können Nährböden für Schimmelpilzsporen sein“, warnt Skrypietz. Wer selbst testen wolle, wie anfällig seine Wände für Schimmel seien, könne mit Hilfe eines Infrarot-Thermometers die Temperatur messen. „Kritisch wird es, wenn die Wand kälter als 12,5 Grad ist“, sagt Skrypietz. Dieser Richtwert RATGEBER Die Dämmung des Hauses vermindert den negativen Effekt von Wärmebrücken. Wichtig ist, dass Anschlüsse zwischen Gebäudeteilen – wie hier zwischen Fenster und Dach – gut abgedichtet werden. Foto: Deutsche Bundesstiftung Umwelt gelte bei 20 Grad Zimmertemperatur und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent. Typische Orte für feuchte Stellen seien zum Beispiel Ecken oder Stellen, an denen Schränke die Luftzirkulation einschränken. Energieberatung zeigt Wärmebrücken und andere Schwachstellen Für Wärmebrücken, deren Auswirkungen nicht über eine Außendämmung minimiert werden können, gebe es spezielle Lösungen. Diese könne nur ein Fachmann – ein Energieberater oder Architekt – finden. Um aber zunächst einen kostenlosen Gazette Steglitz | April 2016 | 13 Anzeige Messer Vogel Schleiferei Birkbuschstr. 86 Steglitz · ☎ 793 15 99 googlen Sie: „messer-vogel“ Überblick zu bekommen, ob das eigene Haus ausreichend gedämmt ist, können Hauseigentümer den Energie-Check der DBU in Anspruch nehmen. Bei einem Besuch vor Ort nimmt dabei ein eigens geschulter Handwerker, Energieberater oder Architekt die verschiedenen Gebäudeteile und Anlagentechnik unter die Lupe und gibt Tipps zu möglichen Sanierungsmaßnahmen. „Wenn der Test Schwachstellen aufdeckt, empfehle ich eine weiterführende Energieberatung“, so Skrypietz. Gemeinsam mit dem Energieberater könne dann ein Sanierungsfahrplan erstellt werden, mit dessen Hilfe Wärmebrücken und mögliche Schwachstellen am Gebäude ausgebessert würden. Energie-Checker finden interessierte Hauseigentümer auf www.sanieren-profitieren.de. Dort erklärt die Kampagne auch weitere Fachbegriffe in einem Sanierungs-ABC. Anzeige Müssen Rentner Steuern zahlen? Das am 01.01.2005 in Kraft getretene Alterseinkünftegesetz beinhaltet unter anderem eine umfangreiche Neuordnung der Besteuerung von Alterseinkünften. Die Neuregelung gilt sowohl für Personen, die erst jetzt in Rente gehen oder noch im Arbeitsleben stehen, als auch für Personen, die bereits vor 2005 eine Rente bezogen haben, so genannte Bestandsrentner. Waren bisher bei einem Renteneintrittsalter von 65 Jahren 27 % der Rente als Einnahmen zu erfassen (Ertragsanteil), so beträgt im Kalenderjahr 2005 der Besteuerungsanteil 50 %, d.h. die Hälfte der Rente unterliegt der Besteuerung. Seit dem 01.01.2005 werden die Rentenzahlungen an das Bundeszentralamt für Steuern übermittelt (Rentenbezugsmitteilung). Jeder Rentner sollte daher überprüfen, ob er aufgrund der Neuregelung ein zu versteuerndes Einkommen erzielt und eine Steuererklärung abgeben muss. Wir haben, um den Anforderungen der Rentner gerecht zu werden, ein spezielles Paket für Rentner entwickelt. Sprechen Sie uns diesbezüglich an. Natürlich können Sie auch in allen anderen steuerlichen Fragen den Kontakt mit uns aufnehmen. Andreas Kerkmann Steuerberater Ludwigsfelder Straße 14 · 14165 Berlin ☎ 030/801 73 35 · Fax 030/802 24 94 www.buero-kerkmann.de · kerkmann@buero-kerkmann.de

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