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Auszug aus GIESSEREI 4-2018

Eisen-, Stahlguss, Impfmittel, Einsatzstoffe

Professor

Professor Bührig-Polaczek (unten links) und Professor Kallien (unten rechts) zusammen mit Dieter Mewes (VDG-Akademie, Mitte rechts) und den glücklichen Absolventen des 16. VDG- Zusatzstudiums. 16. VDG-ZUSATZSTUDIUM FOTO: DARIUS SOSCHINSKI/BDG > VDG-AKADEMIE: Eine neue Generation von Gießerei-Fachingenieuren ist bereit für den Beruf: Am 24. November 2017 übereichten Professor Bührig-Polaczek und Professor Kallien den Studenten des berufsbegleitenden VDG-Zusatzstudiums feierlich die Prüfungszeugnisse. Teilnehmern, die bereits über einen Masterabschluss oder den akademischen Grad eines Diplom-Ingenieurs verfügen, wurde mit dem erfolgreichen Abschluss des Zusatzstudiums der Titel des Gießerei-Fachingenieurs (VDG) verliehen. Zuvor hatten die Studenten bereits Vorlesungen und Prüfungen an der RWTH Aachen, Hochschule Aalen, Bergakademie Freiberg und TU Clausthal absolviert. Das fünfte Modul des Studiengangs fand traditionell im Haus der Gießerei-Industrie in Düsseldorf statt und beinhaltete neben der schriftlichen Abschlussprüfung insbesondere Vorlesungen zu Querschnittsthemen aus den Bereichen Projektmanagement, FMEA, Arbeits- und Umweltschutz sowie Qualitäts- und Energiemanagement. Ferner wurden in Kolloquien die in den Monaten zuvor erarbeiteten schriftlichen Ausarbeitungen vertieft, um den erfolgreichen Wissenstransfer verbunden mit der betrieblichen Praxis sicherzustellen. Ein Besuch der Eisengießerei von Georg Fischer in Mettmann rundete das insgesamt achtzehn Monate dauernde Studium ab. www.vdg-akademie.de Prof. Steinhäuser verabschiedete sich als Leiter des Gießerei-Instituts > HOCHSCHULEN: 22 Jahre leitete Prof. Dr.-Ing. Thomas Steinhäuser den Lehrstuhl für Gießereimaschinen und Formstoffe in Duisburg. 250 Ingenieure bildete er aus. Ende Februar ging er in Rente. Auf der Duisburger Barbarafeier im November spielte er ein Abschiedsständchen. Ein Nachfolger steht noch nicht fest. FOTO: INGO STELLER

AKTUELLES Starkes Wachstum in 2017 > SCHMOLZ + BICKENBACH: CEO Clemens Iller sagte: „Wir hatten ein gutes Jahr 2017, in welchem wir alle unsere Ziele erreicht oder übertroffen haben. Zum einen haben wir die Initiative zur nachhaltigen Senkung der Kostenbasis um mehr als 70 Mio. Euro abgeschlossen. Zum anderen erzielten wir deutliche strukturelle Fortschritte, zum Beispiel durch die Reorganisation unserer Business Unit DEW und die Restrukturierung von Steeltec. Durch diese Maßnahmen in Verbindung mit einer erfolgreichen Refinanzierung sind wir heute in einer wesentlich besseren Lage als vor einem Jahr, die Herausforderungen eines sich ständig verändernden Spezialstahlmarktes zu meistern. Ein weiterer wichtiger Schritt in diese Richtung war die kürzlich erfolgte Übernahme von Teilen von Ascometal, wodurch ein führendes Unternehmen im europäischen Qualitätsund Edelbaustahl entstanden ist. Im Jahr 2018 werden wir ein besonderes Augenmerk auf die Integration unserer neuen Kollegen und Werke richten, ohne dabei den Blick auf die Entwicklung der anderen Business Units und die anhaltende Kostendisziplin zu verlieren.“ Schmolz + Bickenbach gehört zu den führenden Unternehmen für Speziallangstahl weltweit. Zum Unternehmen gehört auch die Schmolz + Bickenbach Guss GmbH mit Werken in Krefeld und Lobberich. 2017 betrug das Absatzvolumen von Schmolz + Bickenbach 1797 Kilotonnen und lag damit gegenüber 1724 Kilotonnen in 2016 etwas höher. In Verbindung mit den um 11 % auf 1490 Euro pro t gestiegenen durchschnittlichen Verkaufspreisen stieg der Umsatz auf 2677,8 Mio. Euro, was einer Steigerung von 15,7 % gegenüber dem Gesamtjahr 2016 entspricht. Das Konzernergebnis war mit 45,7 Mio. deutlich positiv. Das Marktumfeld im Jahr 2017 war günstig, was zu einer konstant hohen Nachfrage nach den Produkten in nahezu allen relevanten Endmärkten führte. Um diese Nachfrage zu befriedigen, produzierte das Unternehmen 1937 Kilotonnen Rohstahl, was einer Steigerung von 6,7% entspricht. Die Absatzmenge erreichte 1797 Kilotonnen und lag damit um 4,2 % höher als in 2016. Insbesondere die Absatzmenge von Qualitäts- und Edelbaustahl mit einem Plus von 6,4 % trug zu diesem Wachstum bei. Während die verkaufte Menge an RSH-Stahl um 1,7% zunahm, blieb der Absatz von Werkzeugstahl nahezu stabil. Zur Akquisition von Ascometal, die am 1. Februar 2018 in Kraft trat, hieß es, sie sei ein erster Schritt im Zuge der Strategie, an der Konsolidierung der europäischen Spezial-Langstahlindustrie teilzunehmen. Ziel sei es, durch Kostenvorteile eine bessere Auslastung der bestehenden Anlagen und damit eine effizientere Produktion zu erreichen. Zum Ausblick 2018 sagte CEO Clemens Iller, dass das Unternehmen an den Erfolg der letzten beiden Jahre anknüpfen und seine Stärken noch besser nutzen wolle. Gleichzeitig sei Kostendisziplin notwendig, um die steigenden Rohstoff- und Personalkosten abzufedern. Ein klarer Schwerpunkt werde jedoch die Integration von Ascometal sein. Um diese Akquisition zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen, würden in den nächsten zwei Jahren erhebliche Managementkapazitäten eingesetzt. www.schmolz-bickenbach.com

gie_11-2018