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Auszug aus GIESSEREI 4-2018

Eisen-, Stahlguss, Impfmittel, Einsatzstoffe

INTERVIEW 80

INTERVIEW 80 GIESSEREI 105 04/2018

Kleinserienfertigung von syncromill-Bearbeitungszentren in den Fill-Montagehallen „Die Gießerei-Industrie hinkt bei der Digitalisierung hinterher“ Downsizing, Gewichts- und Abgasreduktion, CO 2 -Ausstoß, das sind wesentliche Punkte in der modernen Gießereitechnik. Fill optimiert die Prozesse und entwickelt neue Technologien, die überzeugende Resultate liefern und höchste Wirtschaftlichkeit und Prozessstabilität im harten Gießereialltag gewährleisten sollen. Im Gespräch mit der GIESSEREI erklärt Thomas Rathner, Leiter des Kompetenz Centers Gießereitechnik bei Fill, wie aus der Sicht des Unternehmens smarte Automatisierungslösungen den gesamten Gießereiprozess künftig verändern werden. FOTOS: FILL Herr Rathner, wie krempelt Industrie 4.0 die Gießereibranche aus Ihrer Sicht um? Die Maschinen und Anlagen werden vom ersten bis zum letzten Prozessschritt miteinander vernetzt sein. Die Qualität der zu erzeugenden Produkte wird nachhaltig bis zum Endverbraucher verfolgbar sein. Die Flexibilität der Anlagen macht es möglich, dass die OEMs, natürlich in Absprache mit den Lieferanten, die Abrufe der Produkte aktiv planen und mitsteuern können. Ist die digitale Transformation ein revolutionärer oder eher ein evolutionärer Prozess? Ein klar evolutionärer Prozess – wir können und wollen nicht alle Prozesse von heute auf morgen ändern. Wichtig ist, dass wir schrittweise Veränderungen unter Berücksichtigung der ökologischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkte, wie z. B. Energieeffizienz und Output, in die bestehenden Prozesse und Anlagen integrieren. Welche Prozesse oder Geschäftsbereiche sind vom digitalen Wandel betroffen? Der digitale Wandel hat uns mittlerweile schon erfasst und wird alle Bereiche im Unternehmen verändern. Sowohl interne Prozesse als auch die Kommunikation zu Kunden und Partnern werden sich in den nächsten Jahren ganz anders darstellen. Wer hier nicht mitspielt, ist klar auf der Verliererseite. Besonderes Potenzial sehe ich aber in den Bereichen Service, Support und Instandhaltung, wo aufgezeichnete Daten, die sogenannte Historie, und deren Analyse eine wesentliche Rolle spielen. Zur Person: Thomas Rathner (43) ist ausgebildeter Maschinenbautechniker mit Meisterprüfung. Er startete im Jahr 1990 als Lehrling bei Fill Maschinenbau und bildete sich laufend weiter. Nach seinen Tätigkeiten als Konstrukteur, Projekt- und Produktmanager ist Rathner heute als Leiter für das Fill Kompetenz Center Gießereitechnik und als Geschäftsführer für das Tochterunternehmen Fill China verantwortlich. Wie beurteilen Sie das Tempo, mit dem die Digitalisierung in der Gießereibranche voranschreitet? Moderat. Wir müssen aktiv sein, reagieren alleine funktioniert nicht. Es werden riesige Mengen an Daten erzeugt und gesammelt, die aktuell nur zu einem Bruchteil genutzt werden. Verglichen mit anderen Industriesparten muss sich die Gießereibranche entsprechend schneller bewegen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Was sind aus Ihrer Sicht die entscheidenden Erfolgsfaktoren, um Gießereiprozesse zu digitalisieren? Zum einen müssen sich die Gießereien öffnen und ihre Daten zugänglich machen. Für den Großteil der Betriebe stellt das eine Hemmschwelle dar, nur wenige überschreiten sie. Wichtig wird auch sein, dass sowohl Prozesse als auch Anlagen durch die Digitalisierung nicht noch komplexer werden. GIESSEREI 105 04/2018 81

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