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6 d’Isarwinkler

URSPRÜNGLICH, FRECH, ORIGINELL UND BODENSTÄNDIG Geschichten, Porträts und Interviews von der Jachenau bis Dietramszell – von Bad Heilbrunn bis Reichersbeuern

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ANZEIGE MUSIKANTENTREFFEN The Heimatdamisch AC/DC und Joe Cocker im Oberkrainer-Sound? Ursprünglich war der Sound der Heimatdamischen nur als Zwischengesang zum gleichnamigen Hörbuch von Hans Kiening gedacht. In mittlerweile vier Teilen erzählt Kiening darin Geschichten über die fiktive Figur Johann Knöbel und damit indirekt gleichzeitig auch von seinen eigenen Jugenderinnerungen in Bad Tölz und dem Isarwinkel. Die erste Besatzung der Band bestand damals aus vier Musikern: Konrad Sepp, Peter Zoelch und den beiden Bananafishbones-Mitgliedern Sebastian Horn und Florian Rein. Passend zum jeweiligen Jahrzehnt, in welcher die Geschichten von Hans Kiening gerade spielten, coverten sie einen passend Song im Oberkrainer-Style. Nenas 99 Luftballons als Landler, Joe Cocker oder Nirvana in der Polkaversion zum Beispiel. Nach und nach verdoppelte sich die Anzahl der mitwirkenden Musiker. Der legendäre Auftritt auf der Oidn Wiesn Nach einer Lesung kam dann eine konkrete Anfrage, ob es denn auch „eine Lesung ohne Lesung gäbe“. Die Wirte des Herzkaspler-Zelts auf der Oidn Wiesn waren es, die genau diesen besonderen, neuen Heimatdamisch-Sound 2014 in ihr Bierzelt holen wollten. Da für diesen Auftritt ein einstündiges Konzertprogramm geplant war, musste Flori Rein improvisieren und auf die Schnelle für die Band noch ein paar neue Lieder aus dem Ärmel schütteln, die sich allesamt gut umrangieren ließen. Der Name war schnell gefunden und so wurde abgeleitet einfach „The Heimatdamisch“ daraus. Der Auftritt war ein voller Erfolg und das Publikum war restlos begeistert von dieser crazy anderen und so speziellen, 80

heimatverrückenden Musik. Der Bayerische Rundfunk filmte damals das komplette Konzert, was den Heimatdamischen wiederum eine wahre Auftragsflut bescherte. The Heimatdamisch on Tour Einen großen Beitrag für den rasanten Aufstieg der Band, die irgendwie doch zufällig entstanden ist, lieferte das von Flori Rein bei Youtube hochgeladene „Highway to Hell-Cover“ von AC/DC. Das Video erreicht allein auf Facebook über sensationelle 34 Millionen Menschen weltweit. Dementsprechend international wurden auch die Anfragen, die jetzt in rauen Mengen in Reins heimisches „Bergbeat Studio“ flatterten – in welchem übrigens auch die erste CD der Band entstand. Allein im letzten Jahr spielte „The Heimatdamisch“ über 50 Auftritte u.a. in Frankreich, beim Woodstock der Blasmusik in Österreich, in Frankreich, Belgien, Dänemark, Luxemburg oder Norwegen. Für 2018 liegen Einladungen in ganz Europa, Brasilien und den USA vor. „Grundsätzlich ist es besonders bei Anfragen aus Übersee das Schwierigste, alle zusammenzubekommen“, bemerkt Rein, der alles rund um die Heimatdamischen managt und organsiert. „Alle acht Mitglieder sind ja neben den The Heimatdamischen ‚hauptberuflich‘ in eigenen Bands und Projekten eingebunden. Aber für 2019 schaut es ganz gut aus, dass die Heimatdamischen es tatsächlich über den großen 81