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Schülerzeitung 1

S T A N T O N P O S T

S T A N T O N P O S T Seite 2 D E R L E N Z I S T D A ! Jeden Frühling wird auch Ostern gefeiert. Es werden Ostereier versteckt, die man dann in Garten suchen kann. In drei Monaten im Jahr ist offiziell Frühling. Aber woher haben die Monate überhaupt ihren Namen? Der März ist der dritte Monat des Gregorianischen Kalenders. Im 16. Jahrhundert beschloss Papst Gregor XIII., die Monate und Tage neu einzuteilen und seit 1582 gilt in christlich geprägten Ländern der Gregorianische Kalender. Der März hat bekanntlich 31 Tage - sein Name geht auf den römischen Kriegsgott Mars zurück. Früher, als der römische Kalender galt, war der März (man nannte ihn Martius) der erste Monat des Jahres. Und in Deutschland hieß er früher einmal Lenzmond. Der vierte Monat des Kalenders ist der April, der seinen Namen vom lateinischen Begriff "aperire" hat. Das bedeutet "öffnen", denn im April öffnen sich viele Knospen und es blüht überall. Früher wurde dieser Monat in Deutschland auch "Ostermond" genannt. Diesen Namen verlieh Karl der April, April— der macht was er will! Große dem vierten Monat im Jahr - vermutlich, weil Ostern im April gefeiert wird. Der erste Tag des Aprils ist ein ganz besonderer Tag, denn man "schickt" seine Mitmenschen "in den April". Man macht dann einen Scherz oder tischt jemandem eine einfallsreiche Lügengeschichte auf - der "Aprilscherz" hat sogar in den Medien wie Tageszeitung, Radio und Fernsehen Tradition, die dann gezielt lustige, fantastische und abwegige Falschmeldungen verbreiten. Der Mai wurde nach der römischen Göttin der Erde, Maia, getauft. In Deutschland wurde er auch "Wonnemonat" genannt, da es nun endlich warm ist, die Vögel und viele andere Tiere wieder richtig aktiv sind und die Natur in prächtiger Blüte steht. Doch der Schein kann trügen, denn im Mai wird es für kurze Zeit oft auch noch einmal richtig kalt - besonders nachts herrscht zum Teil sogar Frost. Zwischen dem 11. und 15. Mai kommen die "Eisheiligen". Diese kleine Winterzeit wandert von den Polargebieten aus über Europa hinweg und sorgt dafür, dass die Luft kalt und trocken ist. Daher warten viele Menschen und Hobbygärtner erst das Ende der Eishei- Frühling in der Kunst! W I E S O F R Ü H J A H R S M Ü D I G K E I T ? Einige Menschen leiden zu Beginn des Frühlings unter Frühjahrsmüdigkeit, denn der Körper muss sich hormonell erst auf die wärmeren und helleren Tage einstellen. (Quelle: Benjamin Thorn/ Pixelio.de) Wenn die Sonne endlich wieder mehr Kraft hat, die Blumen in bunten Farben blühen und die Vögel zwitschern, bekommen auch viele Menschen richtig gute Laune und freuen sich über das schöne Wetter. Wir kön- nen nun wieder im Park oder in den Feldern spazieren, draußen spielen, Sport treiben oder Unternehmungen machen. Viele Menschen beklagen sich aber gerade jetzt, dass sie so müde und kraftlos seien. Sie quält die so genannte "Frühjahrsmüdigkeit": Man ist müde, hat irgendwie keine Lust auf irgendetwas, leidet vielleicht sogar unter Stimmungsschwankungen und manchen ist auch schwindelig. Aber wenn doch nun alles um einen herum zum Leben erwacht, warum geht es dann vielen Menschen so? Das hat mehrere Gründe, denn zwar wird nun, da die Tage wieder länger werden, ein besonderes Hormon vom Körper in größeren Mengen ausgeschüttet: das "Glückshormon" Serotonin, das für die gute Laune zuständig ist. Aber gleichzeitig ist von den dunklen Wintermonaten noch ein anderes Hormon vermehrt vorhanden, das "Schlafhormon" Melatonin. Und das wird nun erst nach und nach verringert. Vielen Menschen ma- chen auch die Temperaturunterschiede in den Frühlingsmonaten zu schaffen. Ein weiterer Grund liegt in der Ernährung: Im Winter essen wir oft fettreicher und nehmen viele Kalorien zu uns, im Frühling benötigt der Körper aber nun viele Vitamine, die erst einmal fehlen. Da der Körper sich hormonell umstellt, benötigt er auch mehr Vitamine.

A U S G A B E 1 Seite 3 P F L A N Z E N E R W A C H E N Z U N E U E M L E B E N Bäume bilden neue Triebe aus, Pflanzen stehen in Blüte und viele Insekten wie der Marienkäfer schwirren im Frühling wieder durch die Lüfte. Im Frühling fangen auch die Pflanzen wieder an zu wachsen und zu blühen. Immer öfters sieht man jetzt Narzissen, Krokusse und Tulpen. Aber was führt dazu, dass die Pflanzen nun Knospen ausbilden und wieder blühen? Wenn es langsam wärmer wird, die Tage länger werden und die ersten Sonnenstrahlen die Pflanzen "kitzeln", dann ist dies ein Signal für sie, dass es Frühling ist. Damit sie sich vermehren können, müssen sie bestäubt werden und das funktioniert nur, wenn sie genügend Insekten anlocken. Für diesen Zweck bilden die Pflanzen zum Beispiel ganz verschiedenfarbige, bunte Blüten aus oder sie locken mit einem verführerischen Duft. Jede Pflanze hat ein eigenes Lockmittel, wodurch sie für Insekten unwiderstehlich wird. Die Pflanzen erwachen aus dem Winterschlaf. „Selbst der strengste Winter hat Angst vor dem Frühling.“ F E I E R T A G E U N D B R Ä U C H E I M F R Ü H L I N G Zum Maifest am 1. Mai stellt man in vielen Regionen einen Maibaum auf, der Fruchtbarkeit und Leben symbolisiert. (Quelle: Walter J. Pilsak, Waldsassen) Zu früheren Zeiten, als Strom, Supermärkte oder eine Heizung noch Zukunftsmusik waren, sehnten die Menschen den Frühling besonders herbei. Im Winter war es dunkel, kalt und die Vorräte, die man angelegt hatte, neigten sich dem Ende zu. Daher versuchte man den Winter regelrecht zu vertreiben und es entstanden viele verschiedene Bräuche, die sich teils bis heute gehalten haben. In Südbaden gibt es zum Beispiel den Brauch, dass ein Junge sich als schwarzer Mann, der den Winter symbolisiert, verkleidet und von einem Mädchen mit Frühlingszweigen durch das Dorf gejagt wird. SACHEN ZUM LACHEN Woran erkennt man, dass es langsam Frühling wird? Der liebe Nachbar bringt die Schneeschaufel zurück und fragt, ob er sich mal den Rasenmäher ausleihen kann. Frühlings-Gedicht Zu den bekanntesten Frühlings-Gedichten gehört Eduard Friedrich Phillip Mörikes Gedicht "Er ist's": Frühling läßt sein blaues Band Wieder flattern durch die Lüfte; Süße, wohlbekannte Düfte Streifen ahnungsvoll das Land. Veilchen träumen schon, Wollen balde kommen. Horch, von fern ein leiser Harfenton! Frühling, ja Du bist's! Dich hab' ich vernommen! F R Ü H L I N G I N D E R T I E R W E L T Der Star ist einer der ersten Zugvögel, die im Vorfrühling aus dem Süden zurückkehren. Sie und andere Vögel beginnen schon bald mit der Balz und suchen einen Nistplatz. Der Frühling kündigt sich in der Tierwelt an, wenn viele Vogelschwärme ab Ende Februar am Himmel zu sehen sind. Die Zugvögel, die die kalte Jahreszeit in wärmeren Ländern verbracht haben, kehren allmählich zu uns zurück. Im Vorfrühling erreichen uns zum Beispiel die ersten Stare und Bachstelzen, gefolgt von Nachtigallen und Mauerseglern. Und viele weitere Zugvögel fliegen ebenfalls in ihre Heimat zurück. Zudem erwachen im Frühling viele Tiere aus dem Winterschlaf, der Winterruhe oder -starre, wie zum Beispiel der Igel und das Eichhörnchen. Sie werden zwischen März und April wieder richtig munter und gehen auf Nahrungssu- che. Auch in der Tierwelt wird nun "geflirtet" beziehungsweise gebalzt. Ab März beginnt die Paarungszeit der Vögel, die sich schon bald auf die Suche nach einem geeigneten Nistplatz machen. Ist das der Osterhase?

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