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Orientierung Was gibt

Orientierung Was gibt mir Orientierung? … Mädchenklage (Ausschnitt) Diese Neigung, in den Jahren, da wir alle Kinder waren, viel allein zu sein, war mild; andern ging die Zeit im Streite, und man hatte seine Seite, seine Nähe, seine Weite, einen Weg, ein Tier, ein Bild. Rainer Maria Rilke ..zu wissen wo man steht? Zu wissen, wo der eigene Platz ist? So, wie damals in der Kindheit, als die Orientierung noch leichter fiel? Lieblings.Tier und Lieblings.Bild und Lieblings.Ort gaben festen Halt im jungen Leben. Immer der Nase nach. Weiter im Gedicht stellt sich die Frage: Will mich meines (mein Leben) nicht mehr trösten und verstehen wie als Kind? Plötzlich steht man da, mitten im Leben. Und die Orientierung fällt schwer. Immer der Nase nach scheint nicht mehr die richtige Richtung zu sein. Gedanken und Assoziationen Was brauchen wir zur Orientierung? Ein Tier, ein Bild,…? Vielleicht für heute besser formuliert und frei assoziert: • Weggefährten

• Träume • Ziele • Positionen, eine eigene Meinung • einen weiten Horizont • Einsamkeit • Nähe • eine Ahnung vom nächsten Schritt • Mut • Neugierde Ist sich orientieren nicht auch eine Bestandsaufnahme vom eigenen Leben? Woran will ich mich überhaupt orientieren? Weitere Fragen, die ich mir dazu stellen kann: • Woraus schöpfe ich Kraft? • Wie kann ich diese Kraft neu schöpfen und kanalisieren? • Was schwächt mich? • Was hindert mich und hält mich zurück? • Was ist mein Lebens.Weg? • Wodurch fühle ich mich lebendig? • Was ist mir wichtig? • Was macht mein Leben aus? • Was und wer soll Teil meines Lebens.Hauses sein? Aber was, wenn ich diese Fragen nicht so richtig beantworte kann? Wenn mich all diese Assoziationen und Gedanken nur weiter verwirren? Wenn ich einfach nur orientierungslos umherschaue? Da kann nur noch eine alte indianische Weisheit helfen: Ich sitze wie ein Vogel auf dem Zweig. Ich schaue mich um und weiß nicht wohin. Lasst mich daher auf den Boden herunterkommen.