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NK 04_2018

2 EDITORIAL ARMES

2 EDITORIAL ARMES DEUTSCHLAND LIEBE LESERINNEN UND LESER, warum armes Deutschland? Wir haben doch nach sechs Monaten Übergangsregierung sogar wieder eine gewählte Bundesregierung, die sich (wie bisher auch?) um die Belange der Bürger kümmern soll. Um etwas bewegen zu können, sollte es am Geld nicht scheitern. Elf Milliarden Steuerüberschuss hatte Vater Staat am Jahresende 2017 auf den Konten. Wir werden sehen, was damit passiert. Trotzdem armes Deutschland: Damit aktuell mehr als 1,5 Millionen Menschen eine geregelte Mahlzeit haben, werden auf Privat- und Firmeninitiativen 936 Tafeln mit mehr als 2.000 Ausgabestellen betrieben, die von über 60.000 Ehrenamtlichen bewirtschaftet werden. Natürlich unterstützt die Bundesregierung solche privaten Eigeninitiativen, in dem der/die jeweilige Minister/in die Schirmherrschaft übernimmt. Deren noble Aufgabe ist es dann, schöne Reden zu halten und alle zu loben, die sich der zunehmenden Armut in Deutschland annehmen. Und sonst? Nichts! Es läuft doch alles wunderbar. „Die letzten Wochen haben gezeigt, wohin es führt, wenn der Staat ehrenamtliche Hilfsorganisationen wie die Tafeln mit Aufgaben alleine lässt, die größer sind als sie selbst“, so Jochen Brühl, Vorsitzender des Tafel Deutschland e. V. Die Überforderung muss ein Ende haben – und zwar schnell. Die Zahl der Armen in Deutschland muss nachhaltig gesenkt werden – und daran muss sich eine Regierung, die sich soziale Gerechtigkeit auf die Fahnen geschrieben hat, messen lassen. Die Tafel Deutschland fordert die Regierung auf, eine armutsfeste Entlohnung im Erwerbsleben, eine gerechtere Anerkennung von Betreuungszeiten von Kindern und Eltern im Rentenrecht sowie armutsfeste Mindestrenten und Grundsicherungsleistungen im Alter durchzusetzen. Die Tafel Deutschland kritisiert die unzureichenden Maßnahmen in der Qualitätssteigerung der Kinderbetreuung, begrüßt jedoch die Unterstützung der Kommunen bei der Bewältigung des demografischen Wandels. Über 60.000 Ehrenamtliche arbeiten bundesweit bei den Tafeln. Um das Interesse an einem Ehrenamt aufrechtzuerhalten, brauche es neben politischer und gesellschaftlicher Anerkennung auch finanzielle Anreize, insbesondere im Renten- und Steuerrecht. Die Tafel Deutschland nimmt wahr, dass dem Ehrenamt wohl ein großer Stellenwert im Koalitionsvertrag eingeräumt wird. Konkrete Maßnahmen sind jedoch nicht genannt. Also armes Deutschland, weiter so! Herzlichst Ihr Bernd Seitz Herausgeber der Network-Karriere IMPRESSUM DICKE KINDER: HALTET DEN TÄTER! EUROPAS GRÖSSTE WIRTSCHAFTSZEITUNG FÜR DEN DIREKTVERTRIEB GKM-Zent ral re dak ti on GmbH Bild nach weis: fotolia Bos ler stra ße 29 · 71088 Holz ger lin gen An zei gen ab tei lung: Uwe Tammen Tel.: 07031/744-0 · Fax: 07031/744-199 E-Mail: info@net work-kar ri e re.com www.net work-kar ri e re.com Tel.: 0 7031/744-110 Verlagsleiterin: Petra Seitz Fax: 0 7031/744-195 E-Mail: verlagsleitung@net work-kar ri e re.com Grafik: Thomas Prantl He raus ge ber: Bernd Seitz E-Mail: satz@net work-kar ri e re.com Chef re dak teu r: Bernd Seitz V.i.S.d.P. Redaktion: Bernd Seitz E-Mail: he raus ge ber@net work-kar ri e re.com E-Mail: redaktion@net work-kar ri e re.com Gastautoren: Lektorat: Kerstin Thierschmidt Richard Brooke Kundenser vice: Peter H. Buchenau E-Mail: verlag@net work-kar ri e re.com Rosvita Richa-Caviezel Druck: Hamberger Offsetdruck Prof. Dr. Gunter Dueck Gottlieb-Daimler-Straße 4 Carsten Ernst 71093 Weil im Schönbuch Randy Gage Copyright: Alle Inhalte der Network-Karriere Bob Proctor sind urheberrechtlich geschützt. Thomas Reichart Die Rechte für Konzeption und Layout liegen Dr. med. Michael Spitzbart bei der GKM-Zentralredaktion. Vervielfäl tigungen jeglicher Art sind nur mit ausdrücklicher Ge- Matthias Urbach neh migung des Verlags erlaubt. Dr. med. Stefan Waller Erscheinung: Monatlich zum 30. Bertram Wohlschlegel Seit 15 Jahren untersucht das Robert Koch-Institut regelmäßig, wie es allgemein um die Gesundheit unserer Kinder bestellt ist. Die neuesten Ergebnisse Petra Seitz zeigen, dass sich vieles positiv verändert hat, zumindest bei den Kindern und Jugendlichen, die aus sozial gesicherten Familien kommen. Laut den Untersuchungen bewegen sie sich mehr und rauchen weniger. Und was bitte ist mit dem heftig angestiegenen Alkoholkonsum der Jugendlichen, zu denen heute die Zwölfjährigen zählen? Kommen die Vorglüher und Komasäufer alle nur aus sozial schwachen Familien? Auch bei übergewichtigen Kindern sehen die Robert Koch-Wissenschafter durchaus eine positive Entwicklung. Denn die Zahl hat insgesamt nicht wesentlich zugenommen. Die gute Botschaft ist, dass wir im Jahr 2018 nicht mehr übergewichtige Kinder haben, die mit vollen Segeln in die Wohlstandkrankheiten hineinlaufen, als 1998. Darauf können wir doch richtig stolz sein! Immer noch ist jedes siebte Kind in Deutschland zu dick, aber zumindest wir wissen heute, wo das Übergewicht herkommt. Die Sprösslinge trinken jetzt wohl weniger Cola & Co., die Hamburger werden auf light getrimmt, dafür steht das Kilo-Glas Nutella auf dem Frühstückstisch. Der Morgen macht den Tag, lehrt schließlich die Nutella-Werbung. Weil sie sich insgesamt schlecht ernähren, ziehen die Kinder und Jugendlichen aus Familien der unteren Einkommensschichten die Übergewichtsstatistik nach oben, sagt das Robert Koch-Institut. Das sehe ich etwas anders. Moppelchen gibt und gab es schon immer in allen sozialen Schichten. Dafür sorgt dank fehlender Gesetzgebung schon die Ernährungs- und Zuckerindustrie. Gesprochen wird darüber ja schon jahrelang. Nur getan wird eben nichts. Aber man soll die Hoffnung nie aufgeben. Mit unserer neuen Regierung wird sicher alles anders. Wenn nicht, kann das Robert Koch-Institut zumindest die positive Errungenschaft verkünden, dass sich nichts geändert hat. Ihre Petra Seitz, Verlagsleiterin der Network-Karriere 04.2018

INHALT/LESERBRIEFE 3 TITELSTORY: FRANK M. RINDERKNECHT Die Automobil-Industrie wird sich in den nächsten Jahren stärker verändern, als sie es in den letzten fünfzig Jahren getan hat. Die Art, wie wir Autos nutzen, und die große Vielfalt anderer Mobilitätsmöglichkeiten wird unsere Lebensweise stark beeinflussen. Bereits 2020 werden sich spannende Fortschritte in der Automobiltechnik durchgesetzt haben. Wir befinden uns in einer zunehmend vernetzten Gesellschaft, in der sich das Auto zu einer Art Roboter auf Rädern entwickelt hat. Der Schweizer Frank M. Rinderknecht hat sich zur Aufgabe gemacht hat, Mobilität neu zu denken. . Seite 17 © Rinspeed AG i-like Elektrosmog ist überall. Dr. Alfred Gruber ist es gelungen, diesen positiv umzuwandeln. Network-Karriere-Leser als Tester gesucht! Seite 04 BEMER-Teampartner Leidenschaft und Engagement: Österreich-Landesdirektor Markus Grabner und sein Team sind auf einem beeindruckenden Wachstumskurs. Seite 06 BEMER Carl-Uwe Steeb: Dreimaliger Davis Cup-Sieger gibt sein Profisport-Fachwissen an BEMER-Partner weiter. Seite 09 LR Global Kids Fund Dr. Thomas Stoffmehl: Über eine halbe Mio. Euro Gesamtspendeneinnahmen für den LR Global Kids Fund. Seite 09 proWIN proWIN-Familienunternehmen gewinnt 2017 weitere 12.000 neue Vertriebspartner und steigert Umsatz auf 186 Mio. Euro. Seite 10 proWIN-Teampartner Die proWIN-Bilderbuch-Karriere von Annette und Kalli Epping. Dabei fing alles erst vor gut zehn Jahren an. Seite 12 Dr. med. Michael Spitzbart „Nun schlaf doch endlich!“ Über 25 Prozent der Erwachsenen leiden an Schlafstörungen. Lesen Sie hier über die Ursachen und natürliche Gegenmaßnahmen. Seite 16 Randy Gage Die Geschichte des Direktvertriebs: Warum Network-Marketing auch in Zukunft die beste Vertriebsform sein wird. Seite 20 Thomas Reichart Manche haben ein unerschütterliches Selbstvertrauen. Andere nicht. Dabei kann man Selbstbewusstsein relativ leicht lernen. Seite 22 Rosvita Richa-Caviezel Neue Lesernutzenserie: Was arbeiten andere? – „Ich habe die Gabe, mit Verstorbenen zu sprechen.“ Seite 23 Networkers aufregende Träume Der Genfer Autosalon hat es gezeigt: Die Autos werden immer gefälliger. Sie sind einfach sexy! Seite 28 Peter H. Buchenau Hat es sich bald ausgedieselt? Was machen wir dann mit unseren Autos, die meist geleast sind? Seite 32 +++++++++++++++++++++ LESERBRIEFE +++++++++++++++++++++ Lie be Le se rin nen und Le ser, Ihre Mei nung ist wich tig für uns. Schließ lich ma chen wir die se Zeitung für Sie. Schrei ben Sie uns, was Sie gut oder schlecht fin den, ge ben Sie An re gun gen, äu ßern Sie Wünsche, kom men tie ren Sie ein zel ne Be rich te ... – wir freu en uns über Ihre Rück mel dun gen! Und un kompli ziert ist es auch: Sen den Sie uns ein fach eine E-Mail an: le ser mei nung@net work-kar ri e re.com Ich halte die ganze Diskussion um eine Frauenquote für kompletten Unsinn. Wir Frauen brauchen kein Gesetz, das vorschreibt, diesen oder jenen Job zu bekommen, nur weil wir Frauen sind. In der Alltagspraxis sind Frauen ohnehin das starke Geschlecht. Wir können uns schon durchsetzen. Nur machen wir das feinfühliger, ohne das Löwengebrüll der Männerwelt, sondern mit Herz und Verstand. Martina Reindl Ein Frauenquotengesetz für ein paar Posten in den Aufsichtsräten der Großfirmen ist nichts als eine Alibifunktion der Politiker, etwas für die immerhin 31 Millionen wahlberechtigen Frauen zu tun. Über gleichen Lohn bei gleicher Arbeit wird nur diskutiert, aber nichts umgesetzt. Die Politiker könnten sich am Direktvertrieb ein Beispiel nehmen. Da spielt für Einkommen und Karriere das Geschlecht keine Rolle. Hannelore Schoch Bravo für den Artikel über Boris Grundl. Er zeigt, dass es im Leben auch andere Dinge als Geld und Reichtum gibt. Dessen sollten wir uns jeden Tag bewusst sein. Eleonore Stadler Das Leben von Boris Grundl ist nicht nur eine packende Geschichte, es zeigt, dass mit eisernem Willen jede Situation des Lebens zu meistern ist. Dazu gibt es auch das schöne Sprich wort: „Wenn du meinst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her.“ Gaby Trimmel Es ist doch unmoralisch, bei einem selbstständigen Einkommen von monatlich 426 Euro einen Krankenkassen- und Pflegeversicherungsbeitrag von 184 Euro zu verlangen, obwohl die meisten in dieser Einkommenshöhe bereits in der Familienversicherung mitversichert sind. Der Gipfel der Dreistigkeit ist, dass, wie Sie berichten, die Einkommensdaten vom Finanzamt an die AOK geliefert werden. Laut Wikipedia ist die AOK eine rechtlich selbstständige Körperschaft des öffentlichen Rechts. Also keine Bundes- oder Landesbehörde. Schon mal was von Datenschutzgesetz gehört? Thomas Gartner Das Stadtwagenkonzept des kleinen Elektroautos aus der Schweiz leuchtet ein. Beim einem Preis von 12.000 Euro könnte das Muttis perfekter Kleinwagen sein. Ich kann mir gut vorstellen, dass sowas im Direktvertriebs-Empfehlungsgeschäft verkauft werden kann. Ob sich eines der Unternehmen traut, ein Auto ins Produktprogramm zu nehmen, wird sich zeigen. Wohl eher könnte es ein Produkt werden, das Vertriebsberaterinnen fahren und beiläufig darüber sprechen. So wird im Direktvertrieb ja einiges verkauft, das die Firmen nicht im Programm haben. Sophia Seematter Autos im Direktvertrieb verkaufen? Warum nicht? Wir allen fahren zu unseren Kunden und können bei der Gelegenheit zeigen, welch herziges Auto wir mit unserem Partygeschäft verdient haben. Das könnte ich mir durchaus vorstellen. Martina Peters Ich halte es für keine gute Idee, Autos im Direktvertrieb zu verkaufen. Wenn das Auto Probleme macht, möchte ich als Verkäufer dafür nicht zuständig und verantwortlich sein. Das sollen weiterhin die Autohäuser machen, die darauf eingerichtet sind. Aneta Dembski Bereits heute deckt der Direktvertrieb viele Konsumbereiche ab. Selbst Häuser, Sanierungen, Küchen, Teppiche usw. werden im Direktvertrieb angeboten. Autos könnten die nächste bedeutende Warengruppe im Direktvertrieb werden. Wir müssten nur lernen, mit größeren Beträgen umzugehen. Das Potenzial ist vor- LESERBRIEFE IHRE MEINUNG IST GEFRAGT handen, die Verbraucher wollen auf Dauer nicht nur mit dem Internet kommunizieren. Karl-Heinz Sommer Nicht nur Autos könnten künftig im Direktvertrieb verkauft werden. Der Direktvertrieb liegt absolut im Trend. Viele Hersteller verkaufen bereits nicht mehr über den Einzelhandel, sondern nur noch über den Internetshop. Dieser muss jedoch bekannt gemacht werden. Also kommt das persönliche Gespräch, die direkte Empfehlung ins Spiel. S. Achleitner