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POPSCENE April 04/18

Das total umsonste Popkulturmagazin.

Bereits erschienen.

Bereits erschienen. Bereits erschienen. MALASANERS THE DUBBEEZ Irish Folkrock MUSIK-TIPP Wer die britische Folktradition mit Bands wie The Pogues, The Men They Couldn´t Hang oder The Levellers mag, wird an der Formation Malasaners kaum vorbeikommen. Das Quartett um den aus Madrid stammenden Sänger/Gitarristen Carlos Del Pino Gonzalez (auch beim Johnny Cash-Tribute No Cash aktiv) mixt auf „Footprints erneut traditionellen Irish Folk mit Elementen aus Country, Punk und Rock. 13 aktuelle Titel läßt der Wahl-Bamberger mit seiner Band auf das Debüt „Spanish Eyes“ folgen. Im Gegensatz dazu gibt es aber leider keine Stücke in spanischer Sprache mehr zu hören. Aber Vorbilder wie Flogging Molly und die Dropkick Murphy´s liegen ja schon lange im Trend und so werden es auch die Malasaners nicht schwer haben, ihr Folkpunk-/Folkrock-Publikum weiterhin zu finden. Allen Songs zwischen „Sell The Night“ und „Your Wars“ zeichnet viel Spontanität und Lebensfreude aus, sodass man zu den meisten Titeln prima Tanzen & Feiern kann. In textlicher Hinsicht entpuppt sich der Bandleader als überzeugter Europäer, der auch vor Kritik nicht scheut. Malasaners „Footprints“ (Wolverine Records/ Soulfood) - malasaners.com Text: Frank Keil. | Bild: PR Niederländischer Reggae MUSIK-TIPP Guter Reggae ist zeitlos, zumindest im Fall von The Dubbeez aus Amsterdam. Dem niederländischen Sextett gelang es das Debütalbum „Peace, Love & Dub“ im Tuff Gong Studio in Kingston auf Jamaica einzuspielen. Eine Kooperation zwischen V2 Records und dem Ziggy Marley Label Tuff Gong Worldwide bringt die insgesamt 10 Titel zwischen „Don´t Walk Too Fast“ und „On The Road“ zu den Fans. Die 10 eingängigen Songs orientieren sich eher am Roots Reggae der 1970er Jahre. Aber die Dubbeez sind kein Retro-Act, sondern ihrer Musik hat den nötigen modernen Touch um auch ein Publikum anzusprechen, dass bisher mit Ska, Rocksteady und Reggae wenig zu tun hatte. Als Gewinner des World Reggae Contests in Polen im Jahr 2016 bekamen die MusikerInnen die Chance, nach einer ersten EP ihr Debüt zusammen mit den bekannten Produzenten Stephen Stewart und Sam Clayton auf der Karibikinsel aufzunehmen. Und es hat sich gelohnt, wie Titel Marke „Feelings“ oder „Rudeboy“ eindrucksvoll unter Beweis stellen. The Dubbeez „Peace, Love & Dub“ (V2 Records/ H´art) - fb.com/thedubbeez/ Text: Frank Keil. | Bild: PR

Bereits erschienen. Bereits erschienen. CALYPSO MADAME! Karibik pur MUSIK-TIPP Die 2008 in Düsseldorf gegründeten The Tips haben ihre Lektion in Sachen The Clash vorbildlich gelernt. Über die Jahre hinweg haben die drei Musiker (Sänger/Gitarrist Stefan Imfeld stiess erst 2017 zur Band) ihren Mix aus Reggae, Punk, Rock und Soul beständig perfektioniert. Nach der Trennung vom langjährigen Frontmann Ali starten The Tips jetzt mit der Mini-CD „Come Closer“ durch, einem ersten Lebenszeichen nach dem Neustart. Mit dem RockReggae zwischen „My Days“ und „Smile“ gehen die Drei natürlich auch auf Tour. Fans von Sublime, den Red Hot Chili Peppers oder Bad Religion werden auch ihre Freude an den Tips finden. Stefans markante Stimme passt gut zu den in London verfeinerten Tracks. Inhaltlich beschäftigt man sich mit Themen rund um die persönliche Emanzipation. „Come Closer“ zeigt The Tips von einer rockigeren Seite, ohne Ska, Reggae und Dub zu vernachlässigen. Es bleibt abzuwarten, ob die Gruppe jetzt ohne Gründungsmitglieder von raschen Besetzungswechseln verschont bleibt und sich so etablieren kann. Calypso Madame „Various Artists“ (Maaula Records/ Brokensilence) - maaularecords.com Text: Frank Keil | Bild: PR TIMO BLUNCK Pop aus HH MUSIK-TIPP In den frühen 1980er Jahren gehörten Die Zimmermänner aus Hamburg stilistisch zur neuen Deutschen Welle. Abseits vom großen Kommerz löste man sich 1985 auf, kam aber nach gelegentlichen Live-Shows 1999 in geänderter Besetzung für neue Alben wieder zusammen. Sänger/Bassist Timo Blunck kam 2014 bei einer Show mit Darmverschluss von der Bühne ins Krankenhaus, Not-OP und vier Wochen auf Station inklusive. Dort zog Blunck die Bilanz seines bisherigen musikalischen Schaffens, weiterhin auf Deutsch und spielte später auch alle Instrumente für die 12 Titel selbst ein. Toller Pop abseits der Charts mit hitverdächtigen Songs wie dem Titelstück, „Ich Bremse Nicht Für Spießer“ oder „Fortpflanzungssupermarkt“. Doch Tmo Blunck hatte mehr zu erzählen, nicht nur zu „Erbsenseele“. Deshalb schrieb er auch noch den Roman mit gleichem Titel wie das Album. Die 12 Kapitel des bei Heyne Hardcore veröffentlichten Buchs sind identisch mit den Songs auf dem Album und werden sogar als Hörbuch erscheinen. Timo Blunck „Hatten wir nicht mal Sex in den 80ern?“ (tapete records) - tapeterecords.de Text: Frank Keil | Bild: PR