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122 | SMART BUILDING & SMART CITIES Werkschau 2013 bis 2016 Rückbau eines WDVS mit EPS: durch das Verwendungsverbot von HBCD kann das EPS nicht mehr einfach recycled werden

Aktivitäten um SMB | 123 Bauzeitung informiert: „Altes WDVS – Recycling Ade“ Die Bauzeitung veröffentlichte unter „Planung & Ausführung 17/2015“ einen wissenschaftlichen Bericht von Manuela Prieler, Markus Leeb und Thomas Reiter. Dabei wurde das brisante Thema rund um Wärmedämmverbundsysteme, dass so gut wie jeden „Häuslbauer“ betrifft, diskutiert. Außenwände werden seit etwa vierzig Jahren mit WDVS (Wärmedämmverbundsysteme) gedämmt. Der meist verwendete Dämmstoff EPS (Expandiertes Polystyrol) enthielt bis vor kurzem das Flammschutzmittel HBCD (Hexabromcyclododecan). Heute darf HBCD auf Grund seiner toxischen Wirkung nicht mehr verwendet werden, es kommen daher andere Flammschutzmittel zum Einsatz. Probleme durch den ehemaligen Einsatz des Stoffes ergeben sich allerdings, wenn das WDVS rückgebaut wird. Die aktuell anfallenden Abfallmengen von WDVS sind zwar sehr gering, da WDVS der ersten Generation vielfach nicht rückgebaut sondern aufgedoppelt werden. Die Frage ist allerdings: Was passiert, wenn die Gebäude aus der Beginnzeit von WDVS das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben? Dann wird es heikel, denn die Rückgewinnung des Polystyrols ist nur bei vorheriger Abtrennung des HBCD möglich. Es gibt hierfür zwar bereits Verfahren, allerdings noch keine kommerziell genutzten großtechnischen Anlagen. Durch den Inhalt von HBCD wird Alt- EPS praktisch nicht recycled. Folglich bleibt nur die thermische Verwertung für den Umgang mit HBCD-haltigen EPS-Abfällen übrig. Nähere Informationen hierzu finden sich im veröffentlichten Artikel in der Bauzeitung.