Aufrufe
vor 7 Monaten

SMB_Youblisher_

18 | SMART BUILDING &

18 | SMART BUILDING & SMART CITIES Werkschau 2013 bis 2016 Smart Building im Tourismus Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft ist eine der wesentlichen Säulen der Wertschöpfung im Bundesland Salzburg. Mit einem Anteil von mehr als neun Prozent an der Bruttowertschöpfung stellt der Sektor Beherbergung und Gastronomie somit nach dem Handel einen der wichtigsten Dienstleistungsbereiche dar. Um in dieser Branche wettbewerbsfähig zu bleiben, ist es von großer Bedeutung, hohe Qualitätsstandards bei gleichzeitig geringen Kosten gewährleisten zu können. Einen zentralen Kostenfaktor stellt dabei in der Hotellerie wie auch im Gesundheitswesen der Energieverbrauch dar. In beiden Bereichen ist es jedoch möglich, durch unterschiedlichste Maßnahmen eine deutliche Reduktion des Energieverbrauchs und damit einhergehend der Energiekosten bei gleichen oder sogar höheren Qualitätsstandards zu erreichen. Durch die erzielbaren Kosteneinsparungen können die ohnehin geringen Margen deutlich erhöht werden. Hinzu kommt, dass die Energiepreise Jahr für Jahr überproportional zu den übrigen Kosten steigen. Der Energieverbrauch schlägt sich in der Kostenstruktur deutlich nieder. Als konkrete Maßnahmen bietet sich eine Vielzahl von Erfolg versprechenden Ansätzen an. Dazu zählen neben der Investition in die Verbesserung der thermischen Qualität eines Gebäudes unter anderem auch organisatorische Schritte oder die Umstellung des Thomas Brandhuber (umwelt service salzburg), Georg Hörl (Familotel amiamo Zell/See) und Markus Gratzl Projekt ÖkoFen: Pelletskessel im Grünen Hotel zur Post, Salzburg (mit den Eigentümern, Familie Maier)

Forschung | 19 Energieträgers zur Raumwärmebereitung. Trotz hoher Kosteneffizienz derartiger Maßnahmen ist jeweils zu untersuchen, ob die konkrete Maßnahme im Einzelfall sinnvoll ist. Unabhängig von derartigen individuellen Fragestellungen bedarf es jedoch branchenweiter Konzepte, in denen die grundsätzliche Qualität und Anwendbarkeit innovativer Technologien vorab erhoben und geprüft werden muss. Dieser Ansatz wird durch unsere AbsolventInnen vertreten. Im Projekt „Smart Building + Renovation: Hotels & Hospitals“ werden unterschiedliche Subprojekte verfolgt, von der Untersuchung des Energiebedarfs von Saunaanlagen, über den wirtschaftlichen Betrieb von Naturbadeteichen eines Thermalbades bis hin zur Optimierung eines Schwimmbadneubaus. Einen Schwerpunkt der Tätigkeiten stellten Verbreitungsmaßnahmen dar, die neben wissenschaftlichen Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und Vorträgen bei Symposien beispielsweise die Konzeption einer Workshopreihe „Energieeffizienz in Tourismusbetrieben“ umfasst. Um regionale Zusammenarbeit zu fördern hat die EU mit dem Interreg-Programm ein Netzwerk gegründet. In Wechselwirkung mit dem Interreg-Projekt „F + I Netzwerk Alpines BAUEN“ wurde eine Serie von vier Workshops entwickelt, die sich an die Zielgruppe der BetreiberInnen von Tourismusobjekten richtet und Einsparpotentiale in deren Betrieben nennt. Die einzelnen Workshops wurden in Best-Practice-Betrieben zum jeweiligen Themengebiet abgehalten. Dadurch konnten den TeilnehmerInnen neben den inhaltlichen Inputs durch die ExpertInnen der Fachhochschule Salzburg und umwelt service salzburg auch die persönlichen Einschätzungen der GastgeberInnen vermittelt werden und die umgesetzten Energieeffizienz- Maßnahmen hautnah erlebt werden. Wellnessbereich im Naturhotel Edelweiss, Wagrain