Aufrufe
vor 2 Monaten

SMB_Youblisher_

56 | SMART BUILDING &

56 | SMART BUILDING & SMART CITIES Werkschau 2013 bis 2016 HARD FACTS PROJEKT „WINDMILL“: Die Nutzung der Windenergie für die Stromerzeugung ist die Kernidee des Projektes. Die Fassade wird mit Titanoxid beschichtet, um Schadstoffe aus der Luft zu absorbieren. STUDIERENDE: Lukas Moser Christof Viehhauser Als wesentliches Gestaltungskriterium für dieses Konzept, war es den Studierenden wichtig, die Windenergie am Baukörper erlebbar zu machen. Dazu wurde eine organische, luftdurchlässige Hülle entworfen, welche das im Markt integrierte Energiekonzept optisch ankündigt. Die Auskragung wird durch eine wirbelwindartige Säule getragen, die sich in ihrer außergewöhnlichen Form als gestalterisches Element in das Gebäude einfügt. Um der durchlöcherten Fassade einen Nutzen zuzuweisen, wird diese mit einer speziellen Titandioxid-Beschichtung ausgeführt, die eine luftreinigende Wirkung hat. Die Löcher in der Fassade vergrößern die Oberfläche der Hülle, somit können mehr Schadstoffe absorbiert werden. Ein Teil des Energiebedarfs wird durch die Windenergie gedeckt, die in elektrische Energie umgewandelt und zur Gänze für den Eigenverbrauch genutzt wird. Den zusätzlich anfallenden Energiebedarf soll das vorhandene Wasserkraftwerk an der Pram decken. Die Raumtemperierung erfolgt über eine Flächenheizung, welche im Winter heizt und im Sommer kühlt. Gespeist wird die Flächenheizung mit Hilfe der anfallenden Abwärme des Kälteprozesses der Kühlmöbel im Supermarkt. Energieschema Die Windturbinen dienen der Stromerzeugung für den Eigenverbrauch Der futuristische Entwurf in der Südwest-Ansicht

Lehre | 57 HARD FACTS PROJEKT „ALGEN-SPAR“: Algen übernehmen in diesem Entwurf die Energieversorgung des Marktes und haben eine besondere Stellung innerhalb seines zukunftsträchtigen Energiekonzeptes. STUDIERENDE: Kilian Moosmüller Kathrin Staubmann Für dieses Konzept nahmen die Studierenden eine vielversprechende technische Entwicklung als Ausgangspunkt ihrer Überlegungen und integrierten diese in ihren Entwurf: die Energieproduktion mittels Algen. Der Südseite des Marktes ist eine Bioreaktorfassade vorgelagert, die mehr als nur ein ästhetisches Gebäudekleid ist. Als lebende Biohaut dient sie der Energiegewinnung. Im Reaktor werden Mikroalgen kultiviert, die unter Sonneneinstrahlung und Zugabe von CO 2 sowie flüssigen Nährstoffen Biomasse und Wärme erzeugt. Aus der Biomasse kann Biogas gewonnen werden, das seinerseits eine Brennstoffzelle versorgt und die Heizung bedient. Der so produzierte Strom wird für den Eigenbedarf des Supermarktes genutzt und die anfallende Wärme wird mit Hilfe eine Absorptionskältemaschine für die Kühlung verwendet. Die verstellbaren Paneele wirken außerdem als Sonnenschutz und als dekorative Elemente. Rendering der Südost-Ansicht Schematisches Energiekonzept Bioreaktor- Fassadenelement Grundriss