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64 | SMART BUILDING &

64 | SMART BUILDING & SMART CITIES Werkschau 2013 bis 2016 HARD FACTS PROJEKT „BÜROGEBÄUDE MOS42 WÜSTENROT“: Viel Tageslicht, effektiver Schutz vor Überhitzung und ein hoher Vorfertigungsgrad sind interessante Aspekte in diesem Entwurf. STUDIERENDE: Matthias Gnigler Johannes Zopf Architektur Das Bürogebäude MOS 42 hat einen nahezu quadratischen Grundriss, der durch die abgeschrägte Süd- und Westseite aufgelockert wird. Im hellen, verglasten Erdgeschoß befindet sich der Empfang, die vier darüber liegenden Geschoße bieten den großzügig geschnittenen Büros Platz. Die Fassadenelemente der mittleren drei Geschoße werden im Werk vorgefertigt, was einen schnellen und effektiven Bauablauf gewährleistet. Eine Dachterrasse umschließt die oberste Etage. Die Erschließung erfolgt gebäudezentral über ein Atrium, welches Tageslicht in das gesamte Gebäude bringt. Haustechnikkonzept Die Gebäudeheizung erfolgt über eine Fußbodenheizung, die auf Fassadenelementbreite verlegt ist, so dass die Bürogrößen weiterhin flexibel gestaltbar bleiben. Gekühlt wird über eine zentrale Lüftungsanlage, die für den Lüftungsfall im Winter mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet ist. Die Wärme- und Kältebereitstellung übernimmt eine Wasser-Wasser Wärmepumpe. Materialkonzept Haustechnikkonzept Visualisierung MOS42 Wüstenrot

Lehre | 65 HARD FACTS PROJEKT „BÜROBAU MOS42“: Individuell gestaltbare Grundrisse, einfache Sanierungsmöglichkeit, Verschattungselemente mit Photovoltaikmodulen sowie ein außergewöhnliches Haustechnikkonzept charakterisieren diesen Entwurf. STUDIERENDE: Marcel Brandstätter Clemens Kowanda Grundriss und Bauweise In der Grundrissplanung wurde darauf geachtet, dass die Büroeinheiten entlang des Grundrissrasters individuell gestaltbar sind. Dies hat sowohl Auswirkungen auf die Fassadengestaltung als auch auf die Grundrissund Haustechnikplanung. Weiters ermöglicht diese Rastereinteilung eine flexible Klimatisierung der Büros. Die einzelnen Büroeinheiten können problemlos erweitert bzw. verkleinert und trotzdem einzeln gesteuert und geregelt werden. Das Bürogebäude ist in Hybridbauweise geplant. Die Tragstruktur besteht aus langlebigem Stahlbeton, die Außenwände aus nachhaltigen Holzwerkstoffen. Materialwahl und Recyclierbarkeit Es wurde sehr viel Wert auf eine einfache Sanierungsmöglichkeit der Bauteile sowie auf die Recyclierbarkeit der Materialien gelegt. Deshalb wurde die Lebensdauer der jeweiligen Bauteile bzw. Bauteilschichten in die Planung mit einbezogen und aufeinander abgestimmt. Energiekonzept Auf dem Dach und auch auf den Verschattungselementen werden Photovoltaik-Module installiert. Die damit gewonnene elektrische Energie versorgt die Beleuchtung, die mechanische Lüftungsanlage sowie die technische Ausstattung. Ein gasbefeuertes Blockheizkraftwerk erzeugt zusätzliche elektrische Energie, die thermische Energie wird im Winter zum Heizen und im Sommer mit Hilfe einer Absorptionskältemaschine zum Kühlen des Gebäudes verwendet. Der hygienische Luftwechsel wird durch eine zentrale mechanische Lüftungsanlage gewährleistet. Die Wärme-/ Kälteabgabe erfolgt über die bauteilaktivierten Geschoßdecken. Visualisierung der Süd- und Westfassade mit PV-Dünnschichtmodulen auf den Verschattungselementen Individuell gestaltbarer Grundriss Energiekonzept