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70 | SMART BUILDING &

70 | SMART BUILDING & SMART CITIES Werkschau 2013 bis 2016 HARD FACTS PROJEKT „QUALITATIVES WOHNEN IN ANIF“: Mit ansprechenden Grundrissen, einer überzeugenden Materialwahl sowie viel Raum für persönliche und gemeinsame Aktivitäten überzeugt dieser Entwurf. STUDIERENDE: Stefanie Gugerell Marco Mösl Der „familiäre Gedanke“ hat die Studierenden veranlasst, einen Komplex aus zwei- und dreigeschoßigen Gebäuden entstehen zu lassen. Qualität statt Quantität lautet hier das Motto. Insgesamt umfasst der Entwurf 16 lichtdurchflutete Wohneinheiten. Auf den Wohnraum wurde besonders viel Wert gelegt. Die zweiseitige Auslegung ermöglicht es den BewohnerInnen sowohl die Morgensonne als auch die Nachmittags/Abendsonne zu genießen. Die Baukörper sind so angelegt, dass Betonwände an der Außenseite den Schall abfangen. Hofseitig sorgt eine Holzkonstruktion für ein angenehmes Ambiente. Durch die Gebäudeanordnung kann hier ein größtmöglicher Platz für Spiel und Begegnungen geschaffen werden. ,,Holz‘‘ ist nicht nur ein ökologischer Wertstoff sondern auch ein ästhetischer, daher wurde bei diesem Projekt die Innenseite der Anlage aus einer Holz-/Lehmkonstruktion entwickelt. Das Wohlbefinden der Bewohner steht hier im Vordergrund, auf höchsten Komfort wird geachtet. Durch die exponierte Lage des Grundstückes (Alpenstraße und die Nähe zur Autobahn) wurde bewusst auf schallabsorbierende Wände im Außenbereich gesetzt. Es wurde eine massive Sichtbetonwand gewählt, die nicht nur durch Ihre technischen Vorteile überzeugt sondern auch einen modernen und zeitlosen Stil mit sich bringt. Fotorealistische Darstellung Projekt „Qualitatives Wohnen in Anif“ Der Wohnraum Detailaufnahme

Lehre | 71 HARD FACTS PROJEKT „WOHN(T)RAUM ANIF“: Eine begrünte Fassade stellt den Bezug zur ländlichen Umgebung dar. Der hohe Vorfertigungsgrad ermöglicht eine schnelle Bauzeit. STUDIERENDE: Lisa Pipan Moritz Quiring Die größte Herausforderung stellte sich durch die Bebauungsstruktur der bestehenden Siedlung. Um nicht den Eindruck eines massiven Wohnbaus zu erwecken, welcher als Störfaktor wahrgenommen werden könnte, wurde eine begrünte Fassade gewählt. Der Entwurf sieht zwei baugleiche Körper mit jeweils drei Geschoßen und einer darunterliegenden Tiefgarage vor. Die Erschließung der insgesamt 18 barrierefreien Wohnungen erfolgt über ein Stiegenhaus mit integriertem Lift. In den geplanten Regelgeschoßen befindet sich jeweils zwei 3-Zimmer- Wohnungen mit ca. 80 m² und eine 2-Zimmer-Wohnung mit ca. 55 m². Die massive Bauweise aus Brettsperrholz ermöglicht einen hohen Vorfertigungsgrad und damit eine Verkürzung der Bauzeit. Hanffaserdämmplatten stellen einen angemessenen Wärmeschutz sicher. Für ein behagliches Raumklima sorgt eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Die Raumheizung erfolgt mittels eines Pelletskessels, die Warmwasserbereitung erfolgt über eine Solarthermieanlage. Ergänzend zum Strom aus dem öffentlichen Netz, versorgt eine Photovoltaikanlage die Haushalte und den Allgemeinbereich mit erneuerbarer Energie. Eine langlebige, begrünte und aus natürlichen Baustoffen erbaute Lärmschutzwand stellt einen ausreichenden Schallschutz dar. Visualisierung Westseite Visualisierung Eingangsbereich Solarstrahlungsanalyse und Schattenwurfsimulation