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96 | SMART BUILDING &

96 | SMART BUILDING & SMART CITIES Werkschau 2013 bis 2016 Brennpunkt Alpines BAUEN – FACHSYMPOSium für die Baubranche Das Netzwerk Alpines Bauen stellt sich partnerschaftlich und grenzüberschreitend den Zukunftsheraus- FORDERUNGEN, die sich beim Bauen im alpinen Raum ergeben. Ein funktionierender Austausch von Wissenschaft und Wirtschaft wird als wichtigster Baustein angesehen und tatkräftig unterstützt. Die Bauwirtschaft stellt einen der größten Wirtschaftszweige im Alpenraum dar. Unterschiedlichste Herausforderungen wie Wetterextreme, verschiedene Höhenlagen und – bergbedingt – Bodenknappheit, verlangen umfangreiches Bau-Knowhow. Um auf lange Sicht die Nase vorn zu haben und dieses Know-how bestmöglich auszubauen, sind Kooperationen mit anderen Unternehmen und Forschungseinrichtungen wesentlich. Denn wie bei modernen Gebäuden gilt auch hier, dass die Summe mehr ist als die einzelnen Teile: Wenn ausführende Unternehmen ihre Kapazitäten zusammenlegen, können sie ganz neue Lösungen für Herausforderungen im Bausektor finden. Jedes Jahr wird das wiederkehrende Fachsymposium von einem anderen Schwerpunkt dominiert. In den vergangenen drei Jahren standen folgende Themen auf dem Programm: > > 1. Fachsymposium 2014 Thema: Nachverdichtung statt Zersiedlung > > 2. Fachsymposium 2015 Thema: Klimawandel und Nachhaltigkeit > > 3. Fachsymposium 2016 Thema: Normung Das Fachsymposium wird im Rahmen des Projektes „Forschung- und Innovationsnetzwerk Alpines BAUEN“ gefördert. Das erste Fachsymposium „Brennpunkt Alpines BAUEN“ fand großen Anklang

Aktivitäten um SMB | 97 Der Audimax der FH Salzburg bot den Interessierten einen angemessenen Rahmen © alle Abbildungen dieser Doppelseite: ITG Salzburg/Neumayr/SB 1. FACHSYMPOSium Brennpunkt Alpines Bauen – Schwerpunkt: Nachverdichtung statt Zersiede- LUNG. Autorin: Kerstin Wimberger, ITG – Innovationsservice für Salzburg „Die Bauwirtschaft ist einer unserer stärksten Wirtschaftszweige“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer, „Kooperationen innerhalb der Branche, mit der Verwaltung, Forschung und Politik tragen nachhaltig dazu bei, innovativ zu sein und zu bleiben. Die spezifischen Herausforderungen des Alpenraums bieten eine zusätzliche Chance, außergewöhnliches Knowhow aufzubauen.“ Dass daran großes Interesse herrscht, zeigten die knapp 300 Besucher des ersten Fachsymposiums „Brennpunkt Alpines BAUEN“ an der Fachhochschule Salzburg. Die Eingangsfrage, nämlich ob der Alpenraum ein Zukunftsraum sein kann, beantwortete Franz Fischler, Präsident des Europäischen Forums Alpbach und ehemaliger EU-Kommissar mit „ja, wenn die richtigen Entscheidungen getroffen werden.“ Essentiell dafür wäre der Zusammenschluss der Alpenregionen, um gemeinsam für ihre Ziele einzutreten. Baulich gesehen wird es nötig werden, bei Raumordnungskonzepten in größeren Zusammenhängen zu denken. Eine von Fischler zitierte Studie der Technischen Universität Wien hat aufgezeigt, dass durch eine ausgeklügelte Raumplanung etwa 20 – 30 % Energie eingespart werden können. Neue Raumordnungsstrategien können also dazu beitragen, effizient mit Ressourcen umzugehen und damit auch den Erfolg des Alpenraums zu sichern. Energiekonzepte spielten auch eine wesentliche Rolle bei den Überlegungen zu „Smart Cities“ von Doris Österreicher vom AIT – Austrian Institute of Technology. Sie definiert Smart Cities als „lebenswerte, energieeffiziente und ressourcenschonende Städte.“ Neben dem dafür notwendigen Technologiemix sind für die Umsetzung einer „Smart City“ laut Österreicher neue Geschäftsmodelle nötig: „Wenn ein Dach als Fläche für Stromerzeugung vermietet werden soll, es aber mehrere Parteien in diesem Haus gibt, braucht es dafür neue Zugänge.“ Energie- und Ressourceneffizienz zog sich als wichtiges Thema auch durch alle vier Schwerpunkte des Symposiums: Tourismus und Bauen, High- Tech vs. Low-Tech, Hybridbauten und Nachverdichtung. Koordination des Netzwerks: > > ITG – Innovationsservice für Salzburg www.itg-salzburg.at Hier finden Sie weiterführende Informationen: Franz Fischler referierte zum Thema: Ist der Alpenraum ein Zukunftsraum?