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VDI-Statusreport Digitaler Transformationsprozess in Unternehmen

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32 Digitaler Transformationsprozess inUnternehmen Stufe 2:Datengetriebene Prozesse In der zweiten Stufe, der Automatisierung, kann es nun darum gehen, die Schlingmaschinen stärker zu automatisieren, sodass sie sich per Software auf verschiedene Rezepte einstellen lassen. Gleichzeitig sollen die Maschinen automatisch ihre eigenen Zustände überwachen. Tätigkeiten, die bisher von der Fertigungsabteilung ausgeführt wurden, werden nun automatisch in der Maschine konfiguriert, die Rezepturen bilden jetzt eine neue Produktkategorie, auch bei installierten Anlagen lassen sich immer neue Rezepturen anbieten. Die Projekte dieser Phase werden immer weiter gehende Variationsmöglichkeiten der Automatisierungstechnik und gleichzeitig der dahinterliegenden IT-Modelle entwickeln. Dabei ist die Zusammenarbeit zwischen allen Funktionsbereichen in der Firma zusammen mit den Kunden erforderlich. Die jeweiligen Projekte werden im Leitplan mit ihren jeweiligen Einzelzielen abgebildet. Durch die Automatisierung von (Dienstleistungs-) Prozessen verändern sich Arbeitsweisen und Arbeitsabläufe, da Daten inEchtzeit verfügbar und jederzeit abrufbar sind. Dadurch ist es möglich, schnell auf Veränderungen und Entwicklungen zureagieren. Die Datenauswertung führt zuzuverlässigen Aussagen und erhöht die Kundenzufriedenheit. Die Weiterentwicklung des Systems und die Umsetzung der neuen Leistung verändern die Arbeitsaufgaben und erfordern neue Kompetenzen bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In der Phase der (Weiter-) Entwicklung kann die Kompetenzentwicklung z. B. durch (intergenerationelles) „Lernen in Tandems“ erfolgen; fachkundige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden ein Team mit digital weniger versierten Kollegen. Imgemeinsamen Lernprozess werden Erfahrungen ausgetauscht und Wissen wird weitergegeben. Stufe 3: Intelligente Datennutzung In der dritten Stufe der Digitalisierung, der intelligenten Dienstleistung, werden die starren Regeln der Automatisierung zunehmend durch automatisierte Datenanalysen und Optimierungsalgorithmen (die „Künstliche Intelligenz“) im Betrieb optimiert. Die verfügbaren Daten liefern Informationen, zu welchen Zeitpunkten welche Aktivitäten gehäuft anfallen, und lassen sich auch nutzen, um bereits vorbeugende Wartungsschritte zu initiieren. Die regionale Beliebtheit bestimmter Produkte wird automatisch analysiert. Auf Grundlage dieser Daten werden durch die Algorithmen neue kundenund regionsspezifische Rezepturen vorgeschlagen. Für die Firmenmitarbeiterinnen und – mitarbeiter bedeutet dies zunehmend, dass sie sich von der Handwerkerin und dem Handwerker hin zur Wissenschaftlerin und zum Wissenschaftler qualifizieren müssen, die/der anhand komplexer datengetriebener Modelle die gewünschten Dienstleistungsstrategien für das Unternehmen entwickelt. Die mit dieser Stufe der Digitalisierung verbundenen notwendigen Kompetenzen sind für die meisten kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) neu. Kompetenzentwicklung bei den vorhandenen Beschäftigten erfolgt hier inder Regel durch entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen. Darüber hinaus müssen auch KMU in den meisten Fällen neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit digitalen Kompetenzen (z. B. Informatikerin/Informatiker) rekrutieren. Zur Verstetigung des Digitalisierungsprozesses sollten auf der Ebene der Organisation „Digitalisierungsexpertinnen und -experten“ eingerichtet werden (in mittelgroßen und großen Unternehmen finden sich mittlerweile verstärkt „Digital Transformation Manager“). www.vdi.de

Digitaler Transformationsprozess inUnternehmen 33 Im Leitplan werden alle Entwicklungsschritte (ITund Organisationsentwicklung) eingetragen und ergebenein Gesamtbild sowie eine Vision, wohinsichdas Unternehmenentwickelnsoll (Bild 14). Bild 14. Leitplan für das Beispiel des Brezelschlingmaschinenherstellers www.vdi.de

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