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VDI-Statusreport Digitaler Transformationsprozess in Unternehmen

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34 Digitaler Transformationsprozess inUnternehmen 8Resümee Warum Digitalisierung? Die digitale TransformationimSpeziellensetzt sich mit der Nutzung von Daten zum Zwecke der Optimierung und zur intelligenten Neuausrichtung der Prozesse, Produkte und Geschäftsmodelle auseinander. DurchNutzung neuer digitaler Möglichkeitensichern Sie den Bestand Ihres Unternehmens. Waswill der Statusreport? Dieser Statusreport präsentiert Beispiele der digitalen Transformationeines Heizungsbauers, einer Anlagenbetreiberin, einer Komponentenherstellerinund eines Maschinenherstellers, die Sie für Ihre eigene Unternehmensentwicklung inspirierensollen. Er dient als Hilfestellungzur Einschätzung Ihrer persönlichen SituationinBezugauf die digitalen Möglichkeiten und will Sie dazu anregen, diese Optionenauf das eigene Unternehmenanzuwendenund Ihre Digitalisierungsziele zuformulieren. Wie gestaltet man den Prozess? JedesUnternehmen muss unter Berücksichtigungder verfügbaren Ressourcen denjeweils optimalen Zeitpunkt für seinen digitalenTransformationsprozessin technischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht finden und dannden eingeschlagenenWeg konsequent verfolgen. Dabei ist eswesentlich, zu erkennen, welche Möglichkeitenoder Trendsfür die eigene Unternehmenssituationrelevant sind und welche Maßnahmen dendigitalenTransformationsprozessim Unternehmenzieldienlich unterstützen. HabenSie eine konkrete Idee für denEinstiegindie eigene digitale Transformationgewählt, werden Sie erkennen, dassGeschäftsmodelle, Produkte und Prozesse einander bedingen. Ihrenkonkreten Einstiegspunkt müssenSie für sich selber festlegen. In Auseinandersetzung mit unserem Statusreport könnenSie Ihre persönlichen Ziele definieren. Die digitale Transformation mussdurch dezidierte Gestaltungsprozesse kontrolliert gesteuert werden, die gegebenenfalls auch geeignete Methodenzur Bewertung vonReifegraden der digitalen Lösungsansätze und Kosten-Nutzen-Relationenbereitstellen. Dies umfasst auch die Aussage, welche Trendsund welche der damit verbundenen Ausprägungen in technologischenEntwicklungen für die eigene Unternehmenssituationrelevant sind und wie diese hinsichtlich der technologischenUmsetzbarkeit und desökonomischenEffekts am besten bewertet werden können. Mit dem hier beschriebenenLeitplankönnenSie sich einenÜberblicküber die notwendigenSchritte verschaffen: Die Erfassung und Nutzung vonDaten ist in den meisten Unternehmengeübt; die Vernetzungder Daten zur Automatisierung erfordert Managementfähigkeitenzur Gestaltung und Durchführungder neuen Prozesse. Für die effektive Ausformung der digitalen Geschäftsmodelle, Produkte und Prozesse sind neue „Tüftler“zur Gestaltung der Zukunft erforderlich. Machen Sie sichklar, welche neuenQualifikationen Sie und Ihre Mitarbeiter benötigen. Denken Sie bitte daran, Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter miteinzubeziehen. Nutzen Sie deren Fähigkeiten. Sie werden überrascht sein, wer welche Kompetenz mitbringt. Nehmen Sie aber auch Befürchtungenund Bedenkender Mitarbeiter ernst. Pilotprojekte eröffnen Möglichkeiten und zeigen Grenzen auf. Einiteratives, dasheißt aufOptimierung ausgelegtes, Vorgehen ermöglicht, aus Fehlern schnell zulernen. Die erforderlichenRessourcen können gerade dann bereitgestellt werden, wenndie Auftragsbücher voll sind. Wie geht esweiter? In der heutigen, gefühlt hyperturbulentendigitalen Zeit entwickeln sich die meisten Dinge rasant weiter. Neue ungeahnte Möglichkeitentun sich auf und werdenauch wieder verworfen. Auf eine konkrete Nennung vonaktuellenStudien haben wir bewusst verzichtet. Stöbern Sie wie gewohnt in denaktuellen Veröffentlichungen desVDI und der überregionalen Tagespresse, bewerten Sie den StatusIhrer gestarteten Projekte und passenSie dann Ihre Ziele und Ihr Vorgehenvon Zeit zu Zeit an. Nur das eigene Tun zählt Im Text sind die Arbeitshilfen „Kreis der Möglichkeitenzur Zielfindung“ (siehe Bild 8) sowie der „Leitplan zur Umsetzungsgestaltung“ (siehe Abschnitt 6.3) enthalten. Am Ende der Lektüre und nach Auseinandersetzung mit beiden Arbeitshilfen sehenSie Ihre Ziele und Vorgehensmöglichkeitenklarer. Dannentscheiden Sie, ob Sie diese alleine oder mit der Hilfe vonanderen realisieren. www.vdi.de

Digitaler Transformationsprozess inUnternehmen 35 Den Wandel gestalten Die digitale Transformationist kein Projekt, sondern eindauerhafter Prozess. Der Einstieg in die digitale Transformationerfolgt idealerweise über ein Projekt. Doch auch nach dessenEnde geht die Digitalisierung weiter. Die Schaffung einer Unternehmenskultur des kontinuierlichen Ausprobierens, Verbesserns und Lernensist die Grundlage für eine erfolgreiche digitale TransformationimUnternehmen. Literatur Christensen, C.M.: The Innovator's Dilemma: When NewTechnologies Cause Great Firms to Fail Management of Innovation and Change. Boston: Havard Business Review Press, 1997 Doppler,K.: Change Management: Den Unternehmenswandel gestalten. Frankfurt/M.: Campus Verlag, 2013 Forster, W.: Unternehmensentwicklung und Organisationsdynamik. Versucheiner „Geographie“ der Veränderungsdynamik. In: Organisationsentwicklung 2(1994),S.30-37 Frick, K.; Höchli, B.:Die Zukunft der vernetzten Gesellschaft. Neue Spielregeln, neue Spielmacher. Zürich: GDI, 2014 GDI Impuls 2008. Hilfe, mein Joghurt spricht!Wie der Trend zur „Hyperlocalität“ Dinge, Menschen und Orte zueiner neuen Realität verknüpft. Zürich: GDI,2008 Glasl, F.; Kalcher, T.; Piber, H.: Professionelle Prozessberatung.Das Trigon-Modell der sieben Organisationsprozesse. Stuttgart: Verlag Freies Geistesleben und Urachhaus Gronauer, B.; Nähler, H.: TRIZ as an amplifier for corporate creativityand corporate innovation ability. Berlin: ETRIA TRIZ Future Conference, Oktober 2015 McMunn, R.: Fail Fast, Succeed Faster: 5Keys To Success http://www.huffingtonpost.com/ryan-mcmunn/business-tips-fail-fast-succeed-faster_b_4_4549025.html Osterwalder, Al.; Pigneur, Y.: Business Model Generation–Ein Handbuch für Visionäre, Spielveränderer und Herausforderer. Frankfurt/M./New York: Campus Verlag, 2010 Osterwalder, A.; Pigneur, Y.:Value Proposition Design: Entwickeln Sie Produkte undServices, dieIhre Kunden wirklich wollen. Frankfurt/M./New York: Campus Verlag, 2015 Stark, R.; Krause, F.; Kind, C. et al.: Competinginengineeringdesign –The role of VirtualProduct Creation. In: CIRP Journal ofManufacturingScience and Technology3(2010), S. 175-184 Stetter, F.:Softwaretechnologie. Mannheim/Wien: BI Wissenschaftsverlag, 1987 VDI/VDE StatusreportChancen mit Big Data –Best Practice. September 2016. Düsseldorf: Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik VDI/VDE StatusreportGeschäftsmodelle für Industrie 4.0–Digitale Chancen undBedrohungen. Mai 2016. Düsseldorf: Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik Winkel, O.: Sicherheitinder digitalen Informationsgesellschaft. Bonn: Bundeshaus für politischeBildung,2001 Witschi, U.; Schlager, G.; Scheutz, U.: Projektmanagement inkomplexer werdenden Situationen. In: Organisationsentwicklung 17 (1998),S.76-87 www.vdi.de

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