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Todesschach

gebrauchen, damit ich

gebrauchen, damit ich nicht alt werde.« Sie gaben sich die Hände und trennten sich. Thorn sprang kurze Zeit später über den Trenngraben und sah sich nach einer geeigneten Deckung um. Es gab deren genug, denn Büsche und Bodensenken waren reichlich vorhanden. Seine Aufgabe wurde durch die Tatsache erleichtert, daß er nur den einen Graben zu bewachen hatte, da es nur zwei Felder gab. Aber auch hundert Meter waren zuviel, wenn man nur fünfzig übersehen konnte. Er fand am Hügelbeginn eine Gruppe von niedrigen und dichten Büschen, die ihm geeignet schien. Vorsichtig verwischte er seine Spuren im Sand und verkroch sich derart, daß er einen Teil des Grabens noch sehen konnte. Grams würde sein eigenes Feld gerade betreten haben und sich auf den Angriff vorbereiten. Es war ruhig und still. Außer dem Zwitschern einiger Vögel war nichts zu hören. Kein Zweig knackte. Eine Maus huschte dicht vor seinen Füßen vorbei und verschwand in ihrem Bau. Thorn begann zu ahnen, welche Nerven es kostete, bei einem richtigen Spiel mitzumachen. Diesmal ging es nur um die Ehre – oder um eine Tracht Prügel. Aber er würde Erfahrungen sammeln können, und vielleicht gelang es ihm sogar, Grams rechtzeitig zu entdecken. Das Warten wurde zur Qual. Thorn lag in seiner Deckung und ließ das Stück Graben, das er übersehen konnte, keine Sekunde aus den Augen. Grams 138

konnte nicht wissen, welches Stück er überwachte, somit stand die Chance, daß er unbemerkt auf das andere Feld gelangen konnte, fünfzig zu fünfzig. Immer noch zuviel. Während er darüber nachdachte, wie er diese Chance zu seinen Gunsten verändern konnte, kam ihm eine Idee. Natürlich, das war die Lösung! Er kroch aus den Büschen, auf den Graben zu. Er ließ sich hineingleiten und blieb ruhig liegen, um zu lauschen. Kein Geräusch, nichts. Vorsichtig sah er in beide Richtungen und atmete auf. Seine Spekulation war richtig gewesen. Er konnte den Graben nach beiden Seiten bis zum Ende übersehen – allerdings nur den Graben. Wenn Grams ihn überquerte, würde Thorn das zwar wissen, ihn aber wahrscheinlich sofort aus den Augen verlieren. Immerhin! Grams konnte auf keinen Fall unbemerkt in sein Feld gelangen. Und er würde auch Thorn nicht bemerken, außer er sprang genau auf ihn drauf. Thorn blieb regungslos liegen. Irgendwo im anderen Feld waren Geräusche, aber er konnte sie nicht identifizieren. Grams schien sich dem Graben zu nähern, ohne besonders vorsichtig zu sein. Wahrscheinlich unterschätzte er seinen Schüler. Thorn grinste, als er Grams erblickte. Der erfahrene Spieler stand geduckt am Grabenrand, durch einen Busch nur nach vorn gedeckt, nicht aber nach links, wo sein Gegner lag. Er wurde vorsichtiger, und nahezu geräuschlos ließ er sich in den Graben gleiten. 139

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(7ed., Springer, 2001)(ISBN 3540205098)(de)(O)(512s).
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