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Todesschach

Warten. Sie konnte nur

Warten. Sie konnte nur noch warten und hoffen, daß zwei Menschen, die sich in jeder Beziehung eng verbunden fühlten, auch in gleichen Bahnen dachten und handelten. * Breda leitete den Angriff auf den Grödig-Palast höchstpersönlich. Seiner Initiative war es zu verdanken, daß nicht das Militär eingesetzt wurde, sondern die geschulten Streitkräfte des Sicherheitsministeriums. Er rechnete mit hartem Widerstand der Grödigtreuen, wurde jedoch angenehm enttäuscht. Zwar eröffneten die Wachtposten das Feuer auf die Angreifer, aber Breda entdeckte sofort die hinter der Mauer aufgebauten Fernsehkameras, und als er das Programm einschaltete, erkannte er seinen eigenen Hubschrauber im Zentrum des Bildes. Wenn das die Idee eines Fernsehheinis ist, dann ist es eine gute Idee, dachte Breda und schwankte zwischen Bewunderung und Ärger. Immerhin jedoch wurden Menschenleben dabei gefährdet, und es handelte sich dabei nicht um Freiwillige. Die Sicherheitstruppen erwiderten das Feuer, und bald war ein regelrechtes Gefecht im Gange. Breda gab vom Hubschrauber aus seine Anweisungen. Zum Glück besaß die Palastwache keine Flugabwehrgeschütze. Die Gewehrkugeln prallten wirkungslos von 172

der starken Panzerung ab. Eine Stunde später stürmten die Angreifer den Palast und besetzten ihn. Es hatte nicht viel Verluste gegeben. Während sich die Ärzte um die Verwundeten kümmerten, landete Breda und begab sich sofort in den Palast. Oberst Rangel, Kern und Dr. Holgers waren festgenommen worden. Grödig hingegen war spurlos verschwunden. Breda betrachtete die drei Männer stirnrunzelnd, dann schickte er die Wachen aus dem Raum. »Wessen Idee war das?« erkundigte er sich ruhig. Kern warf Rangel einen Blick zu. Der Oberst sagte: »Es war meine Idee, Breda, aber ich glaube, die Unterstützung einiger weitdenkender Männer gefunden zu haben. Vielleicht handelten wir aus verschiedenen Motiven heraus, aber das dürfte nun wohl auch egal sein. Die Welt hatte ihre Show, mehr wollten wir nicht. Schade nur ist, daß Grödig Bescheid weiß und nicht mehr mitmachen wird. Das Spiel mit der Weltmacht ist beendet.« Breda schüttelte den Kopf. »Ich fürchte, es beginnt erst. Grödig ist geflohen.« Rangel starrte den Sicherheitsminister fassungslos an. »Geflohen? Das ist unmöglich. Wie sollte er aus dem Palast herausgekommen sein?« »Wir werden es herausfinden. Jedenfalls ist er verschwunden. Ich halte es für möglich, daß Leute der Untergrundbewegung ihre Hand im Spiel haben.« Er sah Kern an. »Wer sind Sie?« 173

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