Aufrufe
vor 1 Woche

Todesschach

würde, aber er kannte

würde, aber er kannte das Signal und die Parole. Es konnte keine Mißverständnisse geben. Das Lufttaxi brachte ihn in die Stadt. Das Hotelzimmer war bestellt, und auch hier war jeder Zufall ausgeschaltet worden. Die Untergrundbewegung verfügte über ausgezeichnete Verbindungen, wenn auch kaum einer den anderen kannte. Das Ziel jedoch war klar: Grödig sollte an die Macht gelangen. Seit einigen Monaten trieben sie mit ihm ihr unwürdiges Spiel. Der Mann aus der Vergangenheit mit seinen Phrasen und nationalen Parolen lebte im Regierungspalast und bildete sich ein, so etwas wie der Herr der Welt zu sein. Simulierte Fernsehsendungen täuschten ihn über alle Realitäten hinweg. Er saß hinter einem mächtigen Kommandopult, dessen Leitungen irgendwo in einem geheimen Schaltzentrum endeten. Er saß da und gab seine Befehle. Auf den Schirmen konnte er sich davon überzeugen, daß sie ausgeführt wurden. Einmal hatte er angeordnet, daß eine Gruppe von Touristen aus dem Süden, alles Farbige, verhaftet und wegen Spionage hingerichtet werden sollte. Ohne Verhandlung, ohne jeden ersichtlichen Grund. Die Schaltzentrale hatte ihm den Gefallen getan. Mit Hilfe alter Filme gaukelte man dem Diktator das grausige Schauspiel vor. Die Welt nahm Anteil an der makabren Komödie. Endlich einmal etwas anderes als die Spielfilme oder das Schachspiel. Da saß ein Mann in einem Palast 30

und bildete sich ein, die Welt zu regieren! Und er tat es in den Augen vieler nicht einmal so schlecht. Er praktizierte den … na, wie hieß es noch einmal? Ach ja: Faschismus oder so ähnlich. Oder Nationalismus. Aber das war ja egal. Wichtig war nur, daß man sich unterhielt. Und dann war die Untergrundbewegung entstanden, die Grödig wirklich zur Macht bringen wollte. Meist waren es junge Leute, die sich gegen die bestehende Ordnung auflehnten, die ihnen nichts mehr zu bieten hatte. Mit Spielen allein war die tödliche Langeweile und der Stillstand jeden Fortschritts nicht mehr zu bekämpfen. Grödig war ihre letzte Hoffnung. Wenn es aus dem Videospiel blutiger Ernst wurde, konnte die Welt aufgerüttelt werden. Thorn wußte, daß nur wenige in der Untergrundbewegung wirklich so dachten. Viele sahen in Grödig das Heil der Menschheit. Und natürlich sahen sie in ihm auch ihren eigenen Vorteil. Sie vertraten die Auffassung, daß nur eine harte und unerbittliche Hand Nord und Süd zusammenführen und die Welt wirklich einigen könnte. Thorn war der Untergrundbewegung beigetreten, weil allein ihre bloße Existenz seiner Meinung nach genügen mußte, die Völker und die Regierung zur Vernunft zu bringen. Darum unterstützte er sie. Im Hotel fand er die erwartete Botschaft vor. Sein Kontaktmann würde ihn noch heute abend aufsuchen und die Informationen entgegennehmen. Denn solche 31

Spielmagazin de - Carlit
Magazin Aspach 2015-10-25
Meine Nichte Julia - www.peter-nagy.de
Nummer 64 - Chess Evolution Weekly Newsletter
(7ed., Springer, 2001)(ISBN 3540205098)(de)(O)(512s).
Broschüre Expresslager SPRINGER
Newsletter
Jahrbuch_D1 TSV Großmehring 2016/2017
SVAktuell_17-18_08
Inhalt
syndicate-manuals
Hock-n-Roll Heft 9
CRONSBACH ECHO 1/2015
TomburgECHO 4-15/16
21/09/14 TuS Elm Sprengen
Unleashed - Ausgabe 14 - Gameswelt
Stand der Informationssammlung: 01.03.2013
PC Games Magazin Arma 3 (Vorschau)
PC Games Magazin Far Cry 4 (Vorschau)
Albert Einstein vom schwarzen Loch bis zur Fusion.
Ausgabe 51 - Gameswelt
review - Gameswelt
U-17-WM 2013 - Analyse (Stadler/Huemerlehner)
TSV Nachrichten
statistik v - Borussia Dortmund Handball
Sieben Meter - TV Gottmadingen