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Todesschach

man doch nicht

man doch nicht geheimhalten. Wir leben zusammen, vergiß das nicht. Ich hätte sicher bemerkt, wenn sie Verbindung zu diesen Leuten hätte.« Er griff sich an den Kopf. »Das wäre ja entsetzlich, wenn es stimmte! Ich werde sofort die Polizei benachrichtigen. Sie müssen Mira finden, und dann wissen wir es.« »Tu das, Thorn. Hilf ihr!« »Wenn das stimmt, was du sagtest, kann ihr niemand helfen, aber ich hoffe noch immer, es ist ein Irrtum. Wir haben einmal darüber gesprochen. Mira haßte diesen Grödig aus ganzem Herzen. Warum hätte sie mich so belügen sollen?« Er räusperte sich. »Du hörst von mir, sobald ich etwas weiß. Bis dahin – lebe wohl, Dora.« »Viel Glück, Thorn, und – hilf Mira!« Der Bildschirm erlosch. Thorn blieb vor dem Gerät sitzen. Von Technik verstand er nicht allzuviel. Er hatte keine Ahnung, ob es möglich war, ihn mit Hilfe des ausgeschalteten Visiphons zu beobachten. Auch wußte er nicht, ob man in der Wohnung eine Abhöranlage untergebracht hatte. Er mußte sich so benehmen, als sei das der Fall, wenn er auch nicht daran glaubte. Er ließ sich mit seiner zuständigen Polizeidienststelle verbinden und meldete Mira als vermißt. Als man die näheren Umstände erfuhr, riet man ihm, noch einen Tag mit der Anzeige zu warten. Der Dienststellenleiter war ein älterer Mann und machte einen vertrauenerweckenden Eindruck. Thorn bat, mit ihm persönlich sprechen zu dürfen und wurde für 44

den Nachmittag bestellt. Er nahm ein Bad und legte sich noch einige Minuten aufs Bett. Dann legte er seinen Nadler zu Miras Waffe, verschloß die Tür und ging die wenigen Schritte bis zur Polizeistation zu Fuß. Dort wurde er ohne Umschweife zu dem Mann geführt, den er vom Visiphon her schon kannte. »Nehmen Sie Platz, Mr. Thorn. Wir wollen nicht lange um den heißen Brei herumreden. Als Sie mir erzählten, was los sei, dachte ich mir gleich, was geschehen war. Der Verdacht Ihrer künftigen Schwägerin hat sich leider bestätigt. Ich erhielt soeben vom Sicherheitsministerium die Nachricht, daß eine Studentin Mira wegen Konspiration festgenommen worden sei. Ich kann Ihnen also nicht helfen, Mr. Thorn, so leid es mir auch tut. Der Fall überschreitet meine Kompetenzen. Außerdem wäre auch für Sie jeder Versuch einer Hilfeleistung sinnlos. Sie wissen, was für Strafen drohen, wenn jemand einer Organisation angehört, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Staatsordnung zu gefährden und sogar zu beseitigen.« Thorn starrte den Polizeioffizier fassungslos an. »Mira und eine Umstürzlerin! Das kann ich einfach nicht glauben. Auch dann nicht, wenn sie es selbst ihrer Schwester gegenüber geäußert hat. Glauben Sie, daß es möglich ist, den Sicherheitsminister zu sprechen?« »Breda?« Der Offizier schüttelte den Kopf. »Wohl kaum. Wenn der Fall klar ist, nützt Ihre Fürsprache 45

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