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Todesschach

nicht mehr. Der

nicht mehr. Der Transportteil der Rakete war in zwei große Räume unterteilt. Also noch immer die Trennung, wenn sie auch nur durch ein Gitter erfolgte. Etwa dreißig Männer waren es, die sich an diesem Gitter drängten und zu den Frauen hineinstarrten, von denen diesmal fünfzig an der Reise teilnahmen. Bemerkungen flogen hin und her, dann knackte der Bordlautsprecher und gab den Befehl, sich auf die Betten zu begeben und anzuschnallen. Der Start verlief glatt und ohne Komplikationen. Die Häftlinge konnten sich wieder frei bewegen, und sie nutzten diese relativ geringe Freiheit aus, sich gegenseitig bekanntzumachen. Mira wußte, was ihr auf Io bevorstand. Vielleicht war es gut, sich schon jetzt nach einem Beschützer umzusehen. Später würde sie weniger Zeit dazu haben. Trotz dieser Absicht hielt sie sich im Hintergrund und wartete erst einmal ab. Sie beobachtete die Männer und ihre Annäherungsmethoden. Einige der Frauen standen beim Gitter und unterhielten sich. Erste Zärtlichkeiten wurden ausgetauscht. Das Leben war kurz, und es würde auf Io auch nicht schön sein. Ihr fiel ein kräftig gebauter Mann auf, der sich nicht um die Zeremonie des Kennenlernens kümmerte, sondern ruhig auf seinem Bett sitzenblieb. Er mochte an die Vierzig sein, hatte dunkle Haare und sah gut aus. Etwas in seinen Augen gefiel Mira, und als sich zufällig ihre Blicke kreuzten, wußte sie, daß sie einen Freund gefunden hatte. 64

Immerhin dauerte es zwei Tage, ehe sie das erste Mal miteinander sprachen. Er hatte in der Nähe des Trenngitters gestanden und nach ihr gesucht. Als sich ihre Blicke kreuzten, nickte er ihr fast unmerklich zu. Sie kam zu ihm. »Bitte, denken Sie nicht schlecht von mir«, sagte er zögernd und etwas verlegen, wie ihr schien. »Es ist nur … auch Sie haben sich bisher zurückgehalten und waren nicht so schnell wie die anderen. Das hat mir gefallen.« »Sie handelten genauso.« »Eben!« Er reichte ihr die Hand durch das Gitter. »Ich heiße Aleks und bin Physiker … gewesen. Aber vielleicht brauchen sie welche auf Io, in der Kolonie. Wer sind Sie und warum sind Sie hier?« »Mira, Studentin der Sozialwissenschaften.« Er hob die Hand. »Dann brauchen Sie mir nicht zu sagen, warum Sie hier sind, ich kann es mir denken. Grödig! Seien Sie mir nicht böse, aber ich halte nichts von ihm, obwohl er die Auflösung der Kolonie auf Io versprochen hat, falls er an die Macht kommt. Wissen Sie auch, was er dann tun würde?« Sie schüttelte den Kopf. »Die Antwort liegt in der Gegenfrage: Was, glauben Sie, macht er mit seinen Gegnern? Wird er sie frei herumlaufen lassen?« Sie hatte keine Lust, sich weiter über ein Thema zu unterhalten, das ihr unangenehm war. Es gab Gründe für sie, Grödig zu unterstützen, aber es hatte 65

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