Aufrufe
vor 1 Woche

Todesschach

mandant wandte sich an

mandant wandte sich an die neuen Sträflinge. Er hatte eine klare Stimme. Und er machte es kurz. »Willkommen auf Io. Sie werden bald feststellen, daß es hier auszuhalten ist, wenn Sie die Regeln beachten. Dies ist ein Auffang- und Verteilerlager. Sie bleiben nicht lange hier. Morgen erhalten Sie Formulare und Antragsbogen, dazu einen Plan der verschiedenen Arbeitsstätten auf Io. Es liegt an Ihnen, sich Ihren künftigen Wohnort auszusuchen, falls Sie die notwendigen Qualifikationen besitzen. Sie werden die kommende Nacht in der Quarantänestation verbringen, morgen werden Ihnen Quartiere zugeteilt. Außerdem stehe ich morgen zu persönlichen Beratungen zur Verfügung.« Er überflog die vor ihm Stehenden mit einem letzten Blick und nickte einem Sergeanten zu. »Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht.« Er sah noch einmal in Miras Richtung, dann drehte er sich um und verschwand in der Administration. Der Sergeant, der sie zur Quarantänestation brachte, war ein älterer Mann, der keinen bösartigen Eindruck machte. Zwar trug auch er das typische Kennzeichen der Bewacher, den Elektroschocker, aber er schien nicht die Absicht zu haben, ihn einzusetzen. Mira ging neben Aleks. »Der Kommandant – er sah mich so komisch an. Ich fürchtete schon …« »Ein Mann, der sich alle Wünsche erfüllen kann, wird verwöhnter, Mira. Er nimmt sich nichts mit Gewalt, sondern er wartet, bis es von selbst zu ihm kommt. Überhaupt scheint es hier im Lager doch ei- 72

ne Spur von Gesetz und Ordnung zu geben.« »Das beruhigt mich«, gab Mira zu. »Warten wir aber, was der morgige Tag bringt. Vielleicht bleiben wir doch zusammen.« In der ersten Nacht jedenfalls blieben sie es nicht. Männer und Frauen wurden in zwei Wohnhäusern getrennt untergebracht. Zwar standen keine Wachen vor den Eingängen, aber im Lager patrouillierten Posten. Der Sergeant, der sie an ihren Bestimmungsort brachte, erklärte kurz die Lage der Schlafräume und sanitären Anlagen, dann wünschte er eine angenehme Nacht und verschwand. Mira legte ihre Sachen auf das ihr zugewiesene Bett und setzte sich. Sie fühlte sich ohne Aleks allein und verlassen, obwohl sie sich über ihre Mitgefangenen nicht beklagen konnte. Mehrere von ihnen waren verurteilt worden, weil sie der Grödig-Organisation angehört hatten, aber Mira hatte noch keine von ihnen vorher gesehen. Das war nicht ungewöhnlich, denn der Kontakt zwischen den Verschwörern war locker und fand nur unter größter Geheimhaltung statt. Nur so konnte Verrat weitgehend ausgeschaltet werden. Daß es ihn trotzdem gab, hatte Mira am eigenen Leibe erfahren müssen. Sie hatte sich vorgenommen, den Namen Derek Fall niemals zu vergessen. An diesem ersten Abend schlief sie erst spät ein, obwohl der Tag anstrengend genug gewesen war. Als der Morgen graute, heulte eine Sirene – das Zeichen zum Aufstehen. Waschen, Anziehen, Früh- 73

Spielmagazin de - Carlit
Magazin Aspach 2015-10-25
Nummer 64 - Chess Evolution Weekly Newsletter
Meine Nichte Julia - www.peter-nagy.de
(7ed., Springer, 2001)(ISBN 3540205098)(de)(O)(512s).
Broschüre Expresslager SPRINGER
Newsletter
Jahrbuch_D1 TSV Großmehring 2016/2017
SVAktuell_17-18_08
Inhalt
syndicate-manuals
TomburgECHO 4-15/16
21/09/14 TuS Elm Sprengen
Hock-n-Roll Heft 9
CRONSBACH ECHO 1/2015
Unleashed - Ausgabe 14 - Gameswelt
Stand der Informationssammlung: 01.03.2013
PC Games Magazin Arma 3 (Vorschau)
PC Games Magazin Far Cry 4 (Vorschau)
Albert Einstein vom schwarzen Loch bis zur Fusion.
Ausgabe 51 - Gameswelt
review - Gameswelt
U-17-WM 2013 - Analyse (Stadler/Huemerlehner)
TSV Nachrichten
statistik v - Borussia Dortmund Handball
Sieben Meter - TV Gottmadingen