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BESTANDSAUFNAHMEN ZU INKLUSION

SCHRIFTEN ZU DISABILITY & DIVERSITY VOL. 2 | 03/2018 Im Rahmen der Lehrveranstaltung Bildung: Teilhabe und Inklusion

KANN SPORT INKLUSIV

KANN SPORT INKLUSIV SEIN? der Gruppe Inklusives Natursporterleben trifft dies so nicht mehr zu (Painsi, 2017). Wie bildet sich Inklusion in den Angeboten ab? Die Angebote orientieren sich an dem Grundsatz, dass jede/jeder daran teilnehmen kann; Nicht nur AV-Mitglieder. Durch das Angebot einer Tagesversicherung ist dies möglich. Diese [Anm. die Angebote] werden stark genutzt. 2017 gab es das Angebot, gemeinsam an einem Acro-Yoga Workshop teilzunehmen. (Anm.: Acro-Yoga ist eine Mischung aus Akrobatik und Yoga, welche zu zweit durchgeführt wird). Einer der Teilnehmer wollte sich beteiligen, hat sich aber gegen die Teilnahme an den Übungen als solches ausgesprochen, da er sich damit nicht wohl fühlte. Er übernahm die Aufgabe, den Workshop fotografisch zu begleiten. Daran zeigt sich die Ausrichtung der Gruppe, sich nicht der Beeinträchtigung anzupassen, sondern sich an dem Willen der Personen zu orientieren (Painsi, 2017). Was sind die Herausforderungen für die Gruppe, wo gibt es Schwierigkeiten bzw. Potentiale? Wie schon erwähnt, hat die Gruppe einen anderen Zugang zur Mitgestaltung der Angebote, als der restliche Alpenverein. Die Nachfrage bestimmt im Wesentlichen auch das Angebot. Durch die Erfahrungen persönlich betroffener AV-Mitglieder wurde sichtbar, dass entsprechende Angebote geschaffen werden müssen, um allen an Natursport interessierten Menschen einen geeigneten Zugang zu verschaffen. Es ist naheliegend, die Zielgruppe mit einzubinden. Sie sind Experten in eigener Sache und wünschen sich mitzuarbeiten. Strukturelle Barrieren finden sich im Budget und im Standing im Alpenverein als solches. Die große Struktur des Alpenvereines bietet natürlich auch viel Potential. Zunächst ist jedoch wichtig, im eigenen Verein Öffentlichkeitsarbeit zu leisten. 2017 gab es das erste Netzwerktreffen inklusiver Gruppen des Alpenvereins in Österreich. Es hat lange Zeit gedauert dies auf den Weg zu bringen, zeigt aber auch, dass sich etwas tut und es motivierte Leute im Alpenverein gibt, die daran arbeiten, die Wichtigkeit der Inklusion im Verein zu fördern. Zu den Angeboten selbst gilt zu sagen, dass es immer sowohl interne als auch externe Kooperationspartner braucht, die auf ihrem Gebiet fachkompetent sind, aber auch soziale Kompetenzen und die nötige Empathie mitbringen (Painsi, 2017). 4. Praxisbeispiel 2: Sport für Starke – Inklusions- und Integrationsprojekt Das Inklusions- und Integrationsprojekt der SPORTUNION Kärnten „SPORT FÜR STARKE“ ist ein Bewegungsprojekt für eine ganz besondere Zielgruppe. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit und ohne Behinderung sollen zu mehr Bewegung motiviert, angeleitet und begleitet werden. Das Projekt richtet sich an all jene Kinder, die Kraft zum Bewältigen ihres Alltags benötigen. Es bietet Kindern die Chance, Sport als ihre Ressource zu entdecken und unterstützt sie bei den ersten Schritten, um Kontakt zu den Vereinen herzustellen. Die Kinder sollen Sport als verbindendes Element erleben und Barrieren, die den Kontakt miteinander verhindern, abbauen. Projektziel ist die Inklusion und Integration von Kindern und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf sowie junger Erwachsener mit Einschränkungen in den Fit- und Gesundheitssport der Vereine der Sportunion Kärnten (Sportunion Kärnten, 2017). 22

KANN SPORT INKLUSIV SEIN? Folgende Kooperationsvereine arbeiten derzeit am Projekt „Sport für Starke“ mit (Sportunion Kärnten, 2017): Reitverein Stall Wildegg SuperKids – Kinder sind die geborenen Yoginis Diözesansportgemeinschaft (DSG) Dance-Industry Alpenverein Klagenfurt Fantastico Sport-Abenteuer-Camp horsense – Verein für Therapeutisches Reiten Schwimm Aktiv Club Carinthian Body 'n' Dance Fechten – Training & Schnuppertraining. Im Folgenden gibt Denise Kolbitsch, Leiterin des Vereins horsense, einen Kurzeinblick in ein Projekt „Sport für Starke“: Im Schuljahr 2017/18 kommen zwei Timeoutklassen zweier verschiedener Schulen aus der Umgebung Villach und Villach- Land zum integrativen Reiten bzw. zum Bewegungsprogramm mit dem Pferd. Der Verein bietet zwei Sparten des Therapeutischen Reiten an: Integratives Reiten und Heilpädagogisches Reiten und Voltigieren. Zusätzlich werden Reitunterricht, Voltigieren, Ferienbetreuung, Kutschenfahrten und vieles mehr angeboten. Im Leitbild des Vereins horsense steht der Inklusionsgedanke an oberster Stelle (Kolbitsch, 2017). Auf der Suche nach verschiedenen Qualitätszertifikaten stieß der Verein auf die Sport Union und deren Projekte. So entstand die jetzige Kooperation zwischen den beiden Vereinen (Kolbitsch 2017). Die größte Herausforderung für das Team von horsense war, sich dem bürokratischen Aufwand zu stellen, der unbezahlt geleistet werden muss. Der Kostenbeitrag, der von der Sport Union geleistet wird, ist in Relation zu den eigentlichen Kosten, die beim Therapeutischen Reiten oder Integrativen Reiten entstehen, nicht deckend. Trotzdem entschied sich horsense an diesem Projekt teilzunehmen. Der Hintergrundgedanke ist ein einfacher: der Verein horsense möchte auch benachteiligten Kindern, die sich aus verschiedenen Gründen den Reitsport bzw. Bewegung mit und um das Pferd oder therapeutisches bzw. integratives Reiten nicht leisten können, dies ermöglichen. Daher wird ein Teil der Arbeit ehrenamtlich geleistet (Kolbitsch, 2017). Die Schulen, PädagogInnen und Eltern freuen sich sehr über dieses Angebot. Wie bereits erwähnt, nahmen im Schuljahr 2017/18 bereits zwei Schulen an diesem Projekt teil. Und für das kommende Schuljahr gibt es bereits Anfragen von drei weiteren Schulen (Kolbitsch, 2017). Sport und Bewegung stehen bei den Einheiten des Vereins horsense im Vordergrund. Dass ein Pferd die Einheiten begleitet, macht es der Trainerin und den PädagogInnen leichter, die Kinder zur Bewegung zu motivieren. Des Weiteren kann das Einhalten von Grenzen besser vermittelt werden. Das Pferd reagiert unmittelbar im Hier und Jetzt und die Kinder der Timeout-Klassen merken sofort, wenn ihr Verhalten den Rahmen sprengt. Der positive Lerneffekt passiert dadurch, dass das Pferd nicht nachtragend ist. Das heißt, die Kinder haben die großartige Chance, aus ihren Fehlern zu lernen ohne dass ihnen etwas Nachgetragen wird (Kolbitsch, 2017). 23

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