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Binnenschifffahrt April 2018

Binnenschifffahrt April 2018

Karsten Kunibert

Karsten Kunibert Krüger-Kopiske SCHIFFFAHRT IM 21. JAHRHUNDERT Broschur · 16 x 24 cm · 256 Seiten zahlr. Grafiken und Tabellen € (D) 19,95 | € (A) 20,55 | SFr 27,90 ISBN 978-3-7822-1300-4 Die weltweite Schifffahrt steckt seit nunmehr fast zehn Jahren in ihrer schwersten Krise überhaupt – mit den für alle Beteiligten fatalen Folgen. Dieses Buch beschreibt die Ursachen der Lage und benennt die Fehler der letzten Jahrzehnte auf Seiten der Reeder, der Werften, der Banken und der Politik. Es zeichnet ihre teils gegensätzlichen Interessen nach und skizziert Wege aus der Krise. Der Titel leistet somit einen wertvollen Beitrag zu der notwendigen Diskussion über die Schifffahrt im 21. Jahrhundert. koehler-books.de

Editorial Krischan Förster Chefredakteur Mit Rückenwind fährt’s sich leichter Ihr Einsatz ist unbezahlbar. Deshalb braucht sie Ihre Spende. www.seenotretter.de Die Zweite Schleuse Zerben ist eröffnet, eine beschleunigte Planung fürs neue Schiffshebewerk Scharnebeck beschlossen. Es tut sich etwas an den deutschen Wasserstraßen. Allerdings handelt es sich in beiden Fällen um den »normalen« Fortgang, also um keine außergewöhnlichen Vorgänge. So sehr diese Millionen-Projekte auch hilfreich sind und auch noch sein werden, es liegt Vieles im Argen. Die Diskussion um die Liegeplätze vor Köln reißt nicht ab und auch das Fehlen von Nischenpollern in den Schleusen des Wesel-Datteln-Kanals zeigen, wie sehr die Mängel bei der Infrastruktur im alltäglichen Betrieb die Binnenschifffahrt beeinträchtigen. Dafür mag es nicht die eine Ursache geben, ebenso gibt es wechselnde Zuständigkeiten. Doch an diesen jüngsten Meldungen ist abzulesen, wie groß der Handlungsdruck mittlerweile geworden ist. Es wird daher spannend zu sehen sein, ob der neue Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) vor den versammelten Vertretern aus Binnenschifffahrt und Binnenhäfen willens und in der Lage ist, einen Impuls zu setzen – demnächst schon bei einem gemeinsam von den beiden Berufsverbänden organisierten Parlamentarischen Abend in Berlin. Die Erwartungen jedenfalls sind hoch. Scheuers Vorgänger Alexander Dobrindt, bekanntlich eher ein Freund des »Digitalen«, von Maut-Konzepten auf der Straße und einer erheblichen Kostenentlastung für die Staatsbahn, hatte bei ähnlicher Gelegenheit wenigstens eine hübsche Summe Geld für das Schulschiff »Rhein« im Gepäck. Mal sehen, was Scheuer aus dem Hut zaubert. Davon einmal abgesehen, wäre schon viel gewonnen, wenn das CSUgeführte Ressort, das in Person des Ministers und auch des Staatssekretärs Enak Ferlemann von der CDU mit alten Bekannten besetzt ist, mehr noch als in der Vergangenheit die Sorgen, aber auch Forderungen des Gewerbes versteht und in die politische Arbeit einfließen lässt. Ergo: für eine verlässliche Unterstützung sorgt und dabei das zweifellos vorhandene Potenzial nicht nur erkennt, sondern auch (besser) nutzt. Das vergangene Jahr hat einen leichten Zugewinn bei der Güterbeförderung über Deutschlands Wasserstraßen gesehen, der Kreuzfahrtsektor boomt wie nie zuvor und generiert eine wachsende Wertschöpfung entlang des Rhein und Main, der Mosel, Donau und Elbe. Es tut sich also etwas. Mit ein bisschen mehr Rückenwind würde es sich künftig noch ein bisschen leichter fahren lassen. Viel Spaß beim Lesen wünscht Aktuelle Informationen unter www.binnenschifffahrt-online.de Die Seenotretter_DGzRS_100x297_Version2_sw.indd 1 24.0 Binnenschifffahrt – ZfB – 2018 – Nr. 4 3