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Binnenschifffahrt April 2018

Binnenschifffahrt April 2018

Seehäfen | Shortsea

Seehäfen | Shortsea Foto: neska neska stellt vier neue Zuglinien auf Der Transport von Gütern und Waren in Containern gewinnt weiter an Bedeutung. Entsprechend steigt der Verkehr mit den Universal-Boxen stetig an. Alternative Transportmittel wie Bahn und Schiff werden dabei immer wichtiger Von Martin Heying Die in Köln beheimatete neska Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH, respektive die CTS Container Terminal GmbH als operative Tochter, kombiniert schon seit Jahrzehnten die Verkehrsträger für einen optimalen Waren- und Güterfluss. Zahlreiche Schifffahrts- und Bahnlinien versorgen schon jetzt das europäische Binnenland und bringen Produkte zu den großen Seehäfen. Um dem steigenden Warenverkehr Rechnung zu tragen zu können, ohne den Straßenverkehr weiter zu belasten, werden vier neue Bahnlinien in Zukunft das Netz der neska verstärken. Attraktiv für die Verlader ist der Umschlag im Kölner Hafen, denn hier besteht ein direkter Anschluss an das Netzwerk der neska-Gruppe mit schneller Weiterleitung in die Westhäfen nach Rotterdam, Antwerpen und Moerdijk, aber auch rheinaufwärts über die Mosel nach Mertert in Luxemburg. Auch von den Seehäfen ins Hinterland ist mit Umschlag in Köln die Attraktivität der neuen Linie hoch: Diverse Ladungen, Tankcontainer, Wechselbrücken und Mega-Trailer sind auf diese Weise direkt mit dem Seeverkehr verbunden. Eine neue Verbindung besteht seit Oktober 2017. Die Linie im Auftrag der ungarischen GySEV verbindet Budapest mit Köln. Abgefertigt wird der Zug am Westkai. Die Ladung besteht aus Trailern, Megatrailern, Containern und Tankcontainern. In Budapest besteht ein Anschluss an diverse Zuglinien nach China. Derzeit verkehrt die Linie dreimal in der Woche. Seit November letzten Jahres ist auch das italienische Busto Arsizio angebunden. Im Auftrag der HGK fertigt die neska die Linie für den Kunden Hupac am Terminal Köln-Nord ab. Die Ladung besteht auch hier im Wesentlichen aus Containern, Tankcontainern, Wechselbrücken und Trailern. Ab April soll die Linie auf acht Umläufe in der Woche erweitert werden. Seit dem Februar bringen Züge einer weiteren Linie Hausmüll aus Italien zur Müllverbrennungsanlage in Köln. Es handelt sich um einen wöchentlich verkehrenden Zug mit je 66 Containern (20’’). Abgefertigt wird die Linie am Terminal Köln Nord (TKN) im Auftrag der HGK. Die Hauptstrecke zieht eine Lok der italienischen Mercitalia / TX, die sogenannte »letzte Meile« übernimmt die Rheincargo. Ebenfalls seit Februar fährt eine neue Zuglinie nach Curtici in Rumänien. Dreimal in der Woche wird sie im Auftrag von TX am Westkai abgefertigt. Zusammen mit den bereits bestehenden Zuglinien, zum Beispiel fünfmal wöchentlich nach Rotterdam oder fünfmal wöchentlich nach Valencia in Spanien oder auch die Kurzlinie zur Knapsack in Hürth, steht den Verladern ein großes Güterlinienverkehrsnetz ab, nach und über Köln zur Verfügung. M 44 Binnenschifffahrt – ZfB – 2018 – Nr. 4

Seehäfen | Shortsea BREMEN/BREMERHAVEN Containerumschlag rückläufig Beim Conainerumschlag im Doppelhafen Bremen-Bremerhaven gab es auch zu Jahresbeginn 2018 weitere Einbußen. In den ersten zwei Monaten wurden 876.000 TEU verladen. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres entspricht das einem Rückgang von –4,5 %. Die gleiche Tendenz gab es bei Massen- (–16,9%) und Stückgut (–2,3%). Lediglich der Automobilumschlag entwickelt sich erfreulich. Es wurden im Januar und Februar 339.170 Einheiten verladen. Das entspricht einem Plus von 1,1% gegenüber 335.608 Fahrzeugen im Vorjahreszeitraum. M Vorankommen mit NACH KOLLISION Südschleuse in Kiel wieder frei Nach erfolgreicher Bergung des zerstörten Schleusentores in Kiel-Holtenau ist planmäßig ein Reserveschleusentor eingebaut worden. Damit steht der Schifffahrt die große Südkammer wieder zur Verfügung. Am 19. Februar war kurz vor Mitternacht das aus dem Nord-Ostsee-Kanal (NOK) kommende Containerschiff »Akacia« mit dem fördeseitigen Schleusentor der großen Südkammer kollidiert. Der Schifffahrt stand deshalb fast sieben Wochen lang nur die große Nordkammer und damit nur eine von vier Kammern für die Schifffahrt zur Verfügung. Das zerstörte Schleusentor wurde in zwei Teile zerschnitten und entfernt. Beide Torhälften stehen nun in einer Werft und werden ingenieurfachlich begutachtet, ob eine Reparatur oder ein Torneubau erforderlich ist. Nach der Kollision hatte es zum Teil chaotische Zustände gegeben. Zeitweise mussten Schiffe auf der Förde mehr als zwölf Stunden auf einen Platz in der Schleuse warten. Der 98,6 km lange NOK ist die meist befahrene künstliche Seeschifffahrtsstraße der Welt. M JADEWESERPORT Neue Verbindungen per Bahn Die TFG Transfracht bindet den JadeWeserPort an alle 20 Terminals ihres Zugnetzwerkes an. Der AlbatrosExpress verkehrt künftig flächendeckend im Im- sowie Export mit erhöhten Frequenzen bis zu sechs Verbindungen pro Woche. Damit bietet der Spezialist im Seehafenhinterlandverkehr 20 zusätzliche Abfahrten und insgesamt über 100 Verbindungen pro Woche für Transporte zwischen Wilhelmshaven und den wichtigsten Wirtschaftszentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz. »Wir freuen uns, unser Leistungsangebot in Richtung der Nordhäfen zu erweitern und somit die steigende Anfrage nach Transporten von und zum JadeWeserPort zu bedienen«, erklärt Bernd Pahnke, Geschäftsführer der TFG Transfracht. Das Unternehmen ist Marktführer im containerisierten Seehafenhinterlandverkehr von und zu deutschen Seehäfen. Mit dem AlbatrosExpress-Netzwerk verbindet das Unternehmen der Deutsche Bahn AG die Häfen Hamburg, Bremerhaven, Wilhelmshaven und Koper mit über 15.000 Orten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. M Nord- und Westdeutsche Bunker GmbH Ihr Bunker-Service-Partner auf Deutschlands Wassertraßen Koreastrasse 7 | 20457 Hamburg Telefon +49 (40) 37004 9599 E-Mail verkauf@nwb-bunker.de www.nwb-bunker.de Binnenschifffahrt – ZfB – 2018 – Nr. 4 45