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Kulturama Journal Nr. 2 / April 2018

Wir geben einen Einblick in die Sonderausstellung «Wie viel Urzeit steckt in dir?», stellen Paul Muggler, unseren Museumsgründer vor und liefern Facts & Figures aus unserem Museumsalltag.

Fortsetzung

Fortsetzung Sonderausstellung Einige Fragen werden geklärt, andere bleiben offen, weitere entstehen. Sie machen das Jetzt und damit die eigene Lebenszeit als eine Momentaufnahme im Fluss der Geschichte sichtbar. Die grösste Inspiration für die Inhalte dieser Eigenproduktion sind unsere täglichen Erlebnisse mit Besucherinnen und Besuchern im Museum. In der Sonderausstellung greifen wir daher speziell jene Fragen auf, die vom Publikum häufig gestellt werden, oder nicht so einfach verständliche Themen. Durch Bezüge zu Gegenwart und Zukunft wird die Urzeit aktuell, persönlich und relevant. Die zahlreichen interaktiven Stationen ermöglichen individuelle Erfahrungen, Überlegungen und Einsichten, die einen Denkprozess anstossen. Mit dem Thema Urzeit würdigen wir auch den 100. Geburtstag unseres Museumsgründers Paul Muggler (1917–2006). Er leistete Pionierarbeit in Museumspädagogik und gründete das Kulturama eigens für Bildung und Vermittlung. «Was hat die Urzeit mit unserem eigenen Leben zu tun? Sie scheint weit weg zu sein – aber in evolutionären Zeiträumen gedacht, ist sie sehr nah.» Bei der Museumseröffnung 1978 fragte er die Besucherinnen und Besucher mit Spiegeln: Woher kommst du? Wohin gehst du? Dabei geht es um die Menschheit als Ganzes und um den Menschen als Individuum. Bis heute haben wir über 12 000 museumspädagogische Angebote für alle Altersstufen durchgeführt. Würdigung Paul Muggler – Rede von Regine Aeppli «Ein Mensch mit riesigem Wissens- und Forschungsdrang» Paul Muggler, Museumsgründer und Stifter des Kulturama, wäre am 18. September 2017 100 Jahre alt geworden. Regine Aeppli, ehemalige Bildungsdirektorin des Kantons Zürich, würdigte sein Leben und Werk als Sammler und Vermittler. Sie nannte Paul Muggler «einen Menschen mit aussergewöhnlichen Gaben, einem riesigen Wissens- und Forschungsdrang und einem herausragenden pädagogischen Talent.» Er war zielstrebig und anspruchsvoll, besonders wenn es darum ging, sein grosses Lebensziel umzusetzen, die Evolution des Lebens auf der Erde sicht- und begreifbar zu machen. Unter dem Begriff KULTURAMA stellte Paul Muggler die Entstehung des Lebens auf der Erde von der Urzelle bis zur Biologie des Menschen dar. Dabei ging es ihm auch darum, die paläontologische Vielfalt der Schweiz und die Urzeit unseres Landes zu dokumentieren und vermitteln. Er präsentierte und kommentierte dem Publikum seine Objekte und Bildtafeln in Gemeindesälen, Schulhäusern und in Einkaufszentren. Seine Ausstellungen waren von Beginn weg sowohl naturhistorisch als auch naturwissenschaftlich ausgerichtet. Am 18. Mai 1978 war es soweit: Paul Muggler eröffnete das 1. Museum KULTURAMA in Wiedikon. Es war weltweit eines der ersten Evolutionsmuseen. Grundstock der Einrichtung bildeten die Gegenstände der Wanderausstellungen: «Der Mensch in der Urzeit» und «der Mensch von der Zeugung bis zum Tod». Regine Aeppli erinnerte an Paul Mugglers 88. Geburtstag: Damals überreichte ihm Monika Weber, ehemalige Schulvorsteherin der Stadt Zürich, Regine Aeppli an der Vernissage vom 18.9.2017 die Ehrenmedaille für sein Lebenswerk. Sie würdigte damit sein Verdienst, Generationen von Schülerinnen und Schülern und wissensdurstigen Erwachsenen in die Geschichte der Entstehung des Lebens auf der Erde eingeführt zu haben. Foto: Josef Stücker

Spendenaufruf Die Phönizier haben das Geld erfunden – warum bloss so wenig?! Johann Nepomuk Nestroy Fotos: https://www.btn-muenzen.de/geld-stinkt-warum-riechen-muenzen (Jan.2017) Will man etwas erwerben, das man nicht selber finden oder herstellen kann, braucht man Geld. Geld in Form von Silberringen und -barren kennt man seit ungefähr 2000 v. Chr. Davor war unseren Vorfahren nur ein Tauschgeschäft möglich. Auch das Opfern für eine Gottheit war ein Tausch: Man opferte einen Stier und hoffte, dass sich die Herde vermehrt oder dass der Regen kommt. Der Ablasshändler im Mittelalter versprach gegen eine Geldspende einen Einzug ins Himmelreich. Naturvölker verwendeten für das Tauschgeschäft Naturalien. Das konnten Stoffe, Tierzähne, Früchte, Haustiere oder Salz sein. Auf der Karolineninsel Jap wurde bis 1931 Steingeld verwendet: durchbohrte Kalksteinscheiben mit einem Durchmesser bis zu vier Metern. Sie kamen aus fünfhundert Kilometer entfernten Steinbrüchen, ein Umstand, der das «Geld» kostbar machte. Aus: Erfindungen, die unser Leben veränderten. Geschichtlicher Abriss. Paul Muggler. 1993. Zu beziehen in unserem Museumsshop. Heute kennen wir Münzen, Papiergeld und Karten. Welche Art Sie auch wählen, als privat geführtes Museum nehmen wir Ihre Spende in jeder Form sehr gerne entgegen. Sie unterstützen uns damit, weiterhin Wissen und Wissenschaft in verständlicher Weise zu vermitteln. Unser Museum ist für Gross und Klein – und so sind wir auch dankbar für grosse und kleine, regelmässige und einmalige Beiträge. Verwenden Sie bitte den beigelegten Einzahlungsschein oder überweisen Sie uns den Betrag auf folgendes Konto: PC 85-305644-2 CH 28 0900 0000 8530 5644 2 Kulturama-Stiftung Museum des Menschen 8032 Zürich Die Spenden sind steuerbefreit. Auf Wunsch stellen wir Ihnen gerne eine Spendenbestätigung zu. Herzlichen Dank! Ihr Kulturama Museum des Menschen

Kulturama Journal Nr. 1 / März 2017