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physio-Journal I 1/2018

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VORGESTELLT KONGRESSBERICHT © John Smith – Fotolia.com RÜCKBLICK AUF DEN Text: Klaas Stechmann 7. WELTKONGRESS ZUM FASZIEN- DISTORSIONS-MODELL (FDM) 2017 Contest in die zweite Runde und Interessenten können sich bei der EFDMA informieren. Neben FDM spezifischen Themen ging es auch um die allgemeine Faszienforschung, welche von führenden Rednern wie Robert Schleip, Jap van der Waal oder Jean-Claude Guimberteau vertreten wurde. Im September 2017 fand in Köln der 7. Internationale FDM Weltkongress statt. Über 300 Teilnehmer aus verschiedenen Teilen der Welt trafen sich, um an den Workshops und Vorträgen teilzunehmen und um sich auszutauschen. Neben vielen deutschsprachigen Besuchern waren auch verschiedene Delegationen aus den USA, Japan Ost- und Westafrika angereist. Der Kongress stand unter dem Zeichen „New Ideas?!“, was gleich zur Eröffnung deutlich wurde. Die hervorragende Organisation des Kongresses, sowie die Gestaltung des Rahmenprogrammes ermöglichte einen fruchtbaren interdisziplinären Austausch zwischen allen Teilnehmern, egal ob FDM Veteran oder Neuling. Der erste Kongresstag begann mit praktischen Workshops bei denen es um die Behandlung spezieller Beschwerdebilder ging, die im Praxisalltag anspruchsvoll sein können. So ging es um Ischialgien, Distorsionen des Fersenpolsters, sowie spezielle Behandlungsansätze bei Knie- und Rückenschmerzen. Auch in die Vorträge wurden innovative Ansätze eingebunden. So wurde beispielsweise aufgezeigt, welche Rolle das FDM bei der Behandlung von Asthma und Atemwegserkrankungen, sowie in der Pädiatrie und Psychiatrie spielen kann. Löblich war die Veranstaltung eines Case Report Contest, bei dem aus mehreren eingereichten Einzelfallstudien die beste prämiert wurde. Dadurch wurde ein Anreiz geboten, sich unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Kriterien mit dem FDM auseinander zusetzen. Aktuell geht der Case Report 40 physio-Journal

KONGRESSAUSBLICK VORGESTELLT AUSBLICK AUF DEN Text: Klaas Stechmann FASCIA RESEARCH CONGRESS (FRC) 2018 IN BERLIN So ist dieses Jahr der Evolutionsbiologe Daniel Liebermann, welcher hierzulande auch als „Barfuß-Professor“ bekannt ist, mit von der Partie. Zum Programm gehören wie jedes Jahr auch Workshops, welche vor dem eigentlichen Kongress stattfinden. Diese halb- und ganztägigen Workshops sind insbesondere klinischer Natur und beschäftigen sich mit speziellen Fragestellungen der Behandlung und Diagnostik. Zusätzlich gibt es Intensivseminare zur Anatomie, welche bis zu drei Tage andauern. Der Veranstaltungsort hierfür ist das Plastinarium in Guben, welches die Wirkungsstätte des „Körperwelten“ Gründers Gunter van Hagens ist. Vom 14.–16. November 2018 findet der Fascia Research Congress zum ersten Mal auf deutschem Boden statt. Während die letzten beiden Kongresse 2015 und 2012 in Nordamerika stattfanden, findet der FRC wieder seinen Weg zurück auf den europäischen Kontinent. Ausgerichtet wird der Kongress von der Fascia Research Society, welche sich zum Ziel gesetzt hat Theoretiker und Praktiker an einen gemeinsamen Tisch zu bringen. So steht dieses Jahr die Fragestellung im Zentrum, inwiefern die Faszienforschung messbaren Einfluss auf die Gesundheit unserer Patienten nehmen kann. Während zum aktuellen Zeitpunkt (April 2018) das komplette Programm noch nicht feststeht, kann man sich durch die bisherigen Redner und Forscher einige innovative Ansätze versprechen. Neben klassischen Themen wie Biomechanik, wird dieses Jahr die Rolle des Lymph- und Immunsystems eine wichtige Rolle spielen. Unter den bisherigen Rednern finden sich auch Hochkaräter aus anderen Forschungszweigen ein. Interessant: Für Master- und PhD Studenten bietet die Fascia Research Society ein Stipendium an, welches die Teilnahmegebühren fast um die Hälfte senkt. Die bisherigen Programmpunkte verdeutlichen, dass es dieses Jahr wieder mehr um die Interaktion von Theorie und Praxis gehen wird und mehr neue Erkenntnisse präsentiert werden, als es beim letzten Kongress der Fall war. physio-Journal 41