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WECKRUFZEITUNG DER STADTKAPELLE FRIEDBERG I 12. AUSGABE I JAHRGANG <strong>2018</strong> I WWW.STADTKAPELLE-FRIEDBERG.AT<br />

1


140 Jahre<br />

Stadtkapelle<br />

Friedberg<br />

Die Stadtkapelle wünscht einen guten Morgen!<br />

Wie jedes Jahr weckt/besucht Sie auch heute die Stadtkapelle<br />

Friedberg beim traditionellen Weckruf. Mit im<br />

Gepäck ist natürlich die neueste Ausgabe der vereinseigenen<br />

Zeitung „aufg´weckt“.<br />

Das Jahr 2017 war ein besonderes für die Stadtkapelle.<br />

Neben dem Frühjahrskonzert, dem Oktoberfest, den vier<br />

Weckrufen und den kirchlichen Anlässen standen zahlreiche<br />

musikalische Aktivitäten auf dem Programm. Der<br />

Musikverein Eichberg lud uns zur Eröffnung des neuen<br />

Musikerhauses „Hademus“ ein, wo wir gemeinsam mit<br />

der Musikkapelle Eichberg ein Galakonzert zur Feier des<br />

Tages gaben.<br />

Ein weiterer musikalischer Höhepunkt war die Marschmusikwertung<br />

im September 2017 in Kaindorf. Unser<br />

Stabführer Martin Glatz führte uns gekonnt durch den<br />

Bewerb und wir erreichten in der Stufe C einen ausgezeichneten<br />

Erfolg mit 92,53 Punkten. Mit diesem tollen<br />

Ergebnis konnten wir uns voller Stolz auch die Tageshöchstwertung<br />

holen. Aus diesem gegebenen Anlass<br />

sind wir heuer für die Verleihung des Robert-Stolz-Preises<br />

und des Steirischen Panthers nominiert. Im Jahr 2017<br />

folgten wir wieder der Einladung unserer Partnerkapelle<br />

aus Friedberg/Bayern, wo wir die Festlichkeiten zur Städtepartnerschaft<br />

mitgestalten durften. Beim bayrischen<br />

Fest zur 50-jährigen Partnerschaft umrahmten wir mit<br />

rund 40 Musikern das ereignisreiche Wochenende. Zur<br />

Hochzeit durften wir heuer gleich dreimal gratulieren.<br />

Karin und Günther, Lisa und Christoph und Theresa und<br />

Christoph haben den Bund der Ehe geschlossen. Neben<br />

den musikalischen Ausrückungen waren die Mitglieder<br />

der Kapelle beim heurigen Gemeindeball fleißig und<br />

luden die Gäste zur Musiker-Bar ein.<br />

Ausblick auf das Jahr <strong>2018</strong><br />

Die Stadtkapelle Friedberg wurde im Jahr 1878 gegründet<br />

und feiert heuer 140-jähriges Bestehen. Aus diesem<br />

schönen Anlass veranstaltet die Kapelle heuer ein<br />

Konzert der besonderen Art. Die „German Brass“, ein professionelles<br />

Blechbläserensemble, kommt im September<br />

nach Friedberg und wird ein atemberaubendes Konzert<br />

darbieten.<br />

Das Zeitungsteam<br />

der Stadtkapelle<br />

Friedberg wünscht<br />

viel Spaß beim Durchlesen,<br />

Durchblättern und<br />

Rätsellösen.<br />

Ihre<br />

Stadtkapelle<br />

Friedberg<br />

Inhaltsverzeichnis<br />

03 Alle Jahre wieder - Weckruf<br />

04 Die Jahreshauptversammlung<br />

05 Zum Gedenken an unseren Gugi<br />

06 Obmann Stefan Prenner im<br />

Gespräch<br />

07 Post aus Friedberg in Bayern<br />

08 Musik auf Reisen | Tanja´s Journey<br />

10 Unsere Jungmusiker<br />

11 Die neuen Jugendreferenten<br />

12 140 Jahre Stadtkapelle Friedberg<br />

14 Was bisher geschah-<br />

Lesenswertes aus der Chronik<br />

16 Gestern. Heute. Morgen.<br />

18 The Heavy Metal -<br />

Das Tubaregister stellt sich vor<br />

19 Zukunftsmusik<br />

Wo spielt die Musi in der Zukunft?<br />

20 Es ist vollbracht!<br />

Galakonzert mit der Musikkapelle<br />

Eichberg<br />

21 Aus dem Leben des Stabführers<br />

22 German Brass<br />

24 Kreuzworträtsel<br />

Impressum<br />

aufg’weckt – Weckrufzeitung der Stadtkapelle Friedberg, 12.<br />

Ausgabe, Jahrgang <strong>2018</strong>, Erscheinungsweise: 1x jährlich, Erscheinungsort:<br />

Friedberg, Herausgeber: Stadtkapelle Friedberg,<br />

Verteilung bei den Weckrufen in Friedberg, Schwaighof und Ehrenschachen;<br />

Gesamtkonzeption: Tanja Reitgruber; Redaktion:<br />

Tanja Reitgruber, Thomas Peinthor, Jeannine Buchegger, Sarah<br />

Latschenberger, Raphaela Buchegger, Theresa Fellinger, Emma<br />

Hofer, Yvonne Schlögl, Martin Auerböck, Martin Glatz; Layout:<br />

Tanja Reitgruber, Jeannine Buchegger, Maria Bischof; Lektorat:<br />

Carina Rechberger, Stefan Prenner, Tanja Reitgruber, Jeannine<br />

Buchegger, Birgit Grill ; Fotos: Stadtkapelle Friedberg, Fotoarchiv<br />

Musikkapelle Eichberg, Privatarchive; www.stadtkapelle-friedberg.at;<br />

Satz- und Druckfehler sowie Irrtümer vorbehalten.<br />

A<br />

lle Jahre wieder gibt es unsere traditionellen<br />

Weckrufe. Jahr für Jahr machen wir Musiker<br />

und Musikerinnen uns in den frühen Morgenstunden<br />

auf den Weg um Ihnen eine kleine musikalische<br />

Freude zu bereiten und bringen News über die<br />

Stadtkapelle Friedberg, welche in der Auf´gweckt-Zeitung<br />

Doris Riegler – lustig, die Musik unter die<br />

Leute zu bringen und ebenso Neuigkeiten den<br />

Leuten durch die Auf´gweckt Zeitung näher<br />

zu bringen.<br />

Sarah Latschenberger – Für mich ist der<br />

Weckruf das gemeinsame Musizieren mit<br />

den Musikerkollegen und die Gastfreundlichkeit<br />

und gute Bewirtung der Menschen.<br />

Ebenso den Spaß und die Freude an<br />

der Musik bringe ich mit dem Weckruf in<br />

Verbindung.<br />

Markus Glatz – Für mich hat sich der Weckruf in den letzten 20<br />

bis 25 Jahren nicht wirklich verändert. Früher dauerte der Weckruf<br />

von 6.00 Uhr morgens bis meistens 7.00 Uhr abends, es waren<br />

daher lange und anstrengende Tage, die wir spielten. Für mich<br />

selbst zählen unsere Weckrufe als Haupteinnahmequelle der<br />

Stadtkapelle Friedberg.<br />

Raphael Schlögl – Das 1. Mal beim<br />

Weckruf dabei zu sein ist etwas<br />

Besonderes, finde ich, denn man<br />

kommt unter die Leute und lernt<br />

die Musiker näher kennen. Es kann<br />

auch kalt und anstrengend werden<br />

aber es gibt gutes Essen.<br />

nachzulesen sind, mit. Aber was bedeutet eigentlich der<br />

Weckruf für uns Musiker und Musikerinnen? Was bringen<br />

wir mit dem Weckruf in Verbindung und wie hat es vor 30<br />

oder 40 Jahren ausgesehen? Wir haben einige Mitglieder<br />

der Stadtkapelle interviewt und die folgenden Antworten<br />

haben sich dabei ergeben:<br />

Hans Prenner – Ich bin seit 1967 bei der Stadtkapelle<br />

Friedberg und jetzt seit 51 Jahren beim Weckrufspielen<br />

dabei. Der Weckruf hat sich mit den Jahren sehr verändert.<br />

Ich habe früher nur 2-mal im Jahr Weckruf gespielt,<br />

welches am Ostersonntag und am 1. Mai war. Zusätzlich<br />

haben wir nicht in Gruppen gespielt sondern es war eher<br />

eine allgemeine Spielerei aus vielen älteren Musikern, bei<br />

der anfangs noch die ganzen Märsche, also mit Wiederholung,<br />

gespielt wurden. Für mich ist es schön in der<br />

Früh aufzustehen und mit meinen Musikerkollegen zu<br />

musizieren.<br />

Franz Dinbauer – Für mich<br />

ist der Weckruf immer<br />

das Gleiche, aber dennoch<br />

gibt es immer einen<br />

kleinen Konkurrenzkampf<br />

zwischen den einzelnen<br />

Gruppen, da jeder als 1.<br />

fertig werden will.<br />

INTERVIEW VON SARAH LATSCHENBERGER<br />

Yvonne Schlögl – gemeinsames<br />

Musizieren, Spaß an<br />

der Musik. Ostersonntag<br />

und 1. Mai sind meistens<br />

sehr kalte Tage und man<br />

ist froh, wenn man mal ins<br />

Warme kommt, um sich<br />

aufwärmen zu können.<br />

Alexandra Stögerer – Für<br />

mich hat der Weckruf immer<br />

mit Spaß zu tun und<br />

das Musizieren mit meinen<br />

Musikerkollegen.<br />

2<br />

3


ZUSAMMENGESTELLT VON THOMAS PEINTHOR<br />

ZUM GEDENKEN AN UNSEREN LIEBEN GUGI<br />

AUSRÜCKUNGEN 2017:<br />

Die alljährliche Jahreshauptversammlung der Stadtkapelle<br />

Friedberg fand am 3. März <strong>2018</strong> statt. Neben den Berichten<br />

der Ämterführer wurden heuer auch Wahlen abgehalten.<br />

Obfrau Daniela Pfeffer eröffnete die Versammlung<br />

und zog folgende Bilanz in ihrem Bericht: Die Stadtkapelle<br />

bewältigte im Jahr 2017 142 Ausrückungen. Einen Ausschnitt<br />

der Statistik können sie aus der Grafik entnehmen.<br />

31<br />

8<br />

53<br />

Proben<br />

Musikalische Einsätze<br />

Arbeitseinsätze<br />

NEUWAHLEN<br />

Nach drei Jahren standen wieder Wahlen im Verein an, bei<br />

denen zahlreiche Ämter neu besetzt wurden.<br />

EHRUNGEN:<br />

Zahlreiche Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft oder für<br />

Verdienste in der Stadtkapelle Friedberg wurden im Jahr 2017<br />

verliehen:<br />

Obmann<br />

Obmann-Stv.<br />

Kapellmeister<br />

Kapellmeister-Stv.<br />

Schriftführerin<br />

Schriftführer-Stv.<br />

Kassier<br />

Kassier-Stv.<br />

Archivar<br />

Archivar-Stv.<br />

Stabführer<br />

Jugendreferenten<br />

EDV-/Presse-<br />

Referentinnen<br />

Beirat<br />

Stefan Prenner<br />

Daniela Pfeffer<br />

Martin Auerböck<br />

Uwe Köller<br />

Josef Buchegger<br />

Melanie Faustmann<br />

Gernot Staller<br />

Thomas Peinthor<br />

Hannes Hofer<br />

Josef Putz<br />

Peter Gremsl<br />

Martin Glatz<br />

Michael Putz<br />

Peter Kogler<br />

Theresa Fellinger<br />

Magdalena Glatz<br />

Jeannine Buchegger<br />

Tanja Reitgruber<br />

Gerhard Riegler<br />

Markus Glatz<br />

Josef Faustmann<br />

10 Jahre - Ehrenzeichen in Bronze<br />

Michael Putz, Alexandra Stögerer, Jeannine Buchegger,<br />

Marie Theres Jiricek, Christian Schuller, Martin Glatz<br />

15 Jahre - Ehrenzeichen in Silber<br />

Melanie Faustmann, Birgit Grill<br />

25 Jahre - Ehrenzeichen in Silber-Gold<br />

Manfred Pichlbauer<br />

30 Jahre - Ehrenzeichen in Silber-Gold<br />

Christian Kirschenhofer<br />

Ehrennadel in Silber<br />

Josef Putz, Daniela Pfeffer<br />

Alle nahmen das gewählte Amt an und werden in Zukunft die<br />

Interessen der Stadtkapelle Friedberg bestmöglich vertreten.<br />

Nach langjähriger Tätigkeit legten die beiden Obmann-Stellvertreter<br />

Erwin Ehrenhöfer und Manfred Pichlbauer sowie<br />

Schriftführerin Marie Theres Jiricek ihr Amt zurück.<br />

Verdiente Musikerinnen und Musiker v.l.: Wir gratulieren Martin Glatz, Manfred<br />

Pichlbauer, Marie Theres Jiricek, Michael Putz, Christian Kirschenhofer ,<br />

Birgit Grill , Josef Putz, Daniela Pfeffer und Melanie Faustmann sehr herzlich.<br />

IN UNSEREN REIHEN BEGRÜSSEN<br />

WIR AUCH JUNGMUSIKER:<br />

Florian Glatz und Jakob Schabauer am Tenorhorn, Jonas Prenner<br />

am Schlagzeug und Alexander Fellinger auf der Trompete nahmen<br />

wir als ordentliche Mitglieder in unserem Verein auf.<br />

Jungmusiker v.l.: 1. Reihe: Jakob Schabauer, Alexander<br />

Fellinger, Florian Glatz und Jonas Prenner sind seit 2017<br />

neue Mitglieder der Stadtkapelle Friedberg.<br />

Ein wahrer Freund, ein Kamerad, ein großes Vorbild und allem<br />

voran ein großartiger Musikant - Bruno Piebel (*1964)<br />

ging am 06.02.<strong>2018</strong> plötzlich von uns. Seine Karriere bei uns<br />

begann im Jahr 1974 bereits mit 10 Jahren. „Schon als kleiner<br />

Bub interessierte ich mich für die Trompete. Zur Stadtkapelle<br />

bin ich gekommen, weil mein älterer Bruder auch dort spielte."<br />

1978 machte er das JMLA in Gold.<br />

Er übernahm verschiedenste Funktionärstätigkeiten und<br />

leitete die Stadtkapelle von 1989-1990 und 1991-2013 musikalisch,<br />

nachdem er 1988 den Kapellmeisterlehrgang auf der<br />

Musikhochschule Graz absolvierte. Für seine Leistung wurde<br />

er mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet, unter anderem<br />

erhielt er 2013 die Verdienstmedaille in Silber. Auch half er<br />

als Bezirkskapellmeister Stv. im Blasmusikbezirksverband<br />

von 2005–2008 mit, "um Neuerungen und positive Zukunftsweisungen<br />

zu erarbeiten und zu unterstützen."<br />

Auch nach 2013 unterstützte er den Verein, wo er nur konnte,<br />

denn er blieb nicht nur weiterhin als Kapellmeister Stv. im<br />

Vorstand, nein, er kümmerte sich um so viele Dinge hinter<br />

den Kulissen, damit der Verein funktionieren konnte, Arbeiten,<br />

die für ihn selbstverständlich waren. Gugi investierte seine<br />

gesamte Leidenschaft und Freizeit in die Musik.<br />

Er motivierte jene, die es nötig hatten und inspirierte und<br />

prägte jene, die es, so wie er, weit bringen wollten. Gugi hatte<br />

einen Sinn für Gemeinschaft, war er doch oft der Letzte, der<br />

von der Probe heimging. Mit ihm konnte man über alles lachen<br />

aber auch Diskussionen führen. Er war ein herzensguter<br />

Mensch, ein Wahnsinnsmensch. Zukunftsweisend, innovativ<br />

und trotzdem traditionell. Die Momente mit ihm sind Erinnerungen<br />

an eine tolle Zeit, denn er zeigte vielen von uns,<br />

was Musik eigentlich bedeuten kann. Musik bedeutet viel<br />

mehr als nur Noten zu lesen. Die Musik bedeutet Freundschaft,<br />

Glück, Gemeinschaft, Spaß und noch Vieles mehr, was<br />

man gar nicht in Worten fassen kann.<br />

Wir werden unseren erstklassigen Trompeter niemals vergessen<br />

und ihn in unserem Tun und Musizieren in Ehren halten!<br />

Abschließend möchte ich nur sagen, dass ich sehr<br />

stolz auf jede/n MusikerIn bin. Es freut mich, wenn<br />

wir alle gut zusammenhalten, wenn sich jung und<br />

alt gut verstehen, es keine Vorurteile und Generationskonflikte<br />

gibt und wenn wir ein gemeinsames<br />

Ziel verfolgen: Gute Musik zu machen und dabei<br />

viel Spaß zu haben.<br />

4<br />

5


Heuer feiert die Stadtkapelle Friedberg nicht nur ihr großes Jubiläum, sondern auch<br />

einen neuen Obmann. Unser ehemaliger Kassier, Stefan Prenner, hat sich dazu bereit<br />

erklärt diese ehrenhafte Aufgabe zu übernehmen. Stefan ist schon seit einer gefühlten<br />

Ewigkeit ein wichtiges Mitglied der Stadtkapelle Friedberg und um ihn besser kennen zu<br />

lernen, haben wir ihn für Sie interviewt.<br />

1. WIE BIST DU ZUR BLASMUSIK<br />

GEKOMMEN?<br />

Da mein Vater und Großvater<br />

früher auch bei der Stadtkapelle<br />

mitspielten, war es für mich als<br />

Kind klar, dass ich auch ein Instrument<br />

lernen möchte.<br />

Alter: 36 | Wohnort: Friedberg<br />

Instrument: Tenorhorn und ab und zu Posaune<br />

Beruf: Controller | Familie: Christa, Paula und Clara<br />

Mitglied der Stadtkapelle seit: 1992<br />

Obmann seit: <strong>2018</strong><br />

Sternzeichen: Wassermann | Hobbys: Sport, Lesen<br />

Lieblingsmusik: Udo Jürgens<br />

Lieblingsspeise: Pizza<br />

Mein schönster Moment: Ich habe das Glück gehabt, in<br />

meinem Leben schon viele schöne Momente zu erleben.<br />

Dazu gehört auf jeden Fall auch die Geburt unserer Töchter.<br />

Laster: Da fällt mir jetzt nichts ein ;-).<br />

Das muss man andere fragen.<br />

Eigenschaften, die ich an anderen schätze:<br />

Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft<br />

Was ich nicht mag: Ignoranz<br />

2. WAS HAT DICH BEWOGEN, OB-<br />

MANN ZU WERDEN?<br />

Ich finde, dass es wichtig ist, als Teil<br />

einer Gemeinschaft seinen Beitrag<br />

zu leisten, damit diese gut funktioniert.<br />

Das ist bei einem Musikverein<br />

genauso wichtig wie auch bei<br />

der Feuerwehr, beim Sportverein<br />

usw. Und gerade die Tatsache, dass<br />

es bei uns ein so aktives Vereinsleben<br />

gibt, macht das Wohnen und<br />

Leben in Friedberg auch ein Stück<br />

lebenswerter.<br />

3. WAS HÄLTST DU VON<br />

DEINEM „TEAM“?<br />

Sehr viel. Es ist schön zu sehen,<br />

dass der Zusammenhalt passt und<br />

jeder bereit ist mit zu arbeiten.<br />

4. WORIN SIEHST DU DEINE<br />

AUFGABEN ALS OBMANN?<br />

Als Obmann ist man sowohl intern<br />

als auch extern die erste Ansprechperson.<br />

Daher ist es wichtig, einen<br />

Gesamtüberblick zu haben, um<br />

alles zu koordinieren.<br />

5. GIBT ES DINGE, DIE DICH ALS<br />

OBMANN FREUEN?<br />

Der Zuspruch und die Unterstützung,<br />

die ich bis jetzt erhalten habe,<br />

freuen mich sehr. Und ich bin<br />

davon überzeugt, dass künftig noch<br />

viele schöne Erlebnisse dazukommen<br />

werden.<br />

6. WIEVIEL ZEIT INVESTIERST DU<br />

JETZT IN DIE STADTKAPELLE<br />

IM GEGENSATZ ZU VORHER?<br />

Nachdem ich die letzten Jahre<br />

schon Kassier der Stadtkapelle war,<br />

ist dafür auch schon ein gewisser<br />

Zeitaufwand notwendig gewesen.<br />

Ob es künftig mehr ist, kann ich<br />

noch nicht sagen.<br />

INTERVIEW VON YVONNE SCHLÖGL<br />

7. WAS MACHST DU IN DER FREIZEIT,<br />

FALLS DIR NOCH EINE BLEIBT?<br />

Sport, lesen, Zeit mit der Familie<br />

verbringen.<br />

8. UNTERSTÜTZT DICH DEINE FAMILIE<br />

IN DEINER TÄTIGKEIT ALS OBMANN?<br />

Ja, ohne Unterstützung von zu Hause<br />

würde es nicht gehen. Die Entscheidung,<br />

dass ich die Funktion des<br />

Obmannes übernehme, war auch eine<br />

gemeinsame.<br />

9. WELCHE ZIELE VERFOLGST DU IN DEN<br />

NÄCHSTEN JAHREN ALS OBMANN?<br />

Dafür zur sorgen, dass weiterhin die<br />

Kameradschaft quer über alle Generationen<br />

so gut funktioniert wie bisher.<br />

10. WAS WAREN DEINE LUSTIGSTEN<br />

UND AUFREGENDSTEN ERLEBNISSE BEI<br />

DER STADTKAPELLE?<br />

In bleibender Erinnerung sind sicherlich<br />

die Reisen nach Bayern geblieben.<br />

Aber der „Schmäh“ rennt auch bei<br />

jeder Probe, weshalb es eigentlich<br />

immer lustig ist.<br />

Meine Vorbilder sind:<br />

Da gibt es viele. Aber unser Gugi wird<br />

hinsichtlich meiner künftigen Aufgaben<br />

in der Stadtkapelle immer mein<br />

großes Vorbild sein. Sein Einsatz für<br />

die Stadtkapelle und seine Freude an<br />

der Musik waren einzigartig. Ich hätte<br />

noch gerne viele weitere Jahre mit<br />

ihm zusammengearbeitet.<br />

Lebensmotto:<br />

Denke nicht so oft an<br />

das, was dir fehlt, sondern<br />

an das, was du hast.<br />

Post von unserer Partnerkapelle Friedberg in Bayern<br />

ich hoffe, es geht euch allen gut. Könnt ihr euch<br />

noch an das Stadtfest 2016 bei euch erinnern?<br />

Als wir mit der Stadtkapelle 2016 in die Steiermark<br />

gekommen sind, war ich erstmal etwas<br />

zurückhaltend. Unsere Unterkunft in „Scheifan“<br />

(wie ihr sagt), und mein Beistellbett, das<br />

schlimmer wie jedes Schiff gewankt hat, hat<br />

die Skepsis noch erhöht. Und dann traf ich auf<br />

euch. Den verrücktesten, Musik begeistertsten<br />

Haufen, den ich je erlebt hab. Ich habe<br />

mich fast augenblicklich in eure urbequeme,<br />

kameradschaftliche und lustige Art verliebt. Am besten kann ich<br />

mich noch an den Abend mit den Edelseern erinnern, wie wir da<br />

noch nach ein paar Flaschen super leckeren Weißwein gemeinsam<br />

vor der Bühne getanzt haben bzw. Sebina und ich uns um den guten<br />

Tänzer in euren Reihen gestritten haben – ich habe verloren – was<br />

manchen blauen Fleck am nächsten Tag hätte erklären können. Unvergessen<br />

bleibt unsere Abfahrt mit dem Bus, wo ein paar Musiker<br />

von euch plötzlich meinten – „Euch lassen wir noch nicht gehen,<br />

erst marschieren wir spielend durch den Bus.“<br />

Am darauffolgenden Herbstkonzert haben uns dann Martin und<br />

Thomas besucht – und wahrlich schön war der Abend.<br />

Und dann euer Besuch bei uns. Unfassbar wie viele ihr wart und was<br />

für eine Gaudi wir hatten. Nur manch einer von euch sollte mal anfangen<br />

zu trainieren Bier zu trinken. Dann muss ich ihn das nächste<br />

Mal vielleicht nicht um 21.00 Uhr in die Unterkunft fahren. Das<br />

gemeinsame Zusammensitzen, auf den Bänken tanzen und über<br />

Gott und die Welt zu philosophieren tat so gut. Am letzten Tag hätte<br />

ich am aller liebsten gar nicht mehr aufgehört mit euch Musik zu<br />

spielen, es hat so Spaß gemacht. Und Maries Blick, als sie gesehen<br />

hat, dsass hinter ihr eine Es- Klarinette gespielt wurde und es ihr gar<br />

nicht aufgefallen war – unbeschreiblich. Da war es doch klar, dass<br />

Sebina und ich beim Oktoberfest auftauchen müssen. Auch wenn<br />

es keiner von euch wusste. Ok Nici wusste es 45 Minuten bevor wir<br />

da waren – aber der war in Rom und hat uns kein Bett zum Schlafen<br />

vermitteln können. Aber hat ja alles super geklappt – Martins Schüler<br />

dachten zwar es wäre wer gestorben, weil er scheinbar so schockiert<br />

auf sein Handy geguckt hat. Und seine Nachbarn haben am<br />

nächsten Tag den ganzen Vormittag den Bürgersteig gekehrt und<br />

gehofft, dass sie erkennen, wer da mit dem bayrischen Auto vor seiner<br />

Tür steht. Aber wir hatten ein Bett zum Schlafen, unser „Gastpapa“<br />

wurde mit bayrischer Spezialität bekocht und die Weinprobe bei<br />

seinem Nachbar war super lecker und sehr fröhlich. Abends auf dem<br />

Fest war das Hallo groß. Endlich haben wir fast alle wiedergesehen,<br />

Geschichten ausgetauscht, Wein getrunken und es uns gut gehen<br />

lassen. Für den Erntedankumzug am nächsten Tag hatte ich eindeutig<br />

das falsche Schuhwerk dabei und ganz ehrlich – euch Steirern<br />

macht beim Marschieren niemand was vor. Bekommt ihr das durch<br />

die Muttermilch eingeflößt? Und Traditionen müssen gewahrt<br />

bleiben. Bei dem ersten Besuch haben unsere Schlagzeuger euren<br />

Schlägel der großen Bums mitgenommen; als ihr bei uns wart, habt<br />

ihr Sebina´s Schlafsack mitgenommen und bei mir zuhause hängt<br />

momentan Martins Jacke. Auf dass wir uns bald wiedersehen und<br />

diese tolle Freundschaft immer mehr vertieft wird.<br />

Eure<br />

Brief von Bayern<br />

6<br />

7


MEINE REISE NACH ENGLAND<br />

Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht.<br />

- Nun ist es schon eine Weile her,<br />

seit ich das letzte Mal steirisch-österreichischen<br />

Boden unter den Füßen<br />

gespürt, meine Koffer gepackt und<br />

mein One-Way-Ticket nach England<br />

eingelöst habe. Seit Ende August 2017<br />

lebe und arbeite ich nun schon als Au-<br />

Pair in London. Klar war ich anfangs<br />

aufgeregt, man weiß ja schließlich nie,<br />

was so alles auf einen zukommt, aber<br />

alle anfänglichen Zweifel waren innerhalb<br />

der ersten Tage vergessen. Ich<br />

fühle mich absolut wohl hier in England,<br />

genieße meine Zeit in vollen Zügen<br />

und arbeite daran mein Englisch<br />

auf Vordermann zu bringen. An den<br />

Wochenenden bleibt genügend Zeit,<br />

um England und natürlich speziell<br />

London, mit all seinen fantastischen<br />

Sehenswürdigkeiten und Attraktionen,<br />

zu erkunden.<br />

ÖSTERREICHISCHE BLASMUSIK IN<br />

ENGLAND<br />

Selbstverständlich habe ich auch<br />

mein Instrument, die Querflöte, mit<br />

auf meine Reise genommen und auch<br />

wenn ich leider nicht beim Frühjahrskonzert<br />

und bei all den Weckrufen<br />

dabei sein kann, so hält mich<br />

nichts davon ab, majestätische österreichische<br />

Traditionsmärsche und<br />

schwungvolle Frühschoppen-Polkas<br />

zu proben - meine Gastfamilie hat<br />

eigentlich ziemliches Glück gehabt,<br />

dass ich mein Piccolo zuhause in<br />

Friedberg gelassen habe. ;)<br />

VOLKSMUSIK IN ENGLAND<br />

Verglichen mit Österreich gibt es doch<br />

so einige Unterschiede im Bereich der<br />

Musik. Die britische Musik ist von<br />

einer großen Vielfalt gekennzeichnet<br />

und hat zahlreiche Musikrichtungen<br />

entscheidend mitgeprägt. Traditionelle<br />

Volksmusik wird unter dem Begriff<br />

"Folk" zusammengefasst, wobei jeder<br />

der vier Teilstaaten (England, Schottland,<br />

Wales, Nordirland) eine eigenständige,<br />

von unterschiedlichen Stilen<br />

geprägte Volksmusik besitzt. Die traditionelle<br />

englische Musik basiert auf<br />

Instrumenten wie Laute, Hackbrett,<br />

Cembalo, Krummhorn, Drehleier<br />

und Schalmei und weist beträchtliche<br />

regionale Unterschiede auf. Nach<br />

der industriellen Revolution war die<br />

Volksmusik in ihrer ursprünglichen<br />

Form auf die ländlichen Gegenden<br />

beschränkt, während in den Industriestädten<br />

modernere Formen der<br />

Unterhaltungsmusik Anklang fanden.<br />

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts<br />

fand im Zuge des „roots revival“<br />

so etwas wie eine Wiedergeburt in<br />

Form des Folks statt. Besonders bekannt<br />

ist die schottische Volksmusik,<br />

welche zahlreiche unterschiedliche<br />

Gesänge wie Balladen und Laments<br />

(Klagelieder) umfasst und die vortragenden<br />

Sänger von Dudelsäcken,<br />

Fiddles und Harfen begleitet werden.<br />

In den 1960er Jahren trugen britische<br />

Musiker dazu bei, den Rock ’n’ Roll in<br />

aller Welt bekanntzumachen. Seither<br />

hat das Land zahlreiche Musikrichtungen<br />

und Musiker hervorgebracht.<br />

Unterschiedlichste Stile wie Heavy<br />

Metal, Britpop oder Drum and Bass<br />

haben britische Wurzeln. Darüber<br />

hinaus besitzt das Land eine jahrhundertealte<br />

Tradition der klassischen<br />

Musik.<br />

WAS ICH AM MEISTEN VERMISSE<br />

Auch wenn ich mich nun schon wirklich<br />

eingelebt habe und mir gar nicht<br />

mehr vorstellen kann, wie es sich anfühlt<br />

auf der rechten Straßenseite (wie<br />

in Österreich) mit dem Auto zu fahren,<br />

so vermisse ich doch etwas sehr<br />

Entscheidendes, abgesehen natürlich<br />

von meiner Familie und meinen<br />

Freunden. Und zwar das gemeinsame<br />

Musizieren mit der Stadtkapelle<br />

Friedberg. Ich muss offen und ehrlich<br />

zugeben, dass ich mir speziell freitags<br />

schon manchmal wünsche mich nach<br />

Friedberg ins Musiheim beamen zu<br />

können, um mit der Musi gemeinsam<br />

musikalische Höhen und Tiefen<br />

zu erleben. Das Gefühl Teil eines Orchesters,<br />

eines großen gemeinsamen<br />

Ganzen zu sein und die gemeinsame<br />

Gaudi und der "Schmäh" fehlen mir<br />

schon und so freue ich mich bereits<br />

darauf, bald wieder in den Reihen der<br />

Stadtkapelle musizieren zu können.<br />

WIE ICH MICH UP-TO-DATE HALTE<br />

Unsere interne Musi-What´s-up-<br />

Gruppe ist perfekt, um auch auf<br />

Reisen über die Geschehnisse in der<br />

Stadtkapelle zu erfahren. Natürlich<br />

halten mich auch meine Familie und<br />

meine Freunde über die aktuellen<br />

Neuigkeiten in Friedberg und Umgebung<br />

am Laufenden. Als EDV- und<br />

Pressereferentin der Stadtkapelle<br />

habe ich natürlich noch einen zusätzlichen<br />

Bonus, da ich beim Gestalten<br />

der jährlichen Musizeitung,<br />

welche Sie jetzt in ihren Händen<br />

halten, schon vor so manch anderen<br />

weiß, was sich dieses Jahr so getan<br />

hat und was für das kommende Jahr<br />

ansteht. Wie Sie also sehen können,<br />

hat unser Aufg`weckt-Magazin heuer<br />

schon einen Abstecher nach London<br />

gemacht, um sein jetziges Layout zu<br />

erhalten, bevor es frisch gedruckt bei<br />

den Weckrufen an die Bewohnerinnen<br />

und Bewohner Friedbergs verteilt<br />

wird.<br />

WAS ICH DER STADTKAPELLE FÜR<br />

DIE ZUKUNFT WÜNSCHE:<br />

Dieses Jahr ist in der Tat ein besonderes<br />

für die Stadtkapelle Friedberg,<br />

denn wir feiern 140 Jahre Stadtkapelle<br />

Friedberg. Und auch wenn zu Beginn<br />

des Jahres unser lieber Gugi von uns<br />

gegangen ist, was mich natürlich zutiefst<br />

traurig gestimmt hat, so blicke<br />

ich doch positiv in die Zukunft, vor<br />

allem mit unserem neu formierten<br />

Team samt Obmann. Worauf ich besonders<br />

stolz bin und was ich mir für<br />

die Zukunft der Stadtkapelle Friedberg<br />

weiterhin wünsche ist, dass die<br />

Kommunikation zwischen Jung und<br />

Alt genauso weiterbesteht wie bisher<br />

und wir gemeinsam noch viele musikalische<br />

wie auch kollegiale Höhen<br />

erleben dürfen. Der Zusammenhalt<br />

in der Stadtkapelle Friedberg in Kombination<br />

mit der musikalischen Leistung<br />

ist einfach einzigartig und ich<br />

bin sehr stolz darauf, Teil dieses tollen<br />

und vor allem eingespielten Teams<br />

sein zu dürfen.<br />

Eure Tanja xx<br />

Name: Tanja Reitgruber<br />

Alter: 20 Jahre<br />

Instrument:<br />

Querflöte, Piccolo, Klavier<br />

Bei der Stadtkapelle seit:<br />

Mitglied seit 2011 , EDV-/<br />

Pressereferentin seit: 2015<br />

8


Jedes Jahr werden sie erneut gesucht und auch gefunden – Jungmusiker. Als wichtiger<br />

Bestandteil der Stadtkapelle sorgen sie nicht nur für den sinkenden Altersdurchschnitt,<br />

sondern auch für das stetige Wachstum und den Fortbestand unseres Vereines. Die<br />

Stadtkapelle Friedberg nimmt Alexander Fellinger, Jakob Schabauer, Florian Glatz und<br />

Jonas Prenner als Jungmusiker auf.<br />

Instrument: Trompete<br />

Warum dieses Instrument: Weil ich schon immer<br />

Trompete spielen wollte und mir der Klang gefällt.<br />

Schule: NMS Friedberg<br />

Hobbies: Eislaufen, Schwimmen und Radfahren<br />

3 Dinge für die einsame Insel:<br />

ein Funkgerät, Schokolade und Streichhölzer<br />

Was gefällt dir an der Stadtkapelle:<br />

Die Gemeinschaft und dass alle nett sind.<br />

Instrument: Schlagzeug<br />

Warum dieses Instrument: hat mir schon immer<br />

gefallen<br />

Schule: NMS Friedberg<br />

Hobbies: Radfahren, Schlagzeugspielen und X-<br />

Boxen<br />

3 Dinge für die einsame Insel: Familie, Essen und<br />

ein Tablet<br />

Was gefällt dir an der Stadtkapelle: Da kann ich<br />

das Schlagzeugspielen endlich richtig ausüben<br />

und die Gemeinschaft.<br />

Instrument: Tenorhorn<br />

INTERVIEWT<br />

VON RAPHAELA BUCHEGGER<br />

Warum dieses Instrument: Mir gefällt der Klang<br />

des Instruments sehr gut.<br />

Schule: HTL Pinkafeld<br />

Hobbies: Skifahren, mit Freunden etwas unternehmen<br />

3 Dinge für die einsame Insel: ein Messer, einen<br />

guten Freund und eine Flasche<br />

Was gefällt dir an der Stadtkapelle: Die gute<br />

Stimmung bei den Proben und das gemeinsame<br />

Musizieren.<br />

Instrument: Tenorhorn<br />

Warum dieses Instrument: Weil‘s zu mir passt.<br />

Schule: NMS Friedberg<br />

Hobbies: Fußball spielen, eislaufen und Tenorhorn<br />

„spün“<br />

3 Dinge für die einsame Insel: Essen, Trinken und<br />

„Irgendwos, dass ma ned fad wird“.<br />

Was gefällt dir an der Stadtkapelle:<br />

„dass olle leiwand drauf san“.<br />

Instrument: Tenorhorn<br />

Bei der Stadtkapelle seit: 2004<br />

Was bedeutet dir Musik: Das Schöne an der Musik ist, dass<br />

man seine Stimmung und Gefühle damit steuern kann, wenn<br />

man sich darauf einlässt. Deswegen ist die Musik essentiell in meinem Leben.<br />

Warum hast du die Rolle des Jugendreferenten übernommen:<br />

Weil mir die Zukunft unserer Stadtkapelle ein großes Anliegen ist.<br />

Was sind deine Vorstellungen und Ziele in diesem Posten: Den JungmusikerInnen<br />

und potentiellen JungmusikerInnen die Stadtkapelle möglichst attraktiv<br />

zu gestalten und möglichst viele Ideen umsetzen.<br />

Instrument: Querflöte<br />

Bei der Stadtkapelle seit: 2011<br />

Was bedeutet dir Musik:<br />

Musik bedeutet für mich dem Alltag entfliehen zu können.<br />

Warum hast du die Rolle der Jugendreferentin übernommen:<br />

Weil ich mich mehr einbringen möchte und es mir Spaß macht mit der<br />

Jugend zusammenzuarbeiten.<br />

Was sind deine Vorstellungen und Ziele in diesem Posten:<br />

Ich möchte die Zusammenarbeit der Jugend fördern und diese mit viel<br />

Spaß verknüpfen.<br />

Instrument: Klarinette<br />

Bei der Stadtkapelle seit: 2013<br />

Was bedeutet dir Musik: Musik ist für mich ein wichtiger<br />

Teil meines Lebens, da Musizieren mir den Kopf freimacht<br />

und ich dadurch gut abschalten kann.<br />

Warum hast du die Rolle der Jugendreferentin übernommen:<br />

Eigentlich wurde ich überraschend gefragt, konnte mir aber sofort vorstellen<br />

diese Position zu übernehmen.<br />

Was sind deine Vorstellungen und Ziele in diesem Posten: Jungmusiker<br />

zu motivieren und zu unterstützen, gute Zusammenarbeit mit Jungen<br />

und Junggebliebenen zu erzielen und meine Ideen einzubringen.<br />

Ein Jugendreferent / eine Jugendreferentin übernimmt Leitungsfunktionen in der Jugendarbeit.<br />

Sei es mit Spiel und Spaß, Sportevents, Ausflügen oder kleinen musikalischen<br />

Ensembles, die Jugendreferenten der Stadtkapelle sorgen mit viel Engagement für ein<br />

aktives Miteinander der Jungmusiker. Nach dem Abgeben der Ämter der Vorgänger/innen<br />

dürfen wir Ihnen nun unsere neuen Jugendreferenten vorstellen.<br />

10<br />

11


Vor zehn Jahren – zu unserem<br />

130-jährigen Jubiläum – hat<br />

der Historiker Andreas Salmhofer<br />

für unser Weckrufmagazin<br />

einen Artikel verfasst, der<br />

sich mit der Gründung unserer<br />

Kapelle auseinandersetzt und<br />

welcher hier auszugsweise<br />

wiedergegeben wird.<br />

Anno 1878<br />

in Friedberg<br />

zugetragen …<br />

[…] Institutionsstiftender Moment<br />

im Falle von Friedberg war die<br />

Tatsache, dass die zwei k.u.k.-(Militär-)Musiker<br />

Johann Strobl und<br />

Karl Steiner bereits entstandene<br />

Blasmusikkapellen (z.B. 1810<br />

Wörth a.d. Lafnitz, 1848 Hartberg)<br />

im oststeirischen Raum kannten<br />

und unmittelbar nach ihrem<br />

Kriegseinsatz in Bosnien-Herzegowina<br />

die Feuerwehrmusik(kapelle)<br />

Friedberg 1878 gründeten. Wie in<br />

vielen Fällen, so auch hier, waren<br />

es oft Militärmusiker, die den Geist<br />

organisierter Musik nicht nur im<br />

militärischen, sondern auch im<br />

zivilen Leben einführen wollten.<br />

Das ist vermutlich eines der ältesten Gruppenfotos unserer Stadtkapelle.<br />

Im Jahr 1878, also vor 140 Jahren, entwickelte der Amerikaner<br />

Thomas Alva Edison die Glühbirne und in England wurde<br />

der Fußballverein Manchester United gegründet. In Deutschland<br />

wurde das erste Mutterschutzgesetz erlassen, welches<br />

nach der Entbindung drei arbeitsfreie Wochen vorsah. In<br />

Breslau gelang dem Arzt Wilhelm Alexander Freund die erste<br />

wissenschaftlich fundierte und reproduzierbare einfache<br />

totale Entfernung einer von Krebs befallenen Gebärmutter<br />

über einen Bauchschnitt. Und bei uns in Friedberg trafen<br />

sich Musikanten, um eine Musikkapelle zu gründen.<br />

Was sich in 140 Jahren getan hat<br />

140 Jahre Stadtkapelle Friedberg<br />

Die Unvergänglichkeit<br />

einer Idee<br />

Eine der wesentlichen Veränderungen<br />

ist die Größe der Musikkapellen – die<br />

Anzahl der Musikerinnen und Musiker<br />

hat sich etwa verdoppelt. Die Besetzung<br />

der Kapelle ist daher auch vielfältiger<br />

geworden. Oboe, Fagott und Saxophon,<br />

Pauken und Percussion sind heute Standard<br />

und das ermöglicht, neben der traditionellen<br />

Marschmusik, auch sinfonische<br />

Blasmusik zu spielen.<br />

Auch die Ausbildung der Jungmusikerinnen<br />

und Jungmusiker hat sich<br />

gewandelt und wurde in den letzten<br />

Jahren immer mehr institutionalisiert.<br />

Waren es vor rund 30 Jahren noch<br />

großteils der Kapellmeister und die<br />

Mitglieder der Musikkapellen selbst,<br />

die ihr Wissen an die Jungen weitergaben,<br />

kümmern sich heutzutage ein<br />

flächendeckendes Musikschulnetz und<br />

akademisch geschulte Lehrerinnen und<br />

Lehrer um den Unterricht. Damit geht<br />

eine ständige Qualitätssteigerung der<br />

musikalischen Darbietungen einher.<br />

Was allerdings gleich geblieben ist wie<br />

vor 140 Jahren, ist der Zweck der Stadtkapelle:<br />

nämlich die musikalische Umrahmung<br />

von weltlichen und geistlichen<br />

Anlässen in der Gemeinde.<br />

Gleich geblieben sind auch die Motivation,<br />

die Freude und die Begeisterung<br />

der Musikerinnen und Musiker, Teil<br />

der Stadtkapelle zu sein und gemeinsam<br />

mit Gleichgesinnten Blasmusik zu<br />

machen.<br />

Die Rahmenbedingungen waren früher<br />

natürlich ganz andere. Geprobt wurde<br />

bei Kerzenschein im Gasthaus Pucher.<br />

Es gab weder künstliches Licht noch ein<br />

eigenes Probenlokal. Die Besetzung war<br />

klein und der Frauenanteil Null. Die<br />

Verständigung erfolgte mündlich und<br />

die Anreise zu den Proben hauptsächlich<br />

zu Fuß. Kein Telefon, kein Auto,<br />

kein WhatsApp …<br />

… wie konnte all das bloß so lange<br />

und so gut funktionieren …<br />

Die Kapelle verstand sich ursprünglich<br />

als musikalisches Attribut<br />

zur Institution Feuerwehr, was<br />

natürlich entsprechend damaliger<br />

Wert- und Institutionsvorstellungen<br />

auch ganz normal war. In<br />

späterer Folge emanzipierte sich<br />

das Verständnis der Blasmusikkapelle<br />

per se als auch ihrer Umgebung<br />

insofern, als dass sie 1935 in<br />

Musikverein (Feuerwehrkapelle)<br />

Friedberg und später 1952 im<br />

Rahmen der Jubiläumsfeier der<br />

Stadt Friedberg in Stadtkapelle<br />

Friedberg unbenannt wurde und<br />

selbst zu einer zukunftsgerichteten<br />

Institution avancierte. […]<br />

Vor allem die technischen sowie die wirtschaftlichen Entwicklungen waren<br />

enorm. Die flächendeckende Elektrifizierung, gefolgt von der sich rasch<br />

weiterentwickelnden Informationstechnologie (Radio, Fernsehen, Internet)<br />

bis hin zur gesteigerten Mobilität und nicht zuletzt die gesellschaftlichen<br />

Veränderungen, wie z.B. Wahlrecht, die Stellung bzw. die Rechte der<br />

Frauen, haben den Alltag der letzten fünf bis sechs Generationen vor uns<br />

seitdem zunehmend und rasch wie nie zuvor verändert und geprägt.<br />

Denken wir nur an die Brotberufe, die von den Musikerinnen und Musikern<br />

der Stadtkapelle heute ausgeübt werden. Handwerker, Bäuerinnen und<br />

Bauern, Lehrerinnen und Lehrer, Büroangestellte, Technikerinnen und<br />

Techniker und viele andere – ausnahmslos jede Tätigkeit hat sich durch die<br />

vorhin genannten Reformen sehr stark gewandelt.<br />

Musikalisch gab es natürlich ebenso Weiterentwicklungen, wobei man sagen<br />

muss, dass die Musikinstrumente seit etwa 1900 auf ihrem technischen<br />

Höchststand sind und seitdem kaum verändert wurden.<br />

Dieses Gruppenfoto wurde im Jahr 1998, also vor genau 20 Jahren, beim Frühjahrskonzert im Mehrzwecksaal der Hauptschule Friedberg<br />

aufgenommen. Rund 20 von den 54 MusikerInnen am Bild sind derzeit noch oder wieder aktiv bei der Stadtkapelle.<br />

12<br />

13


RÜCKBLICK VON JEANNINE BUCHEGGER<br />

Von knapp 22 Mann auf über<br />

70 aktive Musiker und Musikerinnen<br />

ist die Stadtkapelle<br />

Friedberg seit ihrem Gründungsjahr<br />

angewachsen und<br />

praktiziert nach wie vor unermüdlich<br />

ihre Leidenschaft<br />

zur Musik. Heuer im Jahr <strong>2018</strong><br />

dürfen wir stolz auf 140 Jahre<br />

Geschichte sein.<br />

BIS 1950<br />

Im Jahr 1878 wurde der Musikverein,<br />

damals Feuerwehrmusik, durch Johann<br />

Strobl (1853-1927) und Karl Steiner<br />

nach der Heimkehr von der Okkupation<br />

von Bosnien und Herzegowina<br />

durch Österreich gegründet. Ab 1901<br />

leitete Carl Pucher (1876-1961) für unglaubliche<br />

50 Jahre die Kapelle. Er besaß<br />

die Gabe, während Musiker in den<br />

beiden Weltkriegen einrücken mussten<br />

und nie wieder zurück kamen, immer<br />

wieder neue Musiker auszubilden und<br />

für den Verein zu gewinnen. Friedberg<br />

meldete sich als erste Blasmusikkapelle<br />

beim Bezirk Hartberg an und Carl Pucher<br />

war erster Bezirkskapellmeister.<br />

Carl Pucher<br />

Alfred Trummer<br />

STADTKAPELLE FRIEDBERG<br />

Das erste Bezirksmusikertreffen wurde<br />

1951 in Friedberg gefeiert. Im selben<br />

Jahr übernahm Alfred Trummer die<br />

musikalische Führung des Musikvereins.<br />

Seine hohe Ausbildung brachte<br />

schnellen Aufschwung. 1952 beschloss<br />

der Gemeinderat, aufgrund besonderer<br />

Leistungen, der Blasmusikkapelle<br />

den Titel „Stadtkapelle Friedberg“ zu<br />

verleihen. Zur Unterstützung der Kapelle<br />

veranlasste die Gemeinde sogar<br />

die Holzschlägerei im gemeindeeigenen<br />

Stadtwald, um aus dem dadurch<br />

entstandenen Gewinn, Geld für die Instrumentenanschaffung<br />

bereitstellen zu<br />

können. Mit dem damaligen Obmann<br />

Leopold Rodler und Alfred Trummer<br />

als Kapellmeister schien die Kapelle ihren<br />

musikalischen Höhepunkt erreicht<br />

zu haben. Oftmals wurden sie zu Konzerten<br />

nach Niederösterreich und Burgenland<br />

eingeladen, darunter spielten<br />

sie zur 1100-Jahr-Feier der Stadterhebung<br />

Pinkafeld für ganze 8 Tage.<br />

1961 wurde dann nach langem Verhandeln<br />

mit der steiermärkischen Landesregierung<br />

und Vereinbarung eines Anerkennungspachtzins<br />

von 50 Schilling<br />

mit dem Bau des ersten Musikerheims<br />

(auch Erstes im Bezirk Hartberg) begonnen,<br />

welches nach mehreren Erweiterungen<br />

bis 2001 als Heimstätte der<br />

Stadtkapelle diente.<br />

Nach der Beendigung dieses Vorhabens<br />

trat bereits ein Neues ins Zentrum – die<br />

Umstimmung der Instrumente auf tiefe<br />

Stimmung. Dies gelang der Stadtkapelle<br />

Friedberg im Jahre 1963.<br />

Ab den 80ern gab es mit Kpm. Walter<br />

Seidl und vor allem Kpm. Peter Krinner<br />

weitere große musikalische Erfolge,<br />

welche sich besonders durch Rundfunkaufnahmen,<br />

sowie der Produktion<br />

von zwei Schallplatten widerspiegelten.<br />

Unser Ehrenobmann Herbert Wilfinger<br />

übernahm 1985 die Obmannschaft. In<br />

seiner über 50-jährigen Aktivzeit war er<br />

maßgeblich und vorbildlich als Musiker<br />

und Funktionär an der Entwicklung der<br />

Stadtkapelle beteiligt.<br />

DIE 2000er<br />

Unter Obmann Franz Reifbäck wurde<br />

im Jahr 2001 ein neues Musikerheim<br />

in der Badgasse errichtet. In 3-jähriger<br />

Bauzeit wurden 90% der Arbeiten von<br />

den Musikern in Eigenregie in jeder<br />

zur Verfügung stehenden Freizeit bewerkstelligt.<br />

Die Jugendarbeit begann<br />

bereits 1959 mit der Aufnahme einer<br />

Kindergruppe in die Stadtkapelle. 2002<br />

entstand dann in Zusammenarbeit mit<br />

dem MV Dechantskirchen das Sinnflutorchester.<br />

Bis 2013 war Bruno Piebel Kapellmeister<br />

der Stadtkapelle Friedberg. Unter<br />

seiner Leitung nahm die Stadtkapelle<br />

Friedberg an 10 Wertungsspielen teil.<br />

2010 wurde gemeinsam mit anderen<br />

Musikgruppen die CD<br />

„fried(berg)liche Weihnacht“<br />

produziert. Seit 2013 verhilft<br />

Professor Uwe Köller der Stadtkapelle<br />

Friedberg zu einer neuen Dimension<br />

qualitativ hochwertiger Blasmusik.<br />

2016 wurde auch das erste Mal im Laufe<br />

der Geschichte der Stadtkapelle Friedberg<br />

bei einer Konzertwertung in Stufe<br />

D teilgenommen, wobei die Kapelle<br />

90,5 Punkte erzielte. <strong>2018</strong> bekommt die<br />

Stadtkapelle, neben den 2 bereits Erhaltenen,<br />

eine „Robert Stolz Medaille“ und<br />

einen „Steirischer Panther“ verliehen.<br />

Im Laufe der Jahre wechselte die Uniform<br />

des Blasmusikvereins mehrmals.<br />

Die blaue Uniform mit Tellermütze<br />

wurde durch eine Gendarmerie-<br />

Uniform getauscht. 1975 wurde die<br />

Erzherzog Johann Tracht und 1987 die<br />

Fuhrmannstracht eingeführt. Seit 2004<br />

ist der Verein in der jetzigen Uniform<br />

unterwegs.<br />

Nähere Informationen zur Geschichte der Stadtkapelle<br />

Friedberg erhalten Sie auf www.stadtkapelle-friedberg.at<br />

Johann Strobl<br />

Peter Krinn<br />

14<br />

15


Interviewpartner 2<br />

Interviewpartner 1<br />

Ich bin Mitglied der Stadtkapelle seit<br />

1878<br />

Meine erste Musikprobe war im Jahr<br />

1878<br />

Bei meiner ersten Probe hatte ich<br />

diese Eindrücke:<br />

Ich bin stolz, dass Friedberg eine Feuerwehrkapelle<br />

mit 18 Musikern hat<br />

Zum Musizieren motiviert mich<br />

• Stolz<br />

• der Feuerwehr und der<br />

Allgemeinheit Dienste zu<br />

erweisen<br />

Mein 1. Auftritt mit der Stadtkapelle<br />

war : wäre spannend, wenn wir das<br />

wüssten<br />

Meine Kapellmeister, bei denen ich<br />

in der Stadtkapelle musiziert habe:<br />

Das war eigentlich ich selbst<br />

Gründe, die mich motivieren bei der<br />

Stadtkapelle zu sein<br />

• Freude zur Musik<br />

• Dienst an der Gesellschaft<br />

• Tradition<br />

Mein größtes Erlebnis mit der Stadtkapelle<br />

war:<br />

unser erster Auftritt am Hauptplatz<br />

Ich bin Mitglied der Stadtkapelle seit<br />

1967<br />

Meine erste Musikprobe war<br />

im Mai 1967<br />

Bei meiner ersten Probe hatte ich<br />

diese Eindrücke:<br />

Ich fühlte mich in gewisser Weise<br />

komplett verlassen und seltsam<br />

Zum Musizieren motiviert mich<br />

• dass ich gerne musiziere<br />

• dass Musik ein wichtiger Teil<br />

meines Lebens ist<br />

(steht vor fast allem)<br />

• Musik im Radio zu hören<br />

Mein 1. Auftritt mit der Stadtkapelle<br />

war beim Weihnachtskonzert 1968<br />

im Gasthof Heil<br />

Meine Kapellmeister, bei denen ich<br />

in der Stadtkapelle musiziert habe:<br />

Alfred Trummer, Walter Seidl, Peter<br />

Krinner, Bruno Piebel, Christian Haas,<br />

Uwe Köller<br />

Gründe, die mich motivieren bei der<br />

Stadtkapelle zu sein<br />

• Leidenschaft<br />

• Kameradschaft<br />

• Gaudi<br />

• Abwechslung<br />

So stelle ich mir eine Musikprobe im<br />

Jahr 1878 vor:<br />

Das ist sicher nicht vergleichbar mit<br />

heute und es wurde keine "schöne"<br />

Musik gespielt. Die Stücke, die gespielt<br />

wurden, waren sehr einfach.<br />

Meine größten Erlebnisse mit der<br />

Stadtkapelle waren:<br />

Die Bayernfahrten und die unzähligen<br />

Musikertreffen<br />

Interviewpartner 3<br />

Ich bin Mitglied der Stadtkapelle seit<br />

2016<br />

Meine erste Musikprobe war im<br />

Herbst 2016<br />

Bei meiner ersten Probe hatte ich<br />

diese Eindrücke:<br />

Alle waren nett zu mir. Die Stimmung<br />

und die Gemeinschaft beim<br />

Musizieren hat mir sofort gefallen.<br />

Zum Musizieren motiviert mich<br />

• Mein Papa<br />

• Gute Stücke<br />

• Freunde<br />

Mein 1. Auftritt mit der Stadtkapelle<br />

war bei der Cäcilia-Messe 2016<br />

Meine Kapellmeister, bei denen ich<br />

in der Stadtkapelle musiziert habe:<br />

Uwe Köller<br />

Gründe, die mich motivieren bei der<br />

Stadtkapelle zu sein<br />

• Freunde<br />

• Gemeinschaft<br />

• Ehrgeiz<br />

• Spaß<br />

• Verbessern meiner<br />

musikalischen Leistung<br />

So stelle ich mir eine Musikprobe im<br />

Jahr 1878 vor:<br />

Die ersten Mitglieder proben fleißig<br />

für ihren ersten Frühschoppen und<br />

lernen sich durch die Musik besser<br />

kennen. Vielleicht hält der Kapellmeister<br />

eine Ansprache?<br />

So stelle ich mir eine Musikprobe im<br />

Jahr 1978 vor:<br />

Alle trinken erst einmal ein Bier auf<br />

das 100-jährige Bestehen der Kapelle.<br />

Einer denkt sich: "Hey, wie wärs<br />

mit einem Frühjahrskonzert?"<br />

Mein größtes Erlebnis mit der Stadtkapelle<br />

war: Frühjahrskonzert 2017<br />

So könnte es gewesen sein, war es, ist es und könnte es sein, wenn man sein Herz der<br />

Blasmusik verschrieben hat. Malen wir uns doch in Gedanken die Bilder dieser vier Personen<br />

und stellen uns dazu ein Musikstück vor. Probieren sie es doch einmal !?!<br />

Ich bin Mitglied der Stadtkapelle seit<br />

2058<br />

Meine erste Musikprobe war<br />

im Herbst 2058<br />

Bei meiner ersten Probe hatte ich<br />

diese Eindrücke: es war mega chillig<br />

Zum Musizieren motiviert mich<br />

• Das coole Equipment<br />

• Die Kumpels mit denen ich spielen<br />

und reden kann<br />

• Leute „nicht digital“ zu treffen<br />

Mein 1. Auftritt mit der Stadtkapelle<br />

war Brass Spring Festival in der<br />

Concert Area in Friedberg<br />

Meine Kapellmeister bei denen ich<br />

in der Stadtkapelle musiziert habe:<br />

Der digitale Typ in 3D-Projektion<br />

Gründe, die mich motivieren bei der<br />

Stadtkapelle zu sein<br />

• Die Community<br />

• Die Location<br />

• Der Spirit<br />

Mein größtes Erlebnis mit der Stadtkapelle<br />

war: Die Mega Session im<br />

Live-Stream mit den vielen anderen<br />

Blasmusik-Usern<br />

VERFASST VON MARTIN<br />

AUERBÖCK<br />

Um 140 Jahre musikalisch zu „überstehen“<br />

hat die Stadtkapelle Friedberg rund<br />

600 Musiker „verbraucht“.<br />

600 Persönlichkeiten, wie sie wahrscheinlich unterschiedlicher<br />

nicht sein könnten.<br />

600 Charaktere, die viel Zusammenhalt zeigten und zeigen,<br />

aber auch so manche Fehde ausgetragen haben.<br />

600 Begeisterte, die die Freude zu musizieren und das Lebensgefühl<br />

der Gemeinschaft verbindet.<br />

Mir, als Autor dieses Artikels, gingen bei diesen Zahlen einige<br />

Fragen durch den Kopf: Wie war´s ganz am Anfang?<br />

Wie hat sich die Kapelle entwickelt und verändert?<br />

Was ist heute anders als damals?<br />

Wie wird es in 40 Jahren mit Blasmusik in Friedberg<br />

aussehen?<br />

Liebe Leserinnen und Leser, beantworten Sie diese Fragen für<br />

sich selbst, wenn Sie den Word-Rap mit unseren vier Musikerinnen<br />

und Musikern gelesen haben. Wir von „Aufg´weckt“<br />

haben vier Musikerinnen und Musiker der Stadtkapelle zum<br />

Word-Rap gebeten. Zwei „Echte“ und zwei „Virtuelle“.<br />

Und das ist herausgekommen.<br />

16<br />

17


FRANZ RIEGLER DIETMAR HAMMERL PETER GREMSL EHRENFRIED PFEFFER FRANZ DIENBAUER<br />

ANALYSIERT VON THERESA FELLINGER<br />

RECHERCHIERT<br />

VON<br />

RAPHAELA<br />

BUCHEGGER<br />

LINNSTRUMENT<br />

Die Tuba, so wie man sie heute<br />

kennt, wurde erstmals 1835 in<br />

Berlin hergestellt. Sie war mit fünf<br />

Ventilen ausgestattet und ersetzte<br />

aufgrund ihrer präzisen Intonation<br />

und des vorteilhafteren Klangs<br />

bald Vorläufermodelle im Orchester.<br />

Die anfangs eingesetzten<br />

Pumpventile wurden dann im Laufe<br />

der Zeit durch die praktischeren<br />

Drehventile ersetzt. Heute wird sie<br />

in jeglicher Art der Musik verwendet.<br />

Klassik, Blasmusik, Volks- und<br />

Militärmusik aber teilweise auch<br />

im Jazz.<br />

Aufgrund ihrer Größe und ihres<br />

Gewichtes, wird die Tuba nur sitzend,<br />

auf den Schenkeln gestützt<br />

oder stehend, mit einer speziellen<br />

Tragevorrichtung gespielt, da der<br />

Musiker tief atmen können muss.<br />

Tuba spielen ist eben nur für die<br />

harten Burschen und Mädls.<br />

WIE DIESES MÄCHTIGE<br />

INSTRUMENT GESPIELT WIRD<br />

Der Ton wird durch Lippenschwingungen<br />

erzeugt. Die Wangen sollten<br />

nicht gebläht werden, da sonst<br />

kein gleichmäßiger Atemdruck erzeugt<br />

werden kann. Der Ansatz ist<br />

im Vergleich zum Flügelhorn/ zur<br />

Trompete eher locker, mit “schlaffen<br />

Lippen” und weit geöffneter<br />

Mundöffnung für die tiefe Lage<br />

und gespannteren Lippen für die<br />

höheren Lagen.<br />

Der Tubist kann ohne geschaltete<br />

Ventile bestimmte Naturtöne<br />

durch Lippenschwingungen erzeugen.<br />

Die Anzahl der Naturtöne ist<br />

begrenzt. Um eine abschließende<br />

Tonleiter spielen zu können,<br />

werden die Ventile benötigt. Durch<br />

drücken eines Ventils wird die<br />

vorhandene Röhre verlängert und<br />

senkt so den gespielten Naturton<br />

ab.<br />

WENN EIN TUBIST ZUM<br />

SOLISTEN WIRD<br />

Ein Orchester jeglicher Art kann<br />

ohne das richtige Bassfundament<br />

nicht funktionieren. Daher ist es<br />

allgemein bekannt, dass das tiefe<br />

Register, also Tenorhörner, Posaunen<br />

und Tuben die Untermalungen<br />

der Melodie der Sopraninstrumente<br />

bilden. Doch diese Instrumente<br />

nur als reine Begleitinstrumente<br />

zu bezeichnen, wäre falsch. Wer<br />

oft unsere Konzerte besucht weiß,<br />

dass in den ein oder anderen Stücken<br />

Tenorhörner und Posaunen<br />

Soli haben. Und die Tuba? Die Tuba<br />

ist genauso ein Soloinstrument.<br />

Sie glauben es<br />

nicht? So fragen Sie doch<br />

unseren Spitzentubisten<br />

Peter. Er hat schon bei<br />

einem Frühjahrskonzert<br />

sein musikalisches Talent<br />

zum Besten gegeben und<br />

mit dem Stück „Latin Tuba“<br />

den ganzen Saal in Staunen<br />

versetzt.<br />

Seitdem es Menschen gibt,<br />

gibt es auch Musik. Wir mochten<br />

Klänge, besonders wenn wir zusammenkamen,<br />

um uns in bestimmte<br />

Stimmungen zu versetzen. Wahrscheinlich<br />

waren Trommeln die ersten Instrumente. Irgendwann<br />

wurden auch Saiten gezupft oder<br />

gestrichen.<br />

Aber seit der Erfindung der Klangaufnahme und<br />

besonders seit deren Digitalisierung wurden Konzerte<br />

immer langweiliger: Musiker können auf der<br />

Bühne immer seltener einlösen, was die Aufnahme<br />

verspricht. Musikalität und Digitalisierung<br />

widersprechen sich, hört man von vielen Bühnenprofis.<br />

Eine neue Erfindung, das „Linnstrument",<br />

könnte das ändern.<br />

Eigentlich ist das LinnStrument „nur" ein<br />

Steuergerät, das zum Zweck der Befehlsweitergabe<br />

an einem Computer angeschlossen<br />

wird. Und so wie man auf Tastaturen meist<br />

Buchstaben eingibt, gibt das Linnstrument Befehle<br />

für Klänge und deren Modulation weiter. Jeder erdenkliche<br />

Klang ist möglich, egal ob einstimmig<br />

oder mehrstimmig.<br />

Weitere Erfindungen sind eine Software die<br />

Tanzbewegungen in Töne umwandelt und<br />

ein Handschuh, in dem sich Sensoren befinden.<br />

Mit Arm-, Hand- und Fingerbewegungen<br />

kann man so viele verschiedene<br />

Instrumente spielen. Schließlich<br />

stellt sich nur noch die Frage,<br />

ob diese moderne Technik<br />

irgendwann das<br />

„gewöhnliche“<br />

verdrängen wird.<br />

Musizieren<br />

Ich glaube bei der Musik geht es nicht<br />

um hochtechnologische Lösungen, die das<br />

Musizieren leichter und attraktiver machen.<br />

Jeder, der ein Instrument spielt weiß, dass man<br />

nach dem Üben auch Erfolg hat und diesen vor<br />

anderen zu präsentieren, macht nicht nur einem<br />

selbst große Freude, sondern auch den Zuhörern.<br />

Aber Musizieren ist nicht nur die Leistung eines Einzelnen,<br />

denn gerade beim gemeinsamen Zusammenspielen<br />

muss man aufeinander hören und man hat<br />

viel Spaß.<br />

Natürlich kann ein Computer oder Ähnliches<br />

die Töne exakt und rhythmisch, laut und leise<br />

spielen, doch ist es nicht viel wichtiger, dass<br />

ein und das selbe Lied von unterschiedlichen<br />

Personen selbst musiziert wird, jedes Mal<br />

komplett anderes klingt und dabei immer<br />

eine andere „Geschichte“ erzählt? Denn es heißt<br />

nicht umsonst: Das Beste an der Musik steht nicht in<br />

den Noten.<br />

Deswegen bin ich mir sicher, dass<br />

Maschinen Instrumente nie<br />

ersetzen können und auch<br />

nicht werden, denn das<br />

Wichtigste an der<br />

Musik sind nicht die<br />

Fehler, die passieren,<br />

sondern die Freude<br />

am Spielen und die<br />

Gemeinschaft.<br />

18<br />

19


INTERVIEW VON SARAH LATSCHENBERGER<br />

Herbert Kogler - Mega tolle Darbietung<br />

der Musikkapelle Eichberg und der<br />

Stadtkapelle Friedberg.<br />

Anlässlich der Eröffnung des neuen "Haus der Musik"<br />

der Musikkapelle Eichberg wurde am 10. Juni<br />

2017 ein Galakonzert veranstaltet. Als musikalischer<br />

Höhepunkt des Abends formierten sich die Musikkapelle<br />

Eichberg und die Stadtkapelle Friedberg zu<br />

einer Orchesterfusion und gaben ihr musikalisches<br />

Können gemeinsam zum Besten. Unter der Leitung<br />

von MMag. Dietmar Hammerl boten wir als gemeinsames<br />

Musikerorchester mit rund 100 Musikern die<br />

„Olympic Fanfare“ von John Williams, „The Hobbit“<br />

und zum krönenden Abschluss die „Overture 1812“<br />

von P.I. Tschaikowsky dar. Kanonenschläge und ein<br />

großes Feuerwerk umrahmten die großartige musikalische<br />

Darbietung der Orchesterfusion. Hier lesen<br />

Sie ein paar persönliche Eindrücke der Musikerinnen<br />

und Musiker vom Galakonzert und der Zusammenarbeit<br />

mit Eichberg:<br />

Uwe Köller - Es war ein sehr anspruchsvolles<br />

Programm, aber auch ein<br />

toller Anlass für das „Haus der Musik“ in<br />

der tollen Location spielen zu können. Zudem<br />

war es eine gute Gelegenheit die musikalische<br />

Freundschaft zu demonstrieren und zu festigen.<br />

Das Klangerlebnis war ein Beeindruckendes.<br />

Thomas Peinthor – Es war toll mit den Eichbergern<br />

gemeinsam diese anspruchsvollen<br />

Stücke zu spielen und es hat alles gepasst.<br />

Durch die originelle Darbietung mit Feuerwerk<br />

und Kanonenschüssen wurde das neue<br />

Musikhaus der Eichberger, welches den Namen<br />

„HADEMUS“ hat, gut in Szene gesetzt.<br />

Sarah Latschenberger - Für mich war es<br />

beeindruckend, was wir gemeinsam mit<br />

der Musikkapelle Eichberg auf die Beine<br />

gestellt haben und die Eröffnung ihres<br />

neuen „HADEMUS“ ist ihnen durch dieses<br />

Galakonzert wahrlich gelungen.<br />

Wieder ist ein Jahr herum und auch von meiner<br />

Seite, der „Musik in Bewegung“, gibt es vieles<br />

zu berichten. Wie im Vorjahr an dieser Stelle<br />

angekündigt, haben wir an der Marschmusikwertung,<br />

im Zuge des Bezirksmusikfestes<br />

in Kaindorf, teilgenommen. Doch<br />

nicht so voreilig – beginnen wir am Anfang:<br />

Bereits im Jänner des Vorjahres wurde entschieden,<br />

sich der Marschmusikwertung im September zu stellen!<br />

Wie so üblich verging ein knappes halbes Jahr voller<br />

musikalischer Einsätze und Proben wie im Flug, bevor<br />

wir pünktlich, zwei Monate vor der Wertung, mit den<br />

Marschproben starteten. Aller Anfang ist schwer – das<br />

gilt auch, wenn man versucht, einem Haufen motivierter<br />

MusikantInnen die gewünschten Marschfiguren näher<br />

zu bringen. So folgte auf die ersten Kommandos die erste<br />

registerübergreifende Verwirrung, die mit Geduld und<br />

Feingefühl von mir und meinem Team beseitigt wurde.<br />

Nach den ersten Geh- bzw. Marschierversuchen auf dem<br />

Sportplatz der NMS Friedberg wechselten wir die Location<br />

und probten vom 11. August an auf dem Weidenweg<br />

rund um das Altstoffsammelzentrum. In diesem<br />

Zeitraum wurde auch entschieden in der Wertungsstufe<br />

C anzutreten, wodurch die zu zeigenden Wertungselemente<br />

klar waren. Um die Probenarbeit hierfür zu vereinfachen,<br />

versuchten wir uns an allen Tipps und Tricks – so<br />

kam es schon mal vor, dass ich freitagnachmittags mit<br />

Straßenmalkreide, Schnur und Alulatte vor dem ASZ herumirrte.<br />

Hierbei habe ich die Platzverhältnisse aus Kaindorf<br />

auf unseren Übungsplatz übertragen, und mit aufgezeichneten<br />

Kreisbögen versucht, den MusikantInnen<br />

die Schwenkung zu vereinfachen.<br />

Des Öfteren<br />

durfte ich dabei der verwunderten Bevölkerung die<br />

Bedeutung meiner Malereien erklären. ;-) So ging der<br />

Hochsommer mit insgesamt 10 anstrengenden, aber<br />

doch effektiven, Proben vorüber und der lang ersehnte<br />

9. September stand vor der Tür: Um 15 Uhr stellten wir<br />

uns mit 40 MusikantInnen der Bewertung durch drei Jurymitglieder.<br />

Dass hier ein gewisses Maß an Nervosität<br />

vorhanden war, brauche ich wohl nicht zu erwähnen!<br />

Immerhin galt es, das über Monate Gelernte in knapp 5<br />

Minuten umzusetzen. Nach verrichteter Arbeit und mit<br />

gutem Gefühl stellte sich uns die Frage, wie es für uns<br />

wohl gelaufen ist... Da das Ergebnis aber sowieso erst am<br />

Abend bekannt gegeben wurde, überwogen dann doch<br />

die Erleichterung und der Stolz auf uns als Gemeinschaft,<br />

die Tolles geleistet hat. (Diese Leistung können Sie übrigens<br />

jederzeit auf YouTube unter „Marschmusikwertung<br />

Kaindorf – Stadtkapelle Friedberg“ begutachten.) Erleichtert<br />

ließen wir den restlichen Nachmittag verstreichen<br />

und erwarteten mit Spannung die Punkteverkündung<br />

am Abend im Rahmen des Festaktes beim Bezirksmusikfest<br />

– hierzu waren am Sportplatz in Kaindorf 27 Musikkapellen<br />

angetreten. Nach Bekanntgabe der Ergebnisse<br />

durften wir uns über hervorragende 92,53 von möglichen<br />

100 Punkten, und somit Tageshöchstpunktzahl von<br />

9 teilnehmenden Kapellen freuen. Dass dieses Ergebnis<br />

ausreichend gefeiert wurde, versteht sich von selbst ;-)<br />

Was erwartet uns nun für <strong>2018</strong>? Auf dem Gebiet der<br />

"Musik in Bewegung" wird es wohl eher ein ruhiges werden<br />

– und doch werden wir das Gelernte festigen und<br />

weiterhin verbessern. Somit werden Sie auch heuer die<br />

Möglichkeit haben, das ein oder andere Mal unseren<br />

Klängen in der Abenddämmerung über Friedberg zu lauschen!<br />

Euer<br />

Martin<br />

YOUTUBE-LINK :<br />

MARSCHMUSIK-<br />

WERTUNG<br />

KAINDORF-<br />

STADTKAPELLE<br />

FRIEDBERG<br />

20<br />

21


INTERVIEW VON EMMA HOFER<br />

Die richtige Mischung aus Klassik, Pop, Jazz und Filmmusik gespielt von erfolgreichen Profimusikern<br />

mit Witz und Charme: Das ist German Brass. 1974 zuerst als Blechbläserensemble<br />

in 5er-Besetzung gegründet, verdoppelte sich nach 10 Jahren die Bläseranzahl und ein<br />

Schlagzeuger kam dazu. Bis dato komponieren und arrangieren die Musiker eine Vielzahl<br />

von Musikstücken selbst. Lesen Sie ein exklusives Interview mit unserem Kapellmeister<br />

Prof. Uwe Köller, welcher selbst Mitglied bei German Brass ist und erfahren Sie was er über<br />

dieses ganz besondere und erfolgreiche Ensemble zu sagen hat.<br />

7. WAS GLAUBST DU, WIE VIELE KM<br />

HAST DU IM FLIEGER ZU DEINEN AUF-<br />

TRITTEN SCHON ZURÜCKGELEGT?<br />

Als Mitglied von German Brass<br />

habe ich bis jetzt ungefähr tausend<br />

Konzerte gespielt. Im Schnitt<br />

lege ich pro Auftritt an die 500 km<br />

zurück (nicht unbedingt immer<br />

mit dem Flugzeug). Da kann man<br />

sich schon ausrechnen, wie viel<br />

das eigentlich ist.<br />

8. IN WELCHEN LÄNDERN WARST<br />

DU BEI DEINEN AUFTRITTEN<br />

SCHON?<br />

Während meiner Laufbahn war<br />

ich schon in Mexico, Brasilien,<br />

Argentinien, Uruguay, Taiwan,<br />

China, Japan, Südkorea und<br />

Russland, um nur ein paar aufzuzählen.<br />

Wo ich noch nie war, ist<br />

Australien und Neuseeland, aber<br />

das kommt vielleicht noch.<br />

1. DU SPIELST JETZT SCHON SEIT MEHR<br />

ALS 20 JAHREN BEI GERMAN BRASS.<br />

WIE BIST DU DAZU GEKOMMEN?<br />

Matthias Höfs, ein Mitglied von<br />

German Brass und ein Freund<br />

von mir, rief mich damals an. Er<br />

wusste, dass ich aufgehört hatte im<br />

Brandenburg Quintett zu spielen<br />

und sozusagen „frei“ war. Ich habe<br />

zugesagt und seitdem spiele ich bei<br />

German Brass.<br />

2. WIE LÄUFT EIN GANZER AUFTRITT<br />

FÜR DICH AB?<br />

Natürlich ermüdet die Reise zu den<br />

Auftrittsorten, manchmal kommt<br />

auch noch der Jetlag dazu. Deshalb<br />

schaue ich immer, dass ich mich<br />

nach dem Anspielen zwei Stunden<br />

vor dem Auftritt noch ausruhen<br />

kann. Im ersten Teil des Konzerts<br />

spielen wir meistens Klassik, wie<br />

z.B. Stücke von Bach. Im zweiten<br />

Teil wird dann moderne Musik aus<br />

Jazz, Pop oder Filmmusik performt.<br />

3. WAS GEFÄLLT DIR AN GERMAN<br />

BRASS AM MEISTEN?<br />

Am besten an German Brass ist,<br />

dass jeder nur das spielt, was ihm<br />

auch wirklich liegt. Keiner wird<br />

gezwungen Stücke zu spielen, die<br />

er nicht mag. Deswegen sind die<br />

Proben auch sehr kurzweilig.<br />

4. BIST DU VOR DEINEN KONZERTEN<br />

OFT NERVÖS?<br />

Nervös bin ich eigentlich nie, es ist<br />

eher so was wie positive Konzentration.<br />

Ich freue mich auf die Auftritte<br />

und spiele gern.<br />

BERÜHMT UND BELIEBT<br />

Einer der größten Erfolge des Brassensembles ist<br />

wohl der Gewinn des weltweit bekannten Musikpreises<br />

Echoklassik in der Kategorie Ensemble/<br />

Klassik 2016. Doch auch sonst sind die Profimusiker<br />

sehr engagiert: Ganze 28 CDs und Schallplatten<br />

und 2 DVDs nahm die erfolgreiche Gruppe bisher<br />

auf. Neben unzähligen Auftritten in ganz Europa<br />

werden oft weit entfernte Orte wie China oder<br />

Amerika bereist. Im Repertoire sind dabei Werke<br />

von Johann Sebastian Bach und Richard Wagner,<br />

aber auch Weihnachtliches und modernere Stücke<br />

wie Pirates Of The Caribbean.<br />

BESETZUNG<br />

German Brass spielt mit 4 Trompeten, 2 Hörnern, 2<br />

Posaunen, einem Bariton und einer Tuba und gelegentlich<br />

auch mit einem Schlagzeuger. Alle Mitglieder<br />

sind wahre Profimusiker und Perfektionisten<br />

und dadurch ist jede Vorstellung absolut zu empfehlen!<br />

German Brass kann nahezu alles: attackieren,<br />

trauern, jubilieren, triumphieren. Das Ensemble<br />

klingt wie ein ganzes Orchester – farbenprächtig,<br />

vielfältig und hochgradig überzeugend! Anlässlich<br />

unseres 140-jährigen Jubiläums freuen wir uns,<br />

Ihnen diesen einzigartigen, unerreichten Musikgenuss<br />

in Friedberg darbieten zu können.<br />

5. IST DIR BEI EINEM AUFTRITT SCHON<br />

EINMAL EIN „HOPPALA“ PASSIERT?<br />

Einmal spielten wir ein Konzert in<br />

Bad Waltersdorf. Kurz vor unserem<br />

Auftritt bin ich im Kondenswasser<br />

der Tuba ausgerutscht und hingefallen.<br />

Mein Knie tat das ganze Konzert<br />

hindurch weh; später stellte sich<br />

heraus, dass der Meniskus eingerissen<br />

war. Der Hornist konnte sich vor<br />

Lachen gar nicht mehr einkriegen.<br />

6. WIE VERSTEHST DU DICH ABSEITS<br />

DER BÜHNE MIT DEINEN KOLLEGEN?<br />

Natürlich sind es nette Leute, aber<br />

außer bei Konzerten und Proben<br />

treffe ich sie eigentlich nie, weil jeder<br />

viel zu tun hat. Es lebt auch niemand<br />

in Graz so wie ich.<br />

SA. 8. SEPT. <strong>2018</strong><br />

NMS FRIEDBERG<br />

0664 393 18 67<br />

www.stadtkapelle-friedberg.at<br />

Lösungswort: TRUMMER<br />

(siehe Rückseite),<br />

Danke an Herrn Franz Groller,<br />

der uns dieses Rätsel für diese<br />

aufg‘weckt-Ausgabe zur<br />

Verfügung gestellt hat.<br />

20 UHR<br />

22<br />

23


Dieses Rätsel wurde unserer Redaktion freundlicherweise<br />

von Franz Groller zur Verfügung gestellt.<br />

Hinweis: Stadtkapelle Friedberg wird im Folgenden mit SF abgekürzt.<br />

Für all jene, die nicht alles selbst herausfinden, gibt es die Hilfe auf Seite 23<br />

Viel Spaß beim Rätseln und Auflösen!<br />

WAAGRECHT<br />

1 Obfrau der SF (Daniela)<br />

8. österr. Schauspielerin (Senta)<br />

13. kornblumenblau<br />

15. Lebensbund<br />

16. Abk. f. Colonel (hierzulande: Oberst)<br />

17. Schistar Lindsey Vonn startete bis<br />

2007 mit ihrem Mädchennamen …<br />

19. Match vor eigenem Publikum<br />

21. Bündnis<br />

23. Abk. f. et cetera<br />

24. Abk. f. Task Force<br />

25. asiatische Heilpflanze<br />

27. Tier am Verkehrsschild „Wildwechsel“<br />

28. Anhänger des Islam<br />

30. ihr, engl.<br />

31. dehnbare Kunststoffe<br />

33. Stall- oder Käfigunterlage<br />

35. chem. Zeichen f. Actinium<br />

37. ein Schiff erstürmen<br />

39. Internetkürzel v. Ungarn<br />

40. Kapellmeister der SF 1982-1989 (Peter)<br />

42. Legierung aus Kupfer und Zinn<br />

45. Hornist bei der SF (Josef)<br />

46. Abk. f. Neue Zeit<br />

47. Unmut, Verdruss<br />

SENKRECHT<br />

1. früherer Kapellmeister der SF (Carl)<br />

2. Blasinstrument<br />

3. viele<br />

4. Abk. f. Frau<br />

5. spielt 2 senkrecht bei der SF (Melanie)<br />

6. Sport-Großereignis (Abk.)<br />

7. türk. Anisbranntwein<br />

8. Michael Jackson-Hit: … Jean<br />

9. Spielabschnitt beim Curling; Schluss, engl.<br />

10. Bewilligung<br />

11. bevor, poetisch<br />

12. spielt 2 senkrecht bei der SF (Tanja)<br />

14. Ehrenmitglied der SF (Franz)<br />

18. röm. Göttin des Erntesegens<br />

20. Fußballtorstange<br />

22. Beingelenk, engl.<br />

26. Bildungsstätte in Friedberg (Abk.)<br />

29. Speise aus Mehl; Teil des Pflugs<br />

32. Frühling, poetisch<br />

34. nord. Donnergott<br />

35. türk. Regierungspartei Erdogans (Abk.)<br />

36. Jahrgang, frz. (z.B. Wein: Grand …)<br />

38. US-Basketballliga (Abk.)<br />

41. es, engl.<br />

43. König, ital.<br />

44. Kfz. Zeichen f. Zell am See<br />

Die Felder mit den fett gedruckten Buchstaben ergeben bei richtiger Lösung folgendes Lösungswort:<br />

1 2 3 4 5 6 7<br />

Herstellerbetrieb der Trachtenuniformen der Stadtkapelle Friedberg<br />

24

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