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GERT HEINRICH WOLLHEIM

GERT HEINRICH WOLLHEIM 1894 Loschwitz – New York 1974 „Die Gnädige Frau auf dem Morgenspaziergang“. 50 Feder in Schwarz, Aquarell und Farbstift, mit Deckweiß gehöht (oxydiert), auf cremefarbenem Velin, unten betitelt, signiert und datiert „Wollheim 1921“. 34,5:25,6 cm. – Die obere Blattkante und die seitlichen Blattkanten mit Perforierung, im unteren Drittel leicht knickfaltig, gering fleckig, verso in den oberen Ecken Reste einer älteren Montierung. Provenienz: Nachlaß Arthur Wagner, Dresden, Inhaber der Kunsthandlung Richter, Prager Straße in Dresden bis zur Ausbombung 1945; Privatbesitzt, Dresden. Literatur: Nicht bei Wiese. Die Authentizität der Arbeit wurde von dem Autor des Werkverzeichnisses, Dr. Stephan von Wiese, Berlin, dem Vorbesitzer gegenüber, mündlich bestätigt. Gert Wollheim hat sich selbst als „dreistes Gemisch von Ernst, Langeweile, Malerei, Jurisprudenz, Vagabundentum, guter Herkunft, Dresden, Berlin, Düsseldorf, Landmann, Greisentum, Liederlichkeit, Meisterschaft und entsagender Ekstase“ bezeichnet. Die Kunst Wollheims, der aus gutbürgerlichem Hause stammte, fühlte sich jedoch eher proletarischen Ideen verbunden. Sie sagt sich los von jeglichen Konventionen, bricht bildgestaltende Tabus – und läßt sich nicht mit einem Stilbegriff erfassen. Wollheim studierte von 1911-1913 an der Hochschule für Bildend e Künste in Weimar. Nachdem es ihm, zusammen mit Otto Pankok (1893-1966) nicht gelungen war eine Künstlerkolonie zu gründen, siedelte er 1919 nach Düsseldorf über und schloß sich dem Künstlerbund „Neues Rheinland“ an. Seit 1920 war er Mitglied der Künstlervereinigung „Das junge Rheinland“ und Heraus geber sowie Mitarbeiter verschiedener Zeitschriften. Er war Mitbegründer der Arbeitersiedlung „Freie Erde“ in Düsseldorf-Eller, 1922 gründete er zusammen mit Adolf Uzarski (1885-1970) die „1. Internationale Kunstausstellung“ in Düsseldorf und den „1. Kongress der Union fortschrittlicher internatio naler Künstler“. 1925 wurde er Mitglied der „Novembergruppe“ in Berlin. 1933 floh er aus Berlin nach Paris, später – nach Ausbruch des Krieges – nach Südfrankreich. 1937 war er Gründungsmitglied des Künstlerbundes „L’union des artistes libres“ in Paris, 1947 folgte sein Umzug nach New York. „Phantast und Rebell“ so wurde Wollheim einmal genannt. Sein Werk steht zwischen Realismus, Expressionismus und Surrealismus. Der zur Zeit des Nationalsozialismus verfemte Maler gehört zu den großen Einzelgängern in der deutschen Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts. 102

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