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Katalog-106_Galerie_Fach

OTTO GREINER 1869

OTTO GREINER 1869 Leipzig – München 1916 20 Gäa. Radierung und Kupferstich, 1912, auf chamoisfarbenem Japan, monogrammiert, bezeichnet und datiert. 41,8:35,8 cm. Literatur: Vogel 93 B XIX. – Abdruck des vollendeten Zustandes mit der Jahreszahl 1912. Hauptblatt des Künstlers! Für die Frucht fünfjähriger Arbeit wurde schon bei Erscheinen 1.000.-- Mark ausgegeben (vgl. H.W. Singer, Moderne Graphik. 2. Aufl. Leipzig 1920, S. 160). Der Maler und Graphiker Greiner begann 1884 in Leipzig eine Lehre als Lithograph. Daran schloß sich ein Studium an der Münchner Akademie 1888-1891 an. 1891 reiste er erstmals nach Italien, erst nach Florenz und anschließend nach Rom, wo er Max Klinger (1857-1920) traf. Sie freundeten sich an und Klinger gewann großen Einfluß auf ihn. Es folgten 1892-1898 Aufenthalte in München, Rom und Leipzig. 1898 ließ er sich dauerhaft in Rom nieder und übernahm Klingers ehemaliges Atelier, das unweit des Kolosseums lag. Innerhalb der deutschen Künstlerkolonie genoß er hohes Ansehen. Wegen des Krieges mußte er Italien 1914 verlassen und ging nach München. Hier starb er, erst 47 Jahre alt, während der Arbeit an zwei Wandgemälden für den großen Lesesaal der Deutschen Bücherei in Leipzig. 40

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