Aufrufe
vor 4 Monaten

Katalog-106_Galerie_Fach

CARLO LABRUZZI 1748 Rom

CARLO LABRUZZI 1748 Rom – Perugia 1817 29 Bacchantin mit Tamburin, nach links auf einem Steinsockel sitzend. Feder in Braun, braun laviert, über Bleistift, mit brauner Feder umrandet, links signiert und datiert „CLabruzzi 1796“. 22,8:18,7 cm. Auf alten Sammlungsuntersatz mit grün laviertem Rand aufgezogen. Vergleichsliteratur: Ausst. Katalog: Carlo Labruzzi. The Grand Tour. Cur. by Sir Timothy Clifford. Simon C. Dickinson Ltd., London, 12 Juni – 13 July, 2012, Nr. 38, Venustempel in Bajae (Vergleich zur Signatur); Auktion Pandolfini Casa d’Aste, Florenz , 15.12.2014, Stampe e Disegni dal XVI al XX secol ... Nr. 56 Figure di Carlo Labruzzi. Aquatinta, 1788; Auktion Koller , Zürich, 18.09.2015, Zeichnungen des 15.-20. Jahrhunderts, Nr. 3418 Zwei Mönche im Gespräch. Zeichnung. Labruzzi war als Maler und Kupferstecher in Rom tätig. 1781 wurde er in die Academia di San Luca aufgenommen, seit 1814 war er deren Direktor. Er war vorwiegend als Landschafts maler tätig, Genreszenen sind eher selten. Darüber hinaus radierte er auch Ansichten römischer Altertümer für die Kunstverlage Frauenholz in Nürnberg und Dall’Armi in Rom. Labruzzi gehört zu den römischen Künstlern, die den Klassizismus vertreten. Er malte in erster Linie Landschaften mit historischer Staffage, doch als Zeichner und Radierer schuf er mehrere Folgen, die Einzelfiguren oder Gruppen von Landleuten bzw. Figuren der römischen Mythologie darstellen. Die National Gallery of Art, Washington, besitzt einige Radierungen in Rotdruck, die aus einer solchen Folge stammen. Wir vermuten, daß unsere Zeichnung, die voll signiert und datiert ist, bei Labruzzi selten anzutreffen, für einen Sammler angefertigt wurde, wobei sich Labruzzi auf eine dieser Radierungen bezieht. 60

61 29