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Katalog-106_Galerie_Fach

31 zugeschrieben AUGUST

31 zugeschrieben AUGUST LUCAS 1803 – Darmstadt – 1863 Bei Neapel, Blick durch die Stämme zweier Eichen nach Ischia oder Procida in der Ferne. Öl, auf Papier, auf Hartfaserplatte aufgezogen, verso mit Zuschreibung an August Lucas sowie älterer Besitzvermerk. 22:18 cm. Diese vor der Natur gemalte Ölstudie dürfte im September/ Oktober 1832 während der Reise in den Süden entstanden sein. Bäume, immer wieder Bäume nehmen im malerischen und zeichnerischen Werk von August Lucas einen wichtigen Platz ein. „Seit 1822 zeichnete und skizzierte er Bäume, besonders Eichen und Buchen. Er beobachtete ihren hohen Wuchs mit Borke , Wurzeln und Knorpeln im Detail.“ (Zit. aus: Barbara Bott, Gemälde hessischer Maler des 19. Jahrhunderts. Darmstadt , Hess. Landesmuseum, 2003, S. 194). August Lucas zeichnete bereits im Alter von 14 Jahren nach graphischen Vorlagen, aber auch vor der Natur. Er war wahrscheinlich 1818-1824 Schüler der Museumszeichenschule bei dem Galeriedirektor Franz Hubert Müller (1784-1835) in Darmstadt. 1824 unternahm er mit Daniel Fohr (1801-1862) eine Studienreise ins Berner Oberland. In den beiden darauffolgenden Jahren betrieb er Studien in und um Darmstadt. Mit finanzieller Unterstützung des Großherzogs Ludwig II. reiste er 1829 über Mailand nach Italien. In Rom wurde er gemeinsam mit dem Darmstädter Maler Peter Wilhelm App (1803-1855) in den Künstlerkreis der Ponte-Molle-Gesellschaft aufgenommen. Von Rom aus unternahm er Ausflüge in die Albaner und Sabiner Berge, 1832 folgte eine Reise über Neapel nach Sorrent und Capri. In Rom trat er auch in Kontakt zu Joseph Anton Koch (1768-1839). Erst 1834 kehrte Lucas nach Deutschland in seine Geburtsstadt zurück. Eine erneute Romreise ist für das Jahr 1850 zu belegen. 64

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