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Keiner-trennt-uns-Versuch-Leseprobe-13.04.

einem mit trostlosem

einem mit trostlosem GraLti übersäten Gebäude standen zwei Männer, die auf ihn zu warten schienen. Die Schultern hochgezogen, harrten sie im Regen aus. Der dunklen Haut nach könnte einer von ihnen Afrikaner sein, sein Begleiter hingegen wirkte so blass und Peckig wie die beschmierte Fassade in ihrem Rücken. Ekel und Wut rangen in Marks Brust miteinander. Dies war sein Viertel, seine Heimat. Die Menschen hier ha&en schon genug Probleme, ohne dass immer mehr Dealer herkamen und ihr Zeug zu Dumpingpreisen vertickten. Zumindest diesen Kerlen würden sie heute das Handwerk legen. Sein Blick blieb an einem GraLti hängen, das seit Jahren die vergilbte Fassade eines Hauses verunstaltete. Das Bild zeigte die naturgetreue Abbildung einer Schweinehäl1e am Metzgerhaken, von der noch das Blut trop1e. Darunter stand in roten Buchstaben »Guten Appetit!«. Wie immer drehte sich ihm bei dem Anblick der Magen um. Wann würde die Stadt endlich diese Schmiererei entfernen? »Das sind zu viele )ür uns.« Birgit riss ihn aus seinen Gedanken. Sie zückte ihr Funkgerät und sprach hinein: »Wir brauchen Verstärkung an der Hafenstraße Ecke Balduintreppe. Drei verdächtige Personen. Möglicherweise bewa

»Dämlicher Zuhälter.« Stirnrunzelnd rückte Birgit ihre Mütze zurecht. Dreißig Jahre Streifendienst ha&en sich als feine Fältchen in ihr gebräuntes Gesicht gegraben. Doch der entschlossene Zug um ihren Mund )ührte dazu, dass sich niemand freiwillig mit ihr anlegte. Selbst Mark, der sie um anderthalb Köpfe überragte, überlegte es sich zweimal, bevor er seine Vorgesetzte provozierte. »Verstärkung kommt gleich«, raunte Birgit ihm zu. »Diese Dealer schnappen wir uns.« »Irgendwas ist hier faul.« Sein Nacken prickelte, so als würde er beobachtet. Suchend sah er sich um: Eine grellgelb gestrichene Fassade, von der der Putz bröckelte. Ein Passant, der seinen Masti< ohne Maulkorb aus)ührte. Drei Halbstarke, die rauchend vor einem Hauseingang herumlungerten und ihm provozierende Blicke zuwarfen. »Wo ist der dri&e Mann?« »Sie sind nur zu zweit.« Birgit kni< die Augen zusammen. »Das Blassgesicht dort ist eindeutig ein Kunde.« »Die trauen sich nur noch in Dreier-Teams auf die Straße. Wir haben in letzter Zeit zu viele von ihnen erwischt.« Dennoch würden sie es nicht scha

Wo trennt sich das System