Aufrufe
vor 1 Woche

244. Ausgabe, ET 14.04.2018

Kurz, kindisch, gefährlich: Die gute alte Diplomatie in heikler Lage ist neuerdings kurzbündigen Botschaften gewichen, zum Beispiel durch Ausweisung der Diplomaten oder auch durch Trumps Twitter-Tweets. Diese Kommunikation kann tödlich sein. Von Michael Zäh

4 FREIBURG

4 FREIBURG ARBEIT/FREIZEIT/UMWELT Samstag, 14. April 2018 Endgültig angekommen 4. Regionale Arbeitsmarktkonferenz. Christian Ramm, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit zieht positives Fazit Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Freiburg, Christian Ramm, zieht zum Ende der 4. Regionalen Arbeitsmarktkonferenz ein positives Fazit. Knapp 300 Gäste aus Wirtschaft und Verwaltung waren gekommen, um sich bei Experten und Praktikern über erfolgreiche Wege zu mehr Fachkräften zu informieren. „Das ist mehr als wir erwartet haben. Das Thema ist bei den Unternehmen in der Region endgültig angekommen. Darüber freue ich mich“, sagt Ramm. Ein Fachkräftemangel wird derzeit noch nicht flächendeckend erlebt. „Die Gefahr ist groß, dass Unternehmen sich nicht rechtzeitig auf das Thema einstellen. Hier wollen wir gegensteuern mit Veranstaltungen wie der Regionalen Arbeitsmarktkonferenz“, betont Ramm. Zumal der Problemdruck in den Unternehmen weiter steigen wird. In immer mehr Branchen dauert es länger, bis es gelingt, offene Stellen erfolgreich zu besetzen. Davon betroffen sind vor allem kleinere und mittlere Unternehmen. Gerade sie haben einen großen Informationsbedarf. Die Stadt Freiburg, der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und der Landkreis Emmendingen richteten die Regionale Arbeitsmarktkonferenz erstmals in Kooperation mit der Fachkräfteallianz Südlicher Oberrhein aus. Zur Allianz gehören Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften, Vertreter der Bildung, der Arbeitsverwaltung sowie der Stadt- und Landkreise mit den Wirtschaftsfördergesellschaften. Fachkräfteengpässe werden gegenwärtig als größte Bedrohung für Wirtschaft und Wohlstand angesehen. Experten gehen davon aus, dass bereits heute das Wachstum durch fehlende Fachkräfte gebremst wird. Genau das zu verhindern, hat sich die Fachkräfteallianz bei ihrer Gründung im Januar 2013 zum Ziel gesetzt. ■ Bundesagentur für Arbeit Agentur für Arbeit Freiburg Lehener Straße 77 79106 Freiburg Die Fußballschule kommt Trainer-Fortbildungen mit dem SC Freiburg. Der SC besucht sieben regionale Amateurvereine Kostenlos Wissen weitergeben: SC-Jugentrainer aus dem Leistungszentrum besuchen Amateurvereine aus der Regio und bieten eine Fortbildung an Im Rahmen seines gesellschaftlichen Engagements unter dem Motto „SC Freiburg – mehr als Fußball“ besucht der Sport-Club mit seinem Projekt „Die Fußballschule kommt“ dieses Jahr sieben regionale Amateurvereine. Unterstützt werden die kostenlosen Trainer-Fortbildungen des SC vom Förderverein Freiburger Fußballschule und der Achim-Stocker-Stiftung. Beim Projekt „Die Fußballschule kommt“ führen SC-Jugendtrainer aus der Freiburger Fußballschule, dem Nachwuchsleistungszentrum des Sport-Club, ein Demonstrationstraining mit einem Nachwuchsteam eines regionalen Amateurvereins durch. Diese Einheit soll den Fortbildungs-Teilnehmern einen Impuls für ihre Trainingsarbeit geben und die Motivation für ihre Arbeit in den regionalen Amateurklubs fördern. Im Anschluss an die Trainingseinheit wird bei einem Erfahrungsaustausch zwischen den SC-Trainern und den Trainern aus den Amateurklubs das vermittelte Fachwissen vertieft. Trainer des gastgebenden Vereins sowie weitere Interessierte können an der kostenlosen Trainer-Fortbildung teilnehmen. ■ Informationen zur Anmeldung und ein Video gibt es auf der Website des SC Freiburg. Die Termine von „Die Fußballschule kommt“ auf einen Blick: Montag, 14. Mai, 18.00 Uhr: VfR Pfaffenweiler (Jahnstraße 3, Pfaffenweiler) Montag, 04. Juni, 18.00 Uhr: SpVgg Brennet-Öflingen (Bergseestraße 12, Wehr) Mittwoch, 18. Juni, 18.00 Uhr: SV Kirchzarten (Oberrieder Straße 3, Kirchzarten) Montag, 17. September, 18.00 Uhr: FC Freiburg – St. Georgen (Hüttweg 1, Freiburg) Mittwoch, 26. September, 18.00 Uhr: FC Hauingen (Brückenstraße 1, Lörrach) Montag, 01. Oktober, 18.00 Uhr: SV Endingen (Erletal-Stadion, Endingen) Mittwoch, 10. Oktober, 18.00 Uhr: SV Mühlenbach (Hagsbach 1a, Mühlenbach) LESERBRIEF Stadt Emmendingen muss sich für Fließgewässer engagieren! Am 2. April 2018 veröffentlichte die Bundesregierung den alarmierenden Bericht, dass 93% der Fließgewässer in keinem optimalen Zustand sind. Auch die Stadt Emmendingen ist nach dem Wasserhaushaltsgesetz verpflichtet, dass bei den geplanten baulichen Massnahmen am Emmendinger Mühlbach eine Verschlechterung des ökologischen Zustands vermieden wird. Mit dem geplanten überdimensionierten Parkhausneubau an der Theodor-Ludwig -Straße soll der aus dem Mittelalter stammende Mühlbach in einem privaten Stahlbetonbau „eingesargt“ werden, und damit für die Zukunft der Bürgerschaft als Eigentümerin entzogen werden. Während die privaten Betreiber der Wasserkleinkraftwerke nach Auflagen des Wasserwirtschaftsamtes mit beträchtlichen finanziellen Aufwendungen auch noch nachträglich Fischtreppen im und am Gewerbekanal errichtet haben, versucht die Stadt Emmendingen sich den gesetzlichen Auflagen zu entziehen. Der Parkhausneubau ist zum Schutz des Fließgewässers 5 Meter vor dem Gewerbekanal zu beenden, um eine spätere Öffnung des Fließgewässers wieder zu ermöglichen. ■ Erhard Schulz, Kandelstraße 51, 9312 Emmendingen

Samstag, 14. April 2018 STADT FREIBURG 5 Miniaturgolf im Seepark „Schrottreaktor“ Fessenheims Reaktorblock 2 wird wieder hochgefahren: Zwei Jahre lang war er aus Sicherheitsgründen abgeschaltet. Von Barbara Breitsprecher Öffnungszeiten: Sommer 01.04. - 30.09. werktags 14.30 - 20.00 sonntags und feiertags 11.00 - 20.00 Weingut Schumacher Strauße Uf‘m Buck Bahlingen am Kaiserstuhl • Öffnungszeiten der Strauße Uf‘m Buck im Internet • Ganzjähriger Weinverkauf in unserem Weingut www.weingut-schumacher.de Tel.: +49 (0) 7663 1812 Mit Kiosk im Freiburger Seepark Beim P Bürgerhaus Hofackerstr. / Leisnerstr. Tel.: 0761 - 893389 www.freiburger-seepark.de WEINGUT SCHUMACHER Der Reaktorblock 2 des benachbarten elsässischen Atomkraftwerks Fessenheim soll wieder ans Netz. Zwei Jahre lang war er heruntergefahren, die Behörden hatten dem Druckreaktor zeitweise ein Prüfzertifikat entzogen. Fessenheim ist das älteste noch laufende Atomkraftwerk Frankreichs und gilt Kritikern seit langem als Sicherheitsrisiko. So erklärte die Freiburger Bundestagsabgeordnete Kerstin Andreae (Bündnis 90 / Die Grünen): „Die Entscheidung des Betreibers EDF, den Reaktorblock 2 trotz aller Sicherheitsbedenken nach zwei Jahren wieder hochzufahren, ist unverantwortlich. Dieser Schritt ist das falsche Signal zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland und Frankreich eigentlich auf einem guten Weg sind, gemeinsam alternative wirtschaftliche Perspektiven für Fessenheim und die Region zu entwickeln.“ Die Pariser Regierung hat die Schließung des Atomkraftwerks versprochen, nach derzeitiger Planung soll das Kraftwerk Ende 2018, Anfang 2019 vom Netz gehen. Dies ist jedoch an die Inbetriebnahme eines neuen Reaktors in Flamanville am Ärmelkanal geknüpft. Die jüngsten Meldungen über Probleme beim Bau den französischen Atomreaktors Flamanville bei Cherbourg in Nordfrankreich bestätigen für die Bundestagsabgeordnete die Befürchtungen, dass die Koppelung an die Inbetriebnahme von Flamanville die Stilllegung von Fessenheim weiter verzögert. „Es braucht endlich ein definitives Enddatum für den Schrottreaktor Fessenheim“, so Kerstin Andreae. Auch Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller kritisierte das Wiederhochfahren von Reaktorblock 2. „Obwohl die französische Atomaufsicht nach ihren Überprüfungen die Sicherheitsbedenken ausgeräumt sieht, halte ich die Entscheidung, Fessenheim wieder anzufahren, für falsch und riskant“, teilte der Grünen-Politiker mit. Wir kaufen Wohnmobile + Wohnwagen 03944 / 36 160 www.wm-aw.de (Fa.) ©Foto: Wikipedia „Die Schließung von Fessenheim in dem Moment, in dem der Reaktor EPR in Flamanville ans Netz geht, steht unumstößlich fest“, betonte der französische Staatssekretär Sébastien Lecornu erneut. Gleichzeitig wurde bekannt, dass es Probleme an der Schweißnaht des zweiten Reaktors in Flamanville gibt, die den dortigen Bau verzögern. Für die Zeit nach der endgültigen Stilllegung des Atomkraftwerks Fessenheim gibt es bereits Pläne: So könnte dort ein 200 Hektar großer Gewerbepark am Rhein entstehen. Neben der Nutzung des Wasserweges könnte es mit einer Verbreiterung der bestehenden, bislang noch einspurigen Brücke zwischen Hartheim und Fessenheim eine Anbindung an die französische und deutsche Autobahn geben. Der Wiederaufbau der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Eisenbahnbrücke bei Breisach könnte ein weiterer Baustein sein. Eine Machbarkeitsstudie für diese Bahnbrücke soll in Auftrag geben werden. Was die Autobrücke angeht, hält Claude Brender, der Bürgermeister von Fessenheim, einen Ausbau bis 2021 für realistisch. Herausgeber: Michael Zäh und Christopher Kunz Verlag: Zeitung am Samstag Verlags GmbH, Benzstraße 22, 79232 March. Tel. 076 65/9 34 58-0, Fax -286, e-mail: info@zas-freiburg.de Geschäftsführer: Christopher Kunz, Rüdiger van der Vliet Chefredakteur: Michael Zäh (visdp), Tel.: 0170 / 739 17 87, m.zaeh@zas-freiburg.de Redaktion: Barbara Breitsprecher, redaktion@zas-freiburg.de Ich freu mich auf Spargelendlich Frühling! Restaurant tägl. ab 12.00 Uhr, Sonn- & Landmarkt Feiertags ab 11.30 Uhr geöffnet täglich von Tel. 07633/92332-160 8 - 20.00 Uhr Bachstr. 6 79258 Hartheim IMPRESSUM Anzeigen und Verkauf: Michael Metzger (Verkaufsleitung), Tel. 0761 / 15 434 2-0, anzeigen@zas-freiburg.de Grafik, Layout & Herstellung: Sebastian Schampera; Tel: 0761 / 429 63 97 Adrian Kempf, dtpwork.de, Tel. 07643 / 39426500 Druck: Bechtle Druck&Service Zeppelinstraße 116, 73730 Esslingen Vertrieb und Verteilung: Sprint GmbH, Tel.: 0761/ 78 070, sprintgmbh@breisnet-online.de Casino Monte Carlo · Hans-Bunte-Str. 16A · 79108 Freiburg Tel. 0761/ 55 62 38 04 · Eingang neben toom Baumarkt tägl. von 6:00 bis 24:00 Uhr geöffnet TICKER Wieviele Bands suchen Räume? Schlepper-Demo gegen Ackerverlust 23-Jähriger stirbt nach Marathon Eine Analyse des „Popsupport Freiburg“, angesiedelt bei der FWTM, soll den Bedarf an Proberäumen in Freiburg ermitteln. Auf www.popsupport.freiburg.de wird abgefragt, ob ein Raum für eine Band gesucht wird oder man sich mit mehreren Bands einen Raum teilen möchte, welche Raumgröße benötigt wird, wie hoch die Nutzungsfrequenz ist und welcher finanzieller Rahmen zur Verfügung steht. Hintergrund ist das Interesse zweier Investoren in Freiburg Gebäude zu errichten, in denen auch Proberäume entstehen sollen. Die BI Pro Landwirtschaft ruft auf zur dritten Schlepper-Demo am 14. April, um sich für den Erhalt von regionaler Ackerflächen stark zu machen. Aktuell sind in Freiburg-Dietenbach Ackerland, Wald und Wiesen durch den geplanten neuen Stadtteil bedroht. Den betroffenen Landwirten wurde folgender Deal angeboten: entweder man verkauft für 15 Euro pro Quadratmeter an die Stadt und erhält Angebote für Ersatzflächen (die wiederum zum Ackerlandpreis gekauft werden müssten) oder man verkauft für 65 Euro an die Sparkasse, aber ohne Anspruch auf Ersatzland. Nach dem Tod eines 23 Jahre alten Mannes beim Freiburg-Marathon vergangenes Wochenende ermitteln Rechtsmediziner nun die Todesursache. Der Läufer, der beim Halbmarathon startete, brach rund 300 Meter vor dem Ziel zusammen. Er musste noch vor Ort reanimiert werden und wurde ins Krankenhaus gebracht. Zwei Tage später verstarb er jedoch in der Uniklinik. Beim diesjährigen Freiburg-Marathon waren 9325 Läufer und Läuferinnen bei sommerlichen Temperaturen am Start gewesen.

199. Ausgabe, ET 02.04.2016
211. Ausgabe, ET 22.10.2016