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Ernst

Ernst Fries – Lebenslauf 1801 Heidelberg – Karlsruhe 1833 22.06.1801 geboren in Heidelberg als Sohn von Christian Adam Fries (1766-1847) und Christine Louisa Fries, geb. Heddäus (1781-1858). Bruder von Wilhelm (1819-1878) und Bernhard Fries (1820-1879). Ernst Fries wächst in einem gebildeten und kunstsinnigen Elternaus heran. Die Familie gilt als wohlhabend und einflußreich. Er erhielt seine Schulbildung wahrscheinlich im Schwarz’schen Erziehungsinstitut für Knaben. Bei Friedrich Rottman (1768-1816) erhält er seinen ersten Zeichenunterricht zusammen mit Carl Rottmann (1797-1850) und Carl Philipp Fohr (1795-1818). 1815 folgte Zeichenunterricht bei Carl Kuntz (1770-1830) in Karlsruhe, hier zeichnet er auch nach fremden Vorlagen. 1817/18 im Winter Wanderungen mit Freunden in der Heidelberger Gegend. 2.03.1818 schreibt er sich in München an der Akademie für Landschaftsmalerei und Figuren zeichnen zur weiteren Ausbildung ein. Seine Lehrer waren Wilhelm von Kobell (1766-1853) und Robert von Langer (1783-1846). August 1818 wieder in Heidelberg. 1818/19 Versuche in der noch jungen druckgraphischen Technik der Lithographie (Inkunabel). 1818/19 im Winter auf Wunsch des Vaters Unterricht bei Georg Moller (1784-1852), Architekt in Darmstadt. 1819 im Frühjahr mit Freunden unterwegs in Darmstadt und im Odenwald. 1819 im Juni Rheinreise mit den Freunden Johann Heinrich Schilbach (1798-1851) und Carl Kuntz. 1819 im Juli zeichnet er in Sonnenberg, Bad Schwalbach und Adolphseck. 1819 im November Aufenthalt bei Geislingen und auf der Schwäbischen Alb. 1819/20 im Winter arbeitet er an der Folge von Lithographien mit Ansichten des Heidelberger Schlosses. 1820 entsteht das erste bekannte Ölgemälde, eine Hochgebirgslandschaft. 1820 im Frühsommer erneute Reise nach München und in Gesellschaft weiter ins Inn- und Lechtal, über Reichenhall, Berchtesgaden, den Watzmann und weiter nach Salzburg. 1820 Ende Juli Rückkehr nach Heidelberg, in der elterlichen Sammlung lernt er den Maler Carl Wagner (1796-1867) kennen, den er in Rom wieder trifft. Sommer 1820 und Frühjahr 1821 hauptsächlich in Heidelberg tätig, unterbrochen nur von einem kurzen Aufenthalt im Januar 1821 in Bonn, es entstehen mehrere Ölgemälde. 1821 Frühjahr bis Herbst drei Reisen: Schwäbische Alb in Begleitung von Christoph Rist (1790-1876); an den Rhein nach Koblenz und Köln in Begleitung der Freunde Carl Friedrich Sandhaas (1801-1859) und Schilbach; im September nach Oberbayern und das Berchtesgadener Land über den Chiemsee, Berchtesgaden, Hintersee, die Schönau und Ramsau zum Staffelsee bei Murnau. 1821/1822 im Winter Beschäftigung mit Porträtzeichnen und Lithographieren. 1822 Ende Mai/Anfang Juni Aufenthalte in Heilbronn, Stuttgart, Waldenburg und Hechingen; Mitte Juni zurück in Heidelberg. 1822 Anfang August Studienreise an den Genfer See und ins Wallis, über Lausanne, Vevey, Rhône tal, Rhônegletscher, Grimselpass, Meiringen, Füssen. Wohl im September zurück in Heidelberg. Beschäftigung mit Bildnissen und Figurenstudien. 23.09.1823 Aufbruch zur Italienreise. Die Route führt über Neckargemünd, Heilbronn nach Stuttgart, wo er die Weggenossen Schilbach und die Brüder Gottfried (um 1789-1824) und Christoph Rist trifft. Es geht weiter nach Kirchheim/Teck, die Schwäbische Alb, Ulm, Günzburg, Augsburg und München. Nach dreitätiger Pause geht die Reise weiter an den Starnberger See, Kochelsee, Walchensee nach Mittenwald. Anschließend 11