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Profiwissen_Flachdach_2016_ohne_JL_gesamt

C. Systeme Deckung,

C. Systeme Deckung, Abdichtung 2. Metalldeckungen 2. Metalldeckungen Metalldeckungen lassen sich mit allen Konstruktionen (Systeme B.1 bis B.4) realisieren. Holzschalung als Unterkonstruktion Bei nicht selbsttragenden Metalldeckungen werden gemäß Fachregeln für Metallarbeiten im Dachdeckerhandwerk ZVDH folgende Anforderungen an die Unterkonstruktion gestellt: Brettholzschalung, parallel besäumt, Sortierklasse S10 nach DIN 4074-1, d ≥ 24 mm, b ≤ 160 mm Holzwerkstoffplatten d ≥ 22 mm, maximale Kantenlänge 2,5 m, NKL 2, Feuchtbereich nach DIN EN 13986 Trennlagen unter Metalldächern Nach DIN 18339 (VOB Teil C) sind unter Metalldeckungen aus Titanzink bei Dachneigungen bis 15° Trennlagen mit Dränfunktion (strukturierte Trennlage) einzubauen. Feuchteschutz Die Mindestdachneigung bei nicht selbsttragenden Metalldeckungen beträgt 3°, bei Unterschreitung der Regeldachneigung sind Zusatzmaßnahmen erforderlich. Dachdeckungswerkstoff Doppelstehfalzdeckung aus Titanzink, Kupfer, Aluminium; nicht selbsttragend industriell vorgefertigte Stehfalzsysteme aus Aluminium oder Stahl Mindestdachneigung ≥ 3° ≥ 1,5° a ≥ 3° Tab. 12 Varianten für die Metalldeckung bei Dachneigung ab 3° bzw. 1,5°. a Gemäß allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung für Dächer ohne Querstöße. Maßnahmen zur Regensicherheit Regeldachneigung 7°, bei Dachneigungen zwischen ≥ 3° und ≤ 7° Falzdichtungsband ggf. maschinelle Verbördelung erforderlich Brandschutz Metalldeckungen gelten gemäß DIN 4102-4/A1als widerstandsfähige Bedachung gegen Flugfeuer und strahlende Wärme. Für nicht selbsttragende Metalldeckung (Falztechnik) aus Zink und Zinklegierungen gilt dies bei einer Dicke d ≥ 0,7 mm bei Verwendung auf: nicht hinterlüfteter Schalung aus Holz und Holzwerkstoffen mit Trennlage aus Bitumenbahn mit Glasvlies oder Glasgewebeeinlage, auch in Kombination mit einer strukturierten Trennlage d ≤ 8 mm. Wärmedämmung aus Mineralwolle oder Schaumglas der Baustoffklasse A, PUR- oder PIR-Hartschaum mit oder ohne Trennlage. Sichtseitige Beschichtungen von Metalldeckungen müssen anorganisch sein oder Grenzwerte für Brennwert und Masse je nach Metallart einhalten. 28

Bauteil (Systeme nach Abschn. B.) B.1 Ergänzende Beschreibung zum Abschn. B vollgedämmte Balkenlage (Seite 10) Konstruktion nach DIN 68800-2, Bild A.20 [2] 1. nicht selbsttragende Metalldeckung (z. B. Doppelstehfalz, siehe unten) 2. Strukturierte Trennlage 3. Holzschalung (siehe Seite 28) 4. Luftdichtung / feuchteadaptive Dampfbremse Kombination mit Aufsparrendäm. nach B.2 möglich Nachweise sind erforderlich: - DIN 4108-3 „klimabedingter Feuchteschutz“ - DIN 68800 „Gebrauchsklasse GK 0“ B.2 Aufdachdämmung (Seite 14) Konstruktion nach DIN 68800-2, in Anlehnung an Bild A.18 [2] 1. nicht selbsttragende Metalldeckung (z. B. Doppelstehfalz, siehe unten) 2. Strukturierte Trennlage 3. Dampfsperre erforderlich s d,i ≥ 100,0 m 4. Holzschalung (siehe Seite 28) 5. Hohlraum als ruhende Luftschicht Die Befestigung der Metalldeckung auf der druckfesten Dämmlage erfolgt mit speziellen Haften oder mit Befestigungsschienen und Systembefestigern B.3 / B.4 belüftete Dachkonstruktion (Seite 16, Seite 19) Konstruktion nach DIN 68800-2, Bild A.16 [2] 1. nicht selbsttragende Metalldeckung (z. B. Doppelstehfalz, siehe unten) 2. Strukturierte Trennlage bei DN ≤ 15° notwendig 3. Holzschalung (siehe Seite 28) 4. Unterdeckung mit s d,e ≤ 0,3 m 5. Dampfbremse mit s d,i ≥ 2,0 m Dachneigung: ≥ 5°bis ≤ 15° / > 15° Belüftungsraum : h ≥ 80 mm / h ≥ 40 mm Be-/Entlüftungsöffnungen (netto): A ≥ 320 cm² / A ≥ 160 cm² Doppelstehfalzdeckung Die Mindestdachneigung beträgt 3 Grad. Bis zur Regeldachneigung von 7 Grad sind Zusatzmaßnahmen erforderlich (z. B. Falzdichtband). 29