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vor 4 Monaten

von fliegen ANTONIO PALIDO

Fürstenfeldbruck. Ich

Fürstenfeldbruck. Ich hatte nicht allzu viel Zeit für die beiden. Viel gearbeitet in der Zeit. Wir schmiedeten trotzdem Pläne. Und im Streit eines Abends, schickte ich sie wieder nach Hause. Am nächsten Morgen brachte ich beide zum Zug. Trotzdem besorgte ich Mika einen Kindergartenplatz, schaute nach einer Wohnung für uns 3. Zu spät. Bianca wollte mich nicht mehr. Sie zog von Kiel nach Wuppertal. Hatte einen neuen Menschen kennengelernt. Selbst Schuld war ich und versank mal wieder im Selbstmitleid. Brach die Arbeit in Bayern ab und ging wieder nach Berlin. Kam mit Anja zusammen. Bianca dann irgendwann von ihrem Typen wieder getrennt. Wir hatten uns inzwischen bei Facebook wiedergefunden. 2010 war das. Dann bin ich mit Uli zum Rock am Ring. Ich rief Bianca an, ob wir vorbeikommen können. Anja in Berlin. So wie damals Bianca in Kiel blieb, wenn ich unterwegs war. Wir fuhren vorbei. Wenn auch nur für ein paar Stunden dort, war ich still begeistert von ihr. Sie sah noch besser aus, als ich sie in Erinnerung hatte. Und: im Kopf immer noch der liebe gleiche Mensch. Am Sonntag verließ ich das Festival vorzeitig alleine, um, bevor ich zurück zu Anja nach Berlin fuhr, noch einmal bei Bianca zu sein. Eine Woche blieb ich dort. Schlief bei ihr. Aber wir schliefen nicht miteinander. Sie wollte es nicht. Alles gut. Ich ging ihr auf den Keks. Sie hatte ihre Arbeit und ich war bei ihr zuhause, wenn sie wiederkam. So wie Bayern, nur umgekehrt. Ich fuhr wieder nach Berlin. Anja beendete unsere Beziehung Wochen später. Nun gibt es nicht mehr viel zu schreiben. Bianca und ich werden uns unser Leben lang begegnen. Wir werden immer irgendwie zusammen sein. Ich will sie heiraten. Sie hat ‚ja‘ gesagt. Ob wir es dann machen? Lasst euch überraschen. Ich liebe sie. Ich liebe Bianca. Immer. Und: für immer. 19

Coco (1997) Sie war eine der ersten, die ich in der Kieler Straßenszene kennengelernt habe. Muss 1992 gewesen sein. Trotz, dass sie jünger als ich war, gehörte sie zu den ‚alten‘ und ‚ewigen‘ der Punkrunde auf dem Asmus. Auf Alk manches Mal laut schreiend, wobei ich sie selten verstand, weil sie nur noch wenige Zähne hatte. Schon damals. Hat sie gelacht, und das war nicht selten, sah es genial aus, wenn sich ihre Lippen öffneten und ein großes schwarzes Loch zum Vorschein kam. Ihr Mund. Ohne Zähne. Coco verzeihe mir, du hast bestimmt noch welche gehabt, doch so habe ich dich in Erinnerung. Ganz schnell sind wir Freunde geworden. Gleicher Humor, gleiche Art auch mal zu schweigen und sich das Ganze einfach nur süffelnder Weise anzuschauen. Ja, schweigen konnte ich mit ihr auch. Shit, soviel möchte ich über sie schreiben, doch bin ich ausnahmsweise einmal wortlos. Sie liest mit, weiß Bescheid, das ist mir wichtig. Im Übergang haben wir im Winter zusammengestanden. Sie war immer da. Ich war immer da. Alles geteilt. Alles zusammengemacht. Sie keine Wohnung, ich die meiste Zeit auch keine. Dann 1996, Anfang des Jahres sollte sie eine bekommen. Wollte sie die ganze Zeit nicht. Sie liebte das Leben draußen, sie hatte Freunde, wo sie geschlafen hat. Sie kam mit Bukowski zusammen. Habe mit ihr nie darüber geredet, aber heute kommt es mir vor, als wäre er ihre Liebe gewesen. Für den sie sogar das Straßenleben aufgibt und sich eine Wohnung sucht. So wie ich 1994 mit Bianca. Sie hat die Wohnung bekommen. Hasseldieksdamm. Einzugstermin am gleichen Tag, wie ihr Sozitag. Kohle. Hab sie morgens vor Kaisers getroffen, als sie zur Fleethörn hochging. „Kommst nachher mit, Eule? Wat trinken in meiner ersten Wohnung?“ „Mach erst mal oben alles klar. Weiß noch nicht.“ Ich wusste es schon. Ich wollte nicht mit. Ich mochte Bukowski, wenn er nüchtern war. Ich hasste ihn, wenn er Hardgas intus hatte. Er war aggressiv und immer; ja immer gab es Ärger. Irgendwem hat er immer auf die Fresse gehauen. Komischerweise mir nie. Nee. Einmal hab ich mich wie ein Affe von hinten an ihn gekrallt, dass er aufhört. Er ist weiter in Richtung seines Opfers gelaufen, mit mir hinten dranhängend. Coco & Spriti kamen wieder zusammenrunter. Petersen und Bukowski im Schlepptau. Die ersten kurzen beim Tabakladen verhaftet. Rein zu Kaisers und Alk gekauft. Sich noch hingesetzt zu mir. „Eule? Was ist nun? Kommste mit gleich? Zehner kriegste noch, brauchst noch was?“ 20

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