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vor 2 Monaten

von fliegen ANTONIO PALIDO

Belanglos heute, damals

Belanglos heute, damals hat es mich geadelt. Dann noch mitbekommen, dass sie mit Britta über mich getuschelt hat. Alles klar. Nun wusste ich, sie ist auch nicht abgeneigt. Jahre später hat sie mir dann erzählt, dass sie vom ersten Augenblick mit mir zusammenkommen wollte. Nicht weil sie mich so toll fand, sondern weil ich der lauteste und scheinbar der war, der auf dem Euro das Sagen hatte. War mir da natürlich überhaupt nicht in den Sinn gekommen. Sehr berechnend die Dame. Naja, was ich nicht weiß, stört mich auch nicht. Also ran an den Speck. Den gleichen Tag noch oder den nächsten war es dann soweit. Wir saßen auf dem Euro, tranken und feierten die Passanten ab. Sie hatte sich inzwischen mal wieder mit Timmi gezofft. Meine Zeit war gekommen. Ich bot ihr irgendwann an, wenn sie mal duschen wollen würde, kann sie das bei mir. Zwar bei Muttern, aber das war wurscht. Kleine Wohnung, aber habe dort getan, was ich wollte ohne Rücksicht zu nehmen auf meine Mutter. Zu dem Zeitpunkt war sie allerdings auch schon die meiste Zeit bei unserm Nachbarn. Meinem jetzigen Stiefvater. Egal. Nadine also das Angebot angenommen. Ja. Sind zu mir gefahren mit dem Bus. Ab in die Holtenauer, ab in die Wik. Ihre zwei Ratten mit dabei. Die sollten noch eine Rolle spielen. Wir dann bei mir angekommen. Sind nicht mehr viele Dinge, an die ich mich erinnere. Ich hatte eine Matratze, die im Zimmer platziert, während sie duschen war. Muttern nicht zuhause. Wäre sie dort gewesen, hätte es wieder Sprüche gehagelt. „Ist das ein Puff hier?“ und und und … Nein Muttern war es nie. War immer alles auf geldloser Basis. Ich mich dann grade am unter die Decke legen, auf die Matratze. Überlege: zieh ich mir meinen Unterhose auch aus? Will sie überhaupt mit mir ficken? Da geht die Tür auf. Nadine mit nassen Haaren und nur mit einem Handtuch um ihren Körper. „Ei. Mir ist kalt. Du musst mich wärmen!“ Schneller wie ich denken konnte, war sie unter der Decke und mit ihrer Wange auf meiner Brust. Handtuch weggeworfen. Ihre Brust auf meiner Haut. Fährt mir mit ihrer rechten Hand zu meinem Schwanz. „Du hast ja noch was an?“ Ratsch. Hat sie die Unterhose zerrissen. Sich auf mich gesetzt. Ich schätze, es war ein Quickie. Ich kann mich nicht erinnern. Nächsten Morgen Arm in Arm aufgewacht. Wir waren zusammen. Timmi Geschichte. Und Kristina auch. Wer ist Kristina, werdet ihr euch nun fragen. Kristina ist an dem Tag auf Klassenfahrt gewesen? Irgendetwas übers 31

Wochenende. Das attraktivste Mädchen auf dem ganzen Platz für mich. War nicht oft da, aber die Tage wo, haben wir zusammen mit den anderen verbracht. Hatte ihr gesteckt, dass ich mehr von ihr möchte. Glaub ich. So ist es meine Erinnerung. „Nach der Fahrt schauen wir, Eule.“ Tja. Das hatte sich dann wohl erledigt. Und nicht nur das. Am nächsten Morgen, wie geschrieben, zusammen aufgewacht, Nadine und ich. Muttern inzwischen zuhause. Ist ruhig geblieben. Haben uns nicht wirklich gesehen. Sie in ihrem Zimmer. Wir in dem meinen. Wollten los. Ab in die City auf den Euro. Keine Ahnung warum, aber wir kamen auf die Idee, die Ratten bei mir zu lassen. Meinte ich, ok, dann aber an einen Ort, wo Muttern sie nicht findet. Ansonsten gibt es Stress. Hatte einen Schrank mit Glastüren. Die üblichen. Bücher waren drin. Also die Ratten hinter die Bücher gepackt. Würden nicht rauskommen können. Nee. An Lautstärke haben wir nicht gedacht. Wir also los. Ratten zuhause geblieben. Ab zum Euro, ab in die City. War der zweite Juni 1993. Also warm, viel Sonne. Viele Freunde, viel Alk. Ratzfatz waren wir bespült. Wir waren vielleicht grad mal zwei Stunden in der Stadt, als ich meinte, nicht richtig zu gucken. Meine Mutter kam mit energischem Schritt und absolut nicht meinem Lieblingsausdruck bei ihr auf dem Gesicht zielstrebig auf mich zugestürmt. „Was hast du dir eigentlich dabei gedacht, solch Viecher in deinem Zimmer zu lassen? Ich will, dass du sofort nach Hause fährst und deine Sachen packst. Keine Lust mehr auf dieses ewige verarschen.“ Dong. Das saß. Mein zweiter Rausschmiss bei meiner Mutter und das vor versammelten Freunden. Ok. So ist es dann. So soll es sein. Hab mir in dem Moment eigentlich nur einen Kopf um Nadine gemacht, nicht wirklich um mich. Ich war ja schon einmal draußen. Obgleich sie es natürlich auch schon kannte, dass draußen sein über Nacht. Mein männlicher Beschützer Instinkt war dann aber doch sehr ausgeprägt. Immerhin hatten wir miteinander gepennt und waren seit der Nacht zusammen. Wir also beide zusammen zu mir gefahren; nicht sofort – erst noch ein wenig mehr Alk. Dann aber. Ab in die 4 und zu Muttern. Scheiße. Ich glaube, auf dem Weg war ich nicht sonderlich gesprächig. Ich legte es zwar immer wieder auf den Streit mit meiner Mutter an, dennoch war es mir doch angenehm, ein sicheres Dach über den Schädel zu haben. Aber ein zurück gab es für mich in dem Moment nicht mehr. War gerade drei Monate her, dass sie mich wieder zu sich genommen hat, nachdem ich auf der Straße nachts noch nicht wirklich klar kam, die ersten Male. Bin rumgelaufen, weil ich noch keine Ahnung hatte, wo die wirklich guten und sicheren Schlafplätze gewesen sind. Meist habe ich dann tagsüber meinen Schlaf nachgeholt. 32

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