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vor 5 Monaten

von fliegen ANTONIO PALIDO

zusammen. Schon eine

zusammen. Schon eine Ewigkeit für mich. Monate. Am 23. März 1995 klingelt das Telefon, Melli am anderen Ende. „Eule, kommst vorbei. Der Kleine kommt gleich.“ Logisch. Auch wenn es Bianca nicht verstanden hat, warum ich zu der Geburt des Sohnes von meiner – zu dem Zeitpunkt – inzwischen besten Freundin bestellt werde. Schnell noch Bier gezischt und ab ins Krankenhaus. „Wer stinkt denn hier so nach Alkohol? Das können wir eigentlich nicht akzeptieren.“ Frank und ich waren es. Frank, ihr inzwischen neuer Mensch an der Seite. Ich hatte noch Bier mitgenommen. Das tranken wir dann in einem leeren Zimmer. Fenster auf und geraucht. Nein, wir benahmen uns schon ein wenig merkwürdig. Wirst halt nicht jeden Tag Vater. Und schon gar nicht, wenn du nichts damit zu tun hast. Da war er dann da. Der Dennis. „Nimm ihn ruhig, Eule!“ „Ei, nee. Der ist so zerbrechlich. Das kann ich nicht.“ Und doch: ich war von nun an mit sein Vater. Das darfste mit keinem Mann machen. Tief drin ist so eine Begegnung am ersten Tag. Ganz nah. Nicht wieder zu nehmen. Mit keiner Tat. Mit keiner Situation. Was ist heute, fragt ihr euch? Später. Nadine hatte inzwischen eine neue Betreuerin, Silke. Wohnte zusammen mit ihr bei ihr in Elmschenhagen. Ich war fast täglich dort. Kleine Reihenhaushälfte am Ende einer Siedlung. Dennis hat sie unten bei Silke abgeben und wir haben tagelang Pappen geschmissen, Speed gezogen, gesoffen. Meine Beziehung mit Bianca war nicht wirklich mehr eine. Wir lebten jeder unser eigenes Leben. Eigentlich nur noch zum streiten fanden wir uns zusammen. Ich habe mich aufgeregt, wenn ich nach Hause kam und sie nicht da war, und sie sich aufgeregt, wenn sie da war und ich zu Nadine gegangen bin um wieder tagelang Party zu machen. Pappen. Pilze. Habe ich nur mit Nadine geschmissen. Jahre später dann zweimal noch, wo sie nicht dabei gewesen ist. Ich brauchte sie dabei. Ich war immer extrem im konsumieren. Sie kannte mich in- und auswendig und konnte mich runterholen beziehungsweise einfach nur an meiner Seite sein, wenn der Trip zu heftig wurde. Einmal war es soweit. Ich kam nach Elmschenhagen nach einem heftigen Streit mit Bianca. Hatte meine Rollerblades dabei. Sie hatte irgendwelche Trips da, kein Plan, was es gewesen ist. Sie wollte mir nichts geben. Nicht nach dem Streit. Nicht in meiner Aufregung. Sie gab mir dann doch welche. Bevor sie wirkten, schnallte 37

ich mir noch meine Blades an und fuhr einen Gehweg mit Treppenstufen hinter ihrem Zuhause hinunter. Stück Gehweg, dann 3 Treppenstufen, Stück Gehweg, 3 Treppenstufen; das fünfmal. Unten dann Auslauf zur Straße runter. Die ersten beiden Male war alles ok. Ein Kick. Genial. Beim dritten Mal stand ich oben, der Trip begann allmählich zu wirken und ich wusste: diesmal geht es schief. Die ersten zwei Treppendinger gingen, dann beim dritten Absatz bin ich mit dem rechten Fuß nicht rechtzeitig hochgekommen; kam im Sprung in Schieflange und kam mit vollem Tempo quer auf. Bis zur Straße bin ich gerutscht, gerollt, was auch immer. Nichts gebrochen, aber mein komplettes rechtes Bein blutig. Alles aufgeschürft. Hab den Schmerz nicht mehr gemerkt. Der Trip wirkte nun komplett. Es konnte losgehen. Nachgeschmissen, Speed, Alk. Kein Plan, wie lange wir schon unterwegs im Schädel waren. Ich wollte irgendwann zur Tankstelle. Weiß nicht, was ich dort wollte. Nadine wollte nicht mit. Ich wollte unbedingt. Sollte mir das Fahrrad von Frank nehmen, dann sei ich schneller wieder da. Ich runter, Fahrrad genommen und gefahren. Der Hinweg ging für die Verhältnisse. Es war dunkel, ich sah nicht wirklich viel. Ging an der B404 längs, der Fahrradweg. Doch kaum kamen die Lichter der Tankstelle, wurde ich irre. Ich stand auf dem Gelände der Tanke und wusste nicht mehr was ich wollte. Zu viel Licht, zu viele Dinge, die ich sah, die nicht da waren. Zu viele fremde Menschen, auch wenn wahrscheinlich gar nicht viele da waren um die Uhrzeit. Ich musste zurück. Sofort. Setze mich aufs Fahrrad und fuhr los. Die Lichter der Autos auf der anderen Fahrbahnseite blendeten mich plötzlich. Auf dem Hinweg kann ich mich nicht daran erinnern. Ich trat in die Pedalen, wie ein Verrückter. Ich war es in dem Moment. Ich schaute zurück und dachte, ich bewege mich nicht. Dachte ich komm nicht von der Stelle. Zu geschwitzt und kalkweiß kam ich nach gefühlten Stunden bei Nadine wieder an. Klingelten klingelte und klingelte an der Haustür, bis sie endlich aufmachte. Sie schaute mich wie einen Geist an; ich stürmte an ihr vorbei, die Treppen hoch. Setzte mich in einen Sessel und schloss die Augen. Nun meine Version von meinem Erlebten. Ich war in Karlsruhe. Am Bahnhof. Habe mich in die Straßenbahn gesetzt und bin in die Schillerstraße 31 gefahren. Punkerhaus. Stand bei Pimmi vor der Tür. Habe dort mal eine Weile gelebt. Habe an ihre Tür geklopft und bin wieder gegangen. Nun die Situation aus Nadines Sicht. Ich saß im Stuhl, mein ganzer Körper hat gezittert. Sie haben versucht mich zum Augen offen zu zwingen. Mich immer wieder gerüttelt. Ich habe irgendwelche Laute von mir gegeben und dann irgendwann mit einem Mal von allein die Augen weit aufgerissen. Mein Körper zitterte nicht mehr. Es ging mir wieder ganz normal. Ganz 38

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