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vor 7 Monaten

von fliegen ANTONIO PALIDO

Irgendwann dann auf

Irgendwann dann auf einem riesen Platz mitten in der Stadt gewesen. Und da hält doch tatsächlich ein Bierlieferant! Na, das kam uns doch gelegen. Er hatte auch nicht sonderlich Angst, schien so. Geschweige, dass er daran dachte, wir könnten ihm was klauen. Falsch gedacht! Bullen ablenken, die überall rumliefen, und ab zum Wagen. Kisten runtergeholt. Irgendein Weizenbier war es. Er dann wiedergekommen, hat es gemerkt. Wir uns auch nicht wirklich vor ihm versteckt. War ein sympathischer Typ. Kein Stress gemacht. Wir haben ihm fast alles wiedergegeben. Paar Flaschen durften wir behalten. Er fand uns klasse! Kamen Bullen dazu, die das dann doch irgendwie mitbekommen haben: Wollten Stress machen; er hat das alles geregelt. Guter Mann! Es sei mir nun bitte verziehen, dass ich mich nicht mehr so wirklich an den Ablauf und das „Programm“ erinnern kann. Auf jeden Fall sind wir ab zur Lutherkirche. Ab in die Nordstadt. Ein Stadtteil, der nicht unbedingt gegen uns gewesen ist. Dort gab es immerhin das Sprengelgelände, welche besetzt war. Ist? Kein Plan. Warum ich nichts über die weiß und wissen will, werdet ihr auch noch lesen. Der Poffe von der Kirche war gut. Daran erinnere ich mich gerade. Hat uns sogar was zu essen rausgebracht. Vielleicht war es auch nur seine unbegründete Angst, wir könnten seine Kirche schänden. Brot statt Böller sozusagen. Verzeiht mir nun auch, wenn ich nicht mehr wirklich die zeitlichen Zusammenhänge in Reihe bekomme. Also: Ich versuche es einfach so: Ursache und Wirkung. Meine Erlebnisse in keiner Reihenfolge. Fährmannsfest. Alles friedlich. 5000 Punks oder mehr rein da. Ab über so eine Brücke und rein in ein Tal. So hab ich es in Erinnerung. Geilste Bierdosenschlacht ever. Obwohl: auch nie wieder eine in diesem Ausmaß erlebt. Der ganze Park hat sich geschmissen. Alle stanken sie hinterher nach Bier. Party. Spaß. Das war unsere Aufgabe. Punks aus Ungarn kennengelernt, aus Polen, aus was weiß ich. Der Ungar war heftig. Flasche Korn angesetzt. Und nicht mehr abgesetzt. Doch: aber da war nur noch ein Drittel drin. Ich war 24. War einer von den Kleinen. Aber das war es. Ja. Das war der Grund, warum ich auf der Straße sein wollte. Auch – wenn ich da schon mit Bianca zusammen in der Wohnung gelebt habe. Punk ging scheinbar doch vor Liebe. Irgendwann dann gegen Abend: Leute stürmen einen Bierstand, weil sie für lau haben wollen. Und dann ging es los. Scheiße. – Vorweg: aus heutiger Sicht, halte ich es nicht für unmöglich, dass es Bullen waren in zivil, die den Stress anfingen. Vielleicht will ich es aber auch nur so haben. – Über die Brücke kamen sie. Tausende Grüne. Schlugen auf alles ein, wer nicht rechtzeitig weg war. Angst war in vielen unserer Gesichter. Wir wussten nicht 59

warum. Außer Dosen, Grasbüschel und Plastikbecher hast du auch nichts zum entgegenwerfen gehabt. Wasserwerfer - mit dem kamen sie nicht über die Brücke, aber schnitten uns den einzigen Fluchtweg ab. Keine Ahnung, wie lange die Schlacht ging. Auf jeden Fall hatten wir verloren. Verloren? Wir haben nichts gemacht, außer dass irgendwelche Wichser Menschen beklauen, die uns willkommen heißen. Aber: auch das kein Grund, für so eine Reaktion. RTL, Sat1, N24, BILD-Zeitung waren natürlich erfreut über solch Auseinandersetzungen. Was haben sie uns runtergemacht. Überhaupt die drei Tage: keine Nachrichtensendung verging ohne über uns in den übelsten Parolen zu berichten. Experten meldeten sich zu Wort: als gäbe es Krieg. Dabei: und das noch einmal! Wir wollten unseren Spaß! Hättet ihr uns gelassen, wäre alles ok. Die Typen, die den Bierstand gestürmt haben, haben von uns auf die Fresse bekommen, nicht von euch! Und das vorher. Selbstregulierung. Oder war es doch der Grund, weil es eure Typen waren? (Das Kapitel ist noch nicht beendet. Kommt noch etwas irgendwann.) 60

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