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vor 6 Monaten

von fliegen ANTONIO PALIDO

mitnahmen, war ein

mitnahmen, war ein Messer, mit dem ich das Hasch geschnitten hatte. Da waren Krümel dran. Am gleichen Tag kam Deutschmann, der Kontaktbulle noch zu mir. Ich grinste ihn an. Er sagte mir nur, auf meine Frage, ob ich das Messer wiederbekommen würde, ich solle doch lieber meine Füße ein wenig still halten. Weiter kam nie etwas. Paar Tage Pause gemacht und dann weiter. Irgendwann waren die Libanesen nicht mehr da. Und mein Verkaufen bestand dann aus vermitteln. Die Junkszene hatte sich mittlerweile vom Asmus- Bremer-Platz in den Taubenpark verlagert. Kamen Menschen auf den Euro, weil wir bunter aussahen und vielleicht ein wenig freundlicher, und fragten uns, gingen andere oder ich rüber und besorgten etwas. Natürlich nicht ohne uns vorher unseren Anteil abzumachen, den wir entweder konsumierten oder weiterverkauften. Ich kiffte so gut wie nie. Einmal, zweimal im Jahr. Meines schmiss ich also entweder dazu, für die die kifften oder verkaufte es und holte dafür Bier. Hansa-Plast. Viel Bier für viele Menschen, die dort waren. Andere natürlich auch. Also sie machten das Gleiche. Bis Ende 1995 war es letztendlich alles noch im Rahmen. Doch dann ging es richtig los. Nadine, mit der ich vor Bianca zusammengewesen bin, hatte inzwischen Frank zum Freund. Frank wohnte in der 77. Hamburger Chaussee. Die Anlaufstelle für Drogen, wenn du keine hast und welche willst. Frank dealte für Marc, der im gleichen Haus lebte. Hatte ich mich mal wieder ohne Grund mit Bianca gestritten, war ich meist dort. Die Leute, die kaufen wollten gingen ein und aus. Geld ohne Ende. Hasch ohne Ende. Ein Zimmer der Wohnung hatte Frank komplett als Plantage eingerichtet. Es war eine Zweitwohnung. Wenn ich kein Bock auf Holtenauer hatte, dann habe ich dort geschlafen. Allein. Ich, der auch immer ohne Waffen lebte, bekam dann abends, wenn sie gingen eine Knarre, falls irgendwas sein sollte. Ich hätte mir in die Hose geschissen, wäre etwas gewesen. Es war nie etwas, wenn ich dort war. Einmal versuchten irgendwelche Menschen, die Tür aufzubrechen, doch sie war zu gut gesichert von innen. Sie machten lediglich das Guckloch kaputt und schossen Gas hinein. Keiner war in der Wohnung. Ich hatte nun aber Kontakt. Kontakt zu Marc über Frank. 1996, nachdem es mit Bianca vorbei war, ich aus Westerland wieder in Kiel war, redeten wir. Er konnte einen dritten Mann gut gebrauchen. Elle und Marco verkauften schon für Marc im Taubenpark. Ich kam dazu. Wir kauften beim ihm jeder meistens eine Platte – 100 Gramm – schnitten sie und dann runter. Waren wir ausverkauft wieder hoch. Keine Ahnung was ich mit dem Geld alles machte. Doch: ich kaufte den Alk und klaute ihn nicht mehr. Ich aß teure Tortellini im Sophienhof. Als es bei mir dann mit dem Heroin anfing, natürlich für Heroin. Hatte ich Schulden bei Marc, gab er trotzdem was. Er wusste, wir waren seine besten Verkäufer. Und: eine relativ sichere Einnahmequelle. Er musste nicht viel machen. Außer es gab Ärger, dann war er zur Stelle. Das 63

war bei mir zweimal der Fall. Das erste Mal waren es die Alakus-Brüder. Drei von ihnen. Ich hatte gerade frisch geholt. Bemerkte sie recht schnell, dass sie mich verfolgten. Ich dachte, im Sophienhof werden sie nichts machen. Von dort aus auch nur noch wenige Meter bis zum Taubenpark, wo ich nicht mehr alleine war. Ich sollte mich täuschen. Kurz vor Fabulus hielten sie mich an. Zu dritt. Und drängten mich rechts auf die kleine Brücke rüber zum ZOB. Keine Schläge, kein gar nichts. Drohungen. Und Griffe in meine Taschen. Hundert Gramm konnte ich nicht am Sack haben, doch dort war das meiste. Griffen sie natürlich nicht hin. Für einen Hunderter Verkaufswert haben sie was bekommen. Und verpissten sich. Marc war an dem Tag im Taubenpark. Ich erzählte ihm und wir gingen mit mehreren Leuten los zum Sophienhof, wo die Alakus ihre Geschäfte machten. Nur Necat war da. War nicht dabei, als sie mich beklauten. Marc sprach mit ihm. Einen Tag später, war das Dope wieder da. Das zweite Mal saß ich morgens gegen Acht mit Hansis Tochter auf einer Bank im Taubenpark. Waren die ersten. Sie vollgestopft mit Heroin. Zum Verkaufen. Sehen wir drei Zivis auf uns zukommen. Sage ich zu ihr: „Die lassen dich aber auch nie in Ruhe.“ Sie war oft Objekt der Bullen. Sie fluchte und ärgerte sich, weil sie natürlich um die Zeit noch alles am Körper hatte. „Herr Bleich? Thorsten Bleich?“ Nun erschrak ich. Ich wurde immer in Ruhe gelassen von den Bullen. „Ja? Anwesend.“ „Gegen sie liegt ein Haftbefehl vor. Wir bitten sie mitzukommen.“ Ich hatte irgendeine Geldstrafe von um die 600 Mark nicht bezahlt. Toll. Sack voll Dope. Sie sackten mich ein und ab ging es zur Falckwache. Als Tagessatz hatte ich damals die üblichen 5 Mark. Also eine ganze Menge an Tagen, die ich abzusitzen gehabt hätte. Ich durfte telefonieren. Ich rief Marc an. Für solche Fälle hatten wir eine Kasse, aus der die Strafen bezahlt wurden, wenn es akut war. Innerhalb einer Viertelstunde war er mit dem Geld da. Währenddessen musste ich meine Taschen leeren und alles was ich an Drogen bei mir hatte. Ich legte ein Haufen Tütchen auf den Tisch. Marc kam, zahlte das Geld und ging wieder. Die Bullen mussten mit mir zur Gerichtskasse und das Geld dort einzahlen. Vorher kam ein Jungbulle, den ich nie zuvor gesehen hatte, und ich kannte die meisten Bullen, in dem Raum, wo ich und das Hasch war und sagte: „Sie können sich wieder anziehen und alles einpacken.“ 64

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