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vor 1 Woche

von fliegen ANTONIO PALIDO

Meine Antwort war nein.

Meine Antwort war nein. Hab ich so aber nie gesagt. „Ja. Klar komme ich mit.“ Und Schwupps war ich drin, in der beschissensten Situation, die ich bis dahin immer vermieden hab. Braunes kaufen. Und da die Bergstraße nicht unbedingt in deutscher Hand war, sondern in der von türkischen Dealern machten sich die wildesten Gedanken in meinem Schädel breit. Ich hab die Türken als Dealer immer gehasst - auf deren Geschäftstaktiken kam ich nie drauf klar. Ja, ich weiß - nicht alle. Komischerweise hab ich nie einen kennenlernen dürfen, der 'nicht alle' hieß. Nennt mich fremdenfeindlich, wenn ihr wollt. Scheiß ich drauf. Die Türken haben in diesem Bereich, und nur von dem schreib ich grad, eine andere Mentalität als deutsche. Da ist nicht dran zu rütteln. Und wenn, dann rüttelt dran - meine Meinung über Jahre durch meine Augen und Ohren bestätigt, wird nicht einbrechen. „ Ist das dein Freund? Was macht der denn hier? Will der auch was?“ „Nun gib mir was.“ - Für’n Fuffi? Bekommst du mehr, wenn du mitkommst. - Ey Arschloch. Gib ihr jetzt das Zeug und halt deine bekloppte Fresse. Und mach vor allem die Frau mit deinen beschissen Sprüchen nicht an. Wer will denn schon mit so einem nach Knoblauch stinkendem Idioten mitgehen. Und wenn: denn doch nur, weil du Stoff und Kohle hast oder meinst du, sie würde mitkommen, weil du so ein Held bist mit deiner schiefen Fresse? Hab ich gedacht - natürlich nicht gesagt. Na, meine Gedanken haben anscheint geholfen - ruckzuck war der Stoff im Besitz von Bianca und Lila. Nu ging es los - ich wie so ein kleiner beknackter Pudel hinter den beiden her - ab in das Böll. Hatte ich Hausverbot, aber das war egal in dem Moment - mein Beschützerinstinkt war geweckt. Die beiden auf die Damentoilette und sich den Kack weggemacht - ich draußen Schmiere gestanden. Hätte ja auch was machen können, wäre das fette Schwein von Aufpasser gekommen. Sicher. Lila kam nach fünf Minuten. Ruhig und gelassen war sie. „Wo ist Bianca?“ „ Die kommt gleich. Dauert bisschen länger bei ihr. Sie findet nichts.“ 5

Nach zwanzig Minuten war sie immer noch nicht da. Ich rein in die stinkende Toilette. „Bianca? Geht es dir gut?“ „Bianca? Wo bist du drin?“ „Hier. Komme gleich!“ Verdammt! Was mach ich hier überhaupt? Immer und immer wieder schoss mir diese Frage ins Hirn - so oft, dass mein Alkpegel ganz allmählich nach unten ging. So was hatte’ ich bislang nur erlebt, wenn mein Adrenalinspiegel stieg - fast aufn Schlag war ich nüchtern. Endlich. Sie kam raus. „Was ist denn?“ „ Na, sorry, aber hat ziemlich lang gedauert. Ich kenn Dich nicht, aber mir war es zu lang. Habe mir Sorgen gemacht.“ „Nee, Mensch, brauchst du nicht. Wollen wir raus?“ „Na, ich muss sowieso - habe Hausverbot.“ In dieser halben Stunde hat mich das Heroin entjungfert. Mein erster Hirnfick sozusagen. Bianca strahlte in dem Moment alles das für mich aus, was ich jahrelang gesucht habe. Sie war mir innerhalb kürzester Zeit vertraut und nah. Ihr vom Heroin geschwängerter Körper gab mir Wärme, gab mir Geborgenheit, gab mir Vertrautheit. In diesem Moment beschloss ich, nie wieder von ihrer Seite zu weichen. Die weitere Nacht verbrachten wir erst einmal auf bepissten Treppenstufen irgendeines süffigen Hauseingangs in der Bergstraße. Wir tranken, verarschten Leute, und: ich gab Bianca meine Jacke. Ihr war kalt. Einfacher ging es nicht. Nun hatte ich einen Grund nicht mehr von ihrer Seite zu weichen. Denn: meine NVA-Jacke lasse ich nicht allein! Nun flutschte es. Wir wollten irgendwo ins Warme. Meine Möglichkeiten waren sehr beschränkt, da ich normal draußen schlief; Lila ihre auch, da sie nicht in Kiel lebte; also blieb nur noch Bianca, ihre Schlafstätten zu outen. Und das machte sie denn auch. Sie lebte, wohnte, hauste bei Guido. Einem Hardcorejunk, wie ich in dieser Nacht feststellen konnte. Sein Leben spielte sich auf der Couch einer riesigen Wohnung ab, vollgepackt mit alten Bierdosen, Essensresten, Kippen Stummeln... eingelullt vom Geruch lang nicht gewaschener Klamotten, 6

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