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vor 6 Monaten

von fliegen ANTONIO PALIDO

eschallt

eschallt von MTV. Ich bin anspruchslos geworden, Hauptsache ein warmes Bett. Und das hatte ich dort. Bianca, Lila und Guido blieben auf der Couch und frönten ihrer Sucht, ich nahm das Schlafzimmer in meinen Besitz. Nicht nur für diese Nacht. Am nächsten Abend gab mir Guido einen Schlüssel - ich hatte erst einmal wieder ein Dach übern Kopp. Und ich war Bianca nah. Die nächsten sieben Nächte verbrachte ich im Schlafzimmer - die beiden auf der Couch. Die Tage gehörten Bianca und mir. Wir fuhren morgens zusammen in die Stadt, verbrachten dort den Tag - kamen uns näher. Innerhalb kürzester Zeit wussten wir alles übereinander. Wir lachten, wir weinten - wir waren verliebt. Egal, wie beschissen unsere Situation war, wir gaben einander Geborgenheit. Über Beziehung fiel kein Wort. Jeden Abend fuhren wir wieder zu Guido. Sobald wir in Sichtentfernung zum Haus waren, ließen wir unsere Hände los - wir hatten noch keine wirkliche Entscheidung getroffen. Saßen wir schon tief in der Scheiße, würde eine Entscheidung weitere bedeuten. Bianca würde Guido als Drogenversorger für lau verlieren; sie wäre auf der Straße. Bei mir wäre es eine Entscheidung für das Heroin. So wie ein Rückfall lange vorher beginnt, so beginnt auch das Konsumieren lange vorher. In der achten Nacht sollte es denn passieren. Spät in der Nacht verabschiedete ich mich ins Schlafzimmer. Guido war hackenkacken breit, lallte nur noch mit tiefer Junkstimme. „Gut Nacht. Schlaf schön.“ Bianca schaute mich an. Sehnsucht, Traurigkeit - ein heftiger Blick, der mich traf, dass ich fast anfing zu weinen. Ich drehte mich um, ging aus dem Raum. Bianca sagte nichts. Ich lag im Bett. Gedanken zerfetzten meinen Kopp, bis die Tür leise aufging. „Bist du noch wach, Eule?“ „Ja.“ „Kann ich mich zu dir legen?“ „Na komm.“ 7

Während ich mir ne Träne aus ‘m Auge wischte, kam sie zu mir unter die Decke. „Du, weißt du was Bianca?“ „ Nee, was denn?“ „ Na, ich hab mich verliebt.“ „In wen denn?“ „ Weißt du das nicht?“ „ Nee!“ „ Ah, komm - in Dich Bianca!“ „ Echt?“ „Merkst du das nicht?“ „Doch! Und weißt du was?“ „ Na, was denn?“ „ Ich bin auch verliebt.“ „ Ist der hier im Raum?“ „ Ja.“ Meine Hand suchte die ihre, fand sie, nahm sie und so lagen wir denn da. Beide genossen wir den Augenblick, der endlos schien und nicht mehr enden brauchte. Nach einem ersten flüchtigen Kuss schliefen wir Hand in Hand ein. In der nächsten Woche war es ein Versteckspiel. Guido war verknallt in Bianca, und sie wollte ihn nicht als ihren Stoffgeber verlieren. Verständlich. Und natürlich auch nicht die Schlafmöglichkeit. Wir sind meist früh zusammen aus dem Haus und nach Kiel reingefahren. Sie ihr Ding gemacht, ich meines, dann irgendwann wieder getroffen, noch zusammen abgehangen und irgendwann dann wieder zurück nach Friedrichsort. Wir waren verknallt. Ich habe in dieser einen Woche alles über sie erfahren. Dass sie ein As im Tischtennis ist, nun aber nicht mehr spielt. Schule hat sie abgebrochen. Mit ihren Eltern immer wieder überworfen, die gleich um die Ecke von Guido wohnten. Es hat gekribbelt. Ja. Haben uns nicht nebeneinander hingesetzt. 8

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