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John MacArthur (Hrsg.): Grundlagen des Glaubens

John MacArthur (Hrsg.) Grundlagen des Glaubens Ein biblischer Glaubensgrundkurs in 13 Lektionen DinA4 geheftet, 104 S., Betanien überarbeitete Neuauflage 26.04.2018

John MacArthur (Hrsg.)
Grundlagen des Glaubens
Ein biblischer Glaubensgrundkurs in 13 Lektionen

DinA4 geheftet, 104 S., Betanien überarbeitete Neuauflage 26.04.2018

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John MacArthur (Hrsg.)

Grundlagen

des Glaubens

Ein biblischer Glaubensgrundkurs in 13 Lektionen


John MacArthur (Hrsg.)

Grundlagen

des Glaubens

Ein biblischer Glaubensgrundkurs in 13 Lektionen


Alle Schrift ist von Gott eingegeben

und nützlich zur Belehrung,

zur Überführung,

zur Zurechtweisung,

zur Erziehung in der Gerechtigkeit,

2. Timotheus 3,16

4., neu gestaltete und textlich überarbeitete Auflage 2018

© der Originalausgabe Fundamentals of the Faith by Grace Community Church, Sun Valley, Kalifornien

© der deutschen Ausgabe 2006 by EBTC, Berlin, und 2018 by Betanien Verlag

EBTC (Europäisches Bibel-Trainings-Centrum) Berlin

An der Schillingbrücke 4

10243 Berlin

Tel. +49 (30) 60 988 61-0

Fax +49 (30) 60 988 61-19

www.ebtc-online.org

Übersetzung: EBTC Berlin

Lektorat: Hans-Werner Deppe

Gestaltung: Sara Pieper

Verlag: Betanien Verlag e.K.

Imkerweg 38 · 32832 Augustdorf

www.betanien.de · info@betanien.de

Printed in Germany

ISBN: 978-3-935558-74-7

4


Inhalt

Vorwort 7

Anwendungsmöglichkeiten 7

Lektion 1: Einführung in die Bibel 9

1. Das Alte Testament 9

2. Das Neue Testament 11

3. Christus in der Bibel 13

4. Warum ist die Bibel wichtig? 14

Lektion 2: Wie man die Bibel kennenlernt und studiert 18

1. Warum es wichtig ist, die Bibel zu verstehen 19

2. Wie wir die Bibel kennen lernen 19

3. Die Vorgehensweise beim Bibelstudium 11

4. Übungsaufgabe zum Bibelstudium 23

Lektion 3: Gottes Wesen und Eigenschaften 27

1. Einleitung 27

2. Warum es wichtig ist, Gott zu kennen 28

3. Wie kann man Gott kennen lernen? 28

4. Gottes Eigenschaften 28

Lektion 4: Die Person Jesu Christi 36

1. Der Gott, der Mensch wurde 37

2. Der Mensch, der Gott ist 38

3. Christus, der Retter 39

4. Der König, dem die Herrschaft übertragen wird 39

Lektion 5: Das Werk Jesu Christi 42

1. Der Mensch braucht das Werk Christi 42

2. Die Kosten des Werkes Christi 43

3. Die Auswirkungen und Errungenschaften des Werkes Christi 44

4. Der Beweggrund für das Werk Christi 45

5. Der Fortbestand des Werkes Christi 46

Lektion 6: Wie Menschen errettet werden 48

1. Gottes Souveränität in der Errettung 48

2. Die Umkehr 51

3. Erkennungszeichen der Errettung 52

5


Lektion 7: Person und Dienst des Heiligen Geistes 56

1. Der Heilige Geist ist eine Person 56

2. Der Heilige Geist ist Gott 58

3. Das Werk des Heiligen Geistes 58

4. Der Dienst des Heiligen Geistes bei der Errettung 59

5. Der Dienst des Heiligen Geistes im Leben des Gläubigen 60

Lektion 8: Der Christ und das Gebet 63

1. Das Wesen des Gebets 63

2. Die Praxis des Gebets 64

3, Der Kampf des Gebets 65

Lektion 9: Die Gemeinde: Gemeinschaft und Anbetung 69

1. Die universale Gemeinde 69

2. Die lokale Gemeinde (Ortsgemeinde) 70

3. Gemeinschaft 72

4. Anbetung im Gottesdienst 73

Lektion 10: Geistesgaben 76

1. Das Wesen der Geistesgaben 76

2. Die verschiedenen Geistesgaben 77

3. Die Ausübung der Geistesgaben 79

Lektion 11: Die Evangelisation und der Gläubige 82

1. Der Aufruf zur Evangelisation 82

2. Die Gute Nachricht der Evangelisation: Das Evangelium 83

3. Das Wesentliche der Evangelisation 83

4. Die Vorgehensweise der Evangelisation 84

Lektion 12: Gehorsam 87

1. Der Aufruf zum Gehorsam 87

2. Das Markenzeichen eines wahren Christen ist sein Gehorsam 88

3. Beispiele für Ungehorsam 88

4. Beispiele für Gehorsam 89

5. Die Verheißungen und Segnungen des Gehorsams 90

6. Bereiche des Gehorsams 90

7. Unsere Einstellung gegenüber dem Gehorsam 91

Lektion 13: Gottes Wille und Führung 94

1. Der Wille Gottes 94

2. Führung 97

6


Vorwort

In der Grace Community Church in Sun Valley, Kalifornien, wo John MacArthur als Hauptpastor

dient, versammeln sich sonntagmorgens Gläubige in kleinen Gruppen und nehmen diesen Kurs

Grundlagen des Glaubens durch. Er umfasst 13 Lektionen, in denen sowohl biblische Wahrheiten

vermittelt, als auch Schritte zum Gehorsam und Dienst für Gott aufgezeigt werden. Der Unterricht in

Gruppen fördert die enge Zusammenarbeit zwischen Teilnehmern und Lehrern, und am Ende sind oft

auch vertiefte Beziehungen untereinander entstanden.

Eine besondere Freude ist es auch, dass etliche Teilnehmer durch diesen Glaubenskurs überhaupt

erst zum rettenden Glauben an Jesus Christus als ihren Herrn und Heiland gefunden haben. Denn

der Kurs richtet sich zwar in erster Linie an jungbekehrte Gläubige und auch reifere Christen, die

Nachholbedarf oder den Wunsch haben, die lehrmäßigen Grundlagen des Glaubens zu stärken

oder neu zu erarbeiten. Doch außerdem vermittelt der Kurs – insbesondere in Kapitel 5 – auch das

elementare Evangelium und fordert in dessen Licht zur Selbstprüfung (2Kor 13,5; 1Jo) auf. So wurden

viele bloße »Mitläufer«, die sich bereits als Christen verstanden, erst durch diesen Kurs zur biblischen

Einsicht ihrer Verlorenheit und zur Erkenntnis des Heils in Christus geführt und wiedergeboren.

Dieser Kurs wurde nicht nur in der Grace Community Church, sondern in vielen Gemeinden weltweit

von zahlreichen Christen durchgenommen, sodass sie in der Gnade Gottes und der Erkenntnis

biblischer Wahrheiten gewachsen sind. Möge auch die vorliegende deutschsprachige Ausgabe dazu

beitragen, dass viele in der Gnade und Erkenntnis Jesu Christi wachsen.

Anwendungsmöglichkeiten

Selbststudium: Dieser Kurs sollte möglichst nicht alleine bearbeitet werden. Anleitung und

Austausch mit anderen gehören zum Lernprozess dazu. Ein Selbststudium ist daher nur eine

»Notlösung«. Gehe dann folgendermaßen vor: Lies jeweils eine Lektion durch, schlage die

angegebenen Bibelstellen* nach und bearbeite die Fragen und Aufgaben durch Ausfüllen und

Ankreuzen. Zur Selbstkontrolle bearbeite auch die Testseiten jeweils am Ende der Lektionen (Lektion

13 hat keinen Test). Ein sinnvolles Lernpensum rangiert von einer Lektion alle zwei Wochen bis

zu einer Lektion pro Tag. Die Reihenfolge ist festgelegt und sollte nicht geändert werden, da die

Lektionen aufeinander aufbauen: Sie beginnen bei den elementarsten Glaubensgrundlagen und führen

dann weiter in die Details des praktischen Lebens als Christ.

Zweierschaft (zwei »Schüler«): Vorgehensweise wie oben, die Bearbeitung der Lektionen kann

jedoch gemeinsam erfolgen und die Testseiten gegenseitig überprüft und besprochen werden. Neben

der Bereicherung durch den Austausch hat dies den Vorteil größerer Verbindlichkeit.

Jüngerschaftsbeziehung (»Lehrer« und »Schüler«): Ein reiferer Christ betreut einen jüngeren

bei der Bearbeitung der Lektionen. Der »Schüler« kann die Lektionen entweder allein bearbeiten und

dem »Lehrer« dann den ausgefüllten Test vorlegen (die Seiten können fotokopiert werden) und die

Lektion mit ihm durchsprechen, oder beide bearbeiten die Lektion zusammen. Letztere Variante hat

den Vorteil, dass man noch intensiver auftretende Fragen klären und praktische Beispiele besprechen

kann usw. Der »Lehrer« sollte dabei neben lehrmäßiger Reife unbedingt auch ein persönliches Vorbild

im Wesen und Wandel als Christ vorweisen.

Gruppe: Dies ist die sinnvollste, von den Herausgebern empfohlene Form der Bearbeitung und

ist denkbar als Unterricht in der Gemeinde (»Sonntagsschule« bzw. Gemeinde-Bibelunterricht), als

Hauskreis, als Jugendgruppe etc. Neben einem hauptverantwortlichen »Lehrer« können auch mehrere

»Betreuer« durch Jüngerschaftsbeziehungen den Unterricht unterstützen. Wenn keine geeigneten

Leiter zur Verfügung stehen, sollte zumindest der organisatorische Rahmen von verantwortlichen

Gruppenteilnehmern geleitet werden. (Beachte auch die Hinweise bei den obigen Punkten.)

Der Lösungsschlüssel

zum Test kann unter

www.cbuch.de bei

Artikel-Nr. 175974 als

PDF heruntergeladen

werden.

* Verwendete Bibelübersetzung: In erster Linie die „Schlachter 2000“, teilweise aber auch „Elberfelder“.

Erklärung zu Bibelstellenangaben: Zuerst steht das Bibelbuch, dann folgt das Kapitel des Buches und

hinter dem Komma der Vers bzw. die Verse des Kapitels. Mehrere zusammenhängende Verse werden durch

Bindestrich angegeben, mehrere einzelne Verse durch Punkt. Mehrere Bibelstellen werden durch Semikolon

getrennt. Ein Buchstabe kann einen Vers noch weiter unterteilen. Beispiel: Matthäus 4,4-7.10; 21,13a =

Bibelbuch Matthäus, Kapitel 4, Verse 4 bis 7 und Vers 10; Kapitel 21, Vers 13 erster Versteil.

7


8


Lektion 1:

Einführung in die Bibel

Zum Auswendiglernen: 2. Timotheus 3,16

Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung,

zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der

Gerechtigkeit.

Die Bibel ist das Wort Gottes. Sie behauptet, die Wahrheit zu sein und die Botschaft Gottes an den

Menschen. In 2. Petrus 1,21 heißt es: »Vom Heiligen Geist getrieben, haben die heiligen Menschen Gottes

geredet.«

• Die Heilige Schrift wurde von ca. 40 verschiedenen Männern geschrieben.

• Sie lebten in verschiedenen Ländern.

• Sie lebten zu unterschiedlichen Zeiten (1400 v.Chr. bis 90 n.Chr.).

• Sie schrieben in drei Sprachen: Hebräisch, Aramäisch und Griechisch.

Gott benutzte eine Vielfalt von Verfassern für die Heilige Schrift; doch verfolgte Er damit ein einziges

Ziel, das dabei stets im Zentrum steht: Seine Verherrlichung durch die Erlösung des Menschen durch

Jesus Christus, den Sohn Gottes.

1.1 Das Alte Testament (39 Bücher)

Das Gesetz: die 5 Bücher Mose

Die ersten fünf Bücher des Alten Testaments wurden von Mose um das Jahr 1400 v. Chr. geschrieben.

Sie werden die »fünf Bücher Mose« (griechisch »Pentateuch«) genannt.

Über einen Zeitraum

von mehr als 1500

Jahren (von ca. 1400

v.Chr. – 90 n.Chr.) hat

Gott 40 verschiedene

Männer zur

Niederschrift der Bibel

gebraucht.

2. Petrus 1,20-21

Schreibe die Namen dieser Bücher (Deutsch und Latein)* in ihrer Reihenfolge auf:

Das Buch der Anfänge: Der Anfang von Schöpfung,

Mensch, Sünde, Erlösung und Israel / dem Volk Gottes.

Gott befreit das Volk Israel aus Ägypten.

Israels priesterliche Gesetze über Heiligung und

Anbetung durch Opfer und rituelle Reinigung.

Das Volk Israel im ständigen Ungehorsam während

der 40-jährigen Wüstenwanderung.

Die Reden Moses zur Vorbereitung des Volkes auf den

Einzug ins Gelobte Land.

* Als Hilfe hier die lateinischen Namen in ungeordneter Reihenfolge: Levitikus, Numeri, Genesis,

Deuteronomium, Exodus. Deutsche Namen 1. Mose usw.

Lektion 1: Einführung in die Bibel 9


Geschichtsbücher (12 Bücher)

Die geschichtlichen Bücher wurden in der Zeit von ca. 1400 – 450 v. Chr. geschrieben. Sie berichten

von Gottes Handeln mit Seinem auserwählten Volk Israel als Nation (auch »Hebräer« genannt).

Schreibe diese Bücher in der richtigen Reihenfolge auf:

Weisheitsbücher (5 Bücher)

Die folgenden fünf Bücher sind poetisch und beschreiben in Poesie- und Liedform die Größe Gottes

und Sein Handeln mit den Menschen. Sie werden Weisheitsbücher oder poetische Bücher genannt.

Schreibe diese Bücher in der richtigen Reihenfolge auf:

Das Leiden und die Treue eines Mannes, der Gott liebte.

Loblieder und Belehrungen.

Gottes praktische Weisheit für das Alltagsleben.

Die Nichtigkeit eines irdischen Lebens ohne Gott.

Die Freude der ehelichen Liebe aus Gottes Sicht.

Die großen Propheten (5 Bücher)

Ein Prophet ist ein Gesandter Gottes, der Gottes Botschaft an Menschen weitergibt. Diese ersten fünf

prophetischen Bücher werden die »großen Propheten« genannt, weil diese Bücher alle länger sind als

die anschließenden zwölf »kleinen Propheten«. Sie wurden etwa 750 – 550 v. Chr. geschrieben.

Schreibe diese Bücher in der richtigen Reihenfolge auf:

10 Lektion 1: Einführung in die Bibel


Die kleinen Propheten (12 Bücher)

Die letzten zwölf Bücher des Alten Testaments wurden ungefähr in der Zeit 840 – 400 v. Chr.

geschrieben.

Schreibe diese Bücher in der richtigen Reihenfolge auf:

1.2 Das Neue Testament (27 Bücher)

Das Neue Testament oder der Neue Bund (»Testament« und »Bund« sind im Griechischen ein und

dasselbe Wort) offenbart Jesus Christus als den Erlöser der Menschen. Hier finden wir:

• das Leben Christi

• den Weg der Erlösung

• die Entstehung des Christentums

• Anweisungen für das Leben als Christ

• Gottes Plan für die Zukunft

Geschichtsbücher (5 Bücher)

Schreibe die Namen der jeweiligen Bibelbücher auf.

Die Evangelien (die ersten vier Bücher)

Das Leben Christi, insbesondere für Juden

geschrieben. Dieses Evangelium offenbart Jesus

Christus als den lang erwarteten Messias.

Das Leben Christi, wie es Jesus als den gehorsamen

Knecht Gottes offenbart. Dieses Buch wurde besonders

für die Welt des Römischen Reichs geschrieben.

Welche zwei Gründe nennt

Johannes in Johannes 20,31,

weshalb er sein Evangelium

geschrieben hat?

1.

Das Leben Christi, wie es Jesus als den vollkommenen

Menschen offenbart. Dieses Buch betont Jesu

Menschseins und wurde von einem griechischen

Arzt für die griechisch (hellenistisch) geprägte Welt

geschrieben.

Das Leben Christi, wie es Jesus als den Sohn Gottes

offenbart. Dieses Evangelium betont Jesu Gottheit und

verdeutlicht allen Menschen die frohe Botschaft.

2.

Lektion 1: Einführung in die Bibel 11


Die Entstehung der Gemeinde und der Christenheit (1 Buch)

Der Beginn und die Ausbreitung der christlichen

Gemeinde. Das Buch heißt im griechischen Grundtext

»Taten« (der Apostel) und könnte auch mit »Taten des

Heiligen Geistes« betitelt werden. Es wurde von Lukas

als Mittel zur Evangelisation geschrieben.

Briefe, auch Epistel genannt (21 Bücher)

Augustinus sagte:

Das Neue Testament

ist im Alten verhüllt.

Das Alte ist im Neuen

enthüllt.

Diese Bücher wurden an einzelne Personen, Gemeinden oder allgemein an Gläubige geschrieben.

Sie behandeln alle Aspekte des christlichen Glaubens und der Lebenspraxis des Christen und der

Gemeinde.

Schreibe diese Bücher in der richtigen Reihenfolge auf:

Die Paulusbriefe (13 Bücher)

Allgemeine (»katholische«) Briefe (8 Bücher)

Prophetie (1 Buch)

Das letzte Buch des Neuen Testaments beschreibt zukünftige Ereignisse:

• Die Wiederkunft Jesu Christi

• Die Herrschaft Jesu Christi

• Die Herrlichkeit Jesu Christi

• Die Zukunft der Gläubigen und Ungläubigen

Dieses Buch wird

genannt.

12 Lektion 1: Einführung in die Bibel


1.3 Christus in der Bibel

Das Alte und das Neue Testament müssen als ein Ganzes betrachtet werden, denn beide stellen Jesus

Christus als die Hauptperson vor.

Lies die folgenden Verse und vervollständige die Sätze:

Lukas 24,27: Wir finden Christus in allen .

Johannes 5,39: Jesus sagt, dass die Schriften (des AT) »von

zeugen.«

Jesus ist der Schlüssel

5 Gesetzesbücher Die Verheißung des Christus

12 Historische Bücher

5 Poetische Bücher

17 Prophetische Bücher

Die Erwartung des Christus:

Vorbilder (»sogenannte Typen«),

Erfahrungen, Prophezeiungen

4 Evangelien Die Offenbarung des Christus

1 Apostelgeschichte

21 Briefe

Die Gemeinde des Christus

1 Offenbarung Die Krönung des Christus

NEUES TESTAMENT

Höhepunkt der Offenbarung

ALTES TESTAMENT

Prophetische Erwartungen

Symbolische Illustrationen

Historische Grundlagen

Lektion 1: Einführung in die Bibel 13


1.4 Warum ist die Bibel wichtig?

Als Jesus vom Satan versucht wurde, verwies Er auf 5. Mose 8,3: »Nicht von Brot allein soll der Mensch

leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht.« (Matthäus 4,4).

Was sagt 2. Timotheus 3,16 über die Bibel? (Markiere die richtige Antwort )

Die ganze Bibel (»Schrift«) ist von Gott »inspiriert« (wörtl. »eingehaucht«, d. h. die Autoren

wurden vom Geist Gottes geleitet).

Es gibt einige Teile der Bibel, die nicht von Gott inspiriert sind.

Der größte Teil der Bibel sind von Gott inspiriert.

Nur die Schriftstellen, die uns persönlich ansprechen, sind von Gott inspiriert.

Was sagen die folgenden Verse über die Wichtigkeit des Wortes Gottes?

2. Timotheus 3,15

Hebräer 4,12

Welche vier Dinge bewirkt das Wort Gottes?

Psalm 19,8a

Psalm 19,8b

Psalm 19,9a

Psalm 19,9b

Lektion 1: Anwendung

Du hast jetzt einiges über die Bibel gelernt. Hat das einen Einfluss auf dein Leben?

Wirst du etwas ändern z. B. an deiner Einstellung oder an deinen Gewohnheiten?

14 Lektion 1: Einführung in die Bibel


Die Bibel im Überblick (66 Bücher)

Altes Testament (39 Bücher)

Geschichte (17 Bücher)

Das Gesetz

Geschichte und

Regierungen

Poesie

(5 Bücher)

Prophetie (17 Bücher)

Große

Propheten

Kleine

Propheten

Genesis

Exodus

Levitikus

Numeri

Deuteronomium

Josua

Richter

Ruth

1. Samuel

2. Samuel

1. Könige

2. Könige

1. Chronik

2. Chronik

Esra

Nehemia

Esther

Hiob

Psalmen

Sprüche

Prediger

Hohelied

Jesaja

Jeremia

Klagelieder

Hesekiel

Daniel

Hosea

Joel

Amos

Obadja

Jona

Micha

Nahum

Habakuk

Zephanja

Haggai

Sacharja

Maleachi

Ca. 400 Jahre zwischen den Testamenten

Neues Testament (27 Bücher)

Geschichte (5 Bücher) Briefe (21 Bücher) Prophetie

(1 Buch)

Evangelien

Geschichte der

allgemeine

Paulusbriefe

jungen Gemeinde

Briefe

Matthäus

Markus

Lukas

Johannes

Apostelgeschichte

Römer

1. Korinther

2. Korinther

Galater

Epheser

Philipper

Kolosser

1. Thessalonicher

2. Thessalonicher

1. Timotheus

2. Timotheus

Titus

Philemon

Hebräer

Jakobus

1. Petrus

2. Petrus

1. Johannes

2. Johannes

3. Johannes

Judas

Offenbarung

Lektion 1: Einführung in die Bibel 15


Lektion 1: Test

Schreibe in die rechte Spalte, ob die Aussage richtig oder falsch ist (r oder f).

Wenn du dir nicht sicher bist, mache ein Fragezeichen.

1

2

Die Bibel wurde von einer Gruppe von Menschen geschrieben, die sich zu einem

bestimmten Zeitpunkt getroffen haben.

Ein Teil der Bibel enthält weise Ratschläge von Menschen, der andere Teil ist von

Gott.

3 Die ganze Bibel ist Gottes Wort und von Gott inspiriert.

4

Die Bibel ist schon so oft übersetzt worden, dass wir nicht mehr wissen, was die

ursprüngliche Bedeutung ist.

5 Die vier Evangelien sind Matthäus, Petrus, Markus und Johannes.

6 Die Apostelgeschichte überliefert die Geschichte der Urgemeinde.

7 Jesus Christus ist die zentrale Person in der Schrift.

8 Das Neue Testament hat nichts mit dem Alten Testament zu tun.

9

Viele der Bücher des Neuen Testaments sind Briefe an verschiedene Gemeinden

und einzelne Personen.

10 Die Bibel enthält einige wissenschaftliche Fehler.

Schreibe den auswendig gelernten Bibelvers von Lektion 1 auf:

Name:

16 Lektion 1: Einführung in die Bibel


Wie die Bibel zu uns kam

von ca. 1500 v.Chr.

bis 100 n.Chr.

Originalmanuskripte (»Autographen«, nicht mehr erhalten):

66 verschiedene Werke. Die meisten Verfasser bekannt, einige unbekannt.

Manuskripte in der Originalsprache (zahlreich noch heute erhalten)

Übersetzungen und Zitate in anderen Sprachen:

385 – 404 n.Chr. Lateinische Übersetzung durch Hieronymus: die »Vulgata«

4. Jahrhundert Erste Bibelübersetzung in eine germanische Sprache durch Wulfila

700 – 1000 n.Chr. Verschiedene angelsächsische (englische) Teilübersetzungen

1382 Komplette englische Übersetzung durch John Wycliff und seine Anhänger

1522 – 1534 Übersetzung durch Martin Luther (aus dem Grundtext)

1524 – 1529 Zürcher Übersetzung (unter Mitwirkung des Reformators Zwingli)

1525 – 1535 Erste gedruckte englische Übersetzung des NT von William Tyndale

1560 Englische Geneva Bible (»Genfer Bibel«), von Calvin geprägt

1602 – 1604 Deutsche Übersetzung durch Johannes Piscator in Herborn

1611 Englische King-James-Bibel, die bedeutendste englische Bibel (anglikanisch)

1726 – 1742 Berleburger Bibel, übersetzt von J. H. Haug (pietistisch)

Funde weiterer antiker Bibel-Manuskripte im 18. und 19. Jhdt., dadurch geprägte Übersetzungen:

1855 – 1871 Elberfelder Übersetzung (Brüderbewegung)

1885 English Revised Version (Revision der King-James-Bibel)

1901 American Standard Version

1903

Übersetzung von Franz Eugen Schlachter

Miniaturbibel 1905 (Überarbeitung 1952 von Linder und Kappeler)

1926 Übersetzung von Hermann Menge

1947: Fund vieler Schriftrollen am Toten Meer in den Höhlen von Qumran

ab 1967

Freie Übertragungen wie »Gute Nachricht«, »Hoffnung für alle«, »Neues Leben«

1979 – 2003 Interlinearübersetzungen Hebräisch-Deutsch und Griechisch-Deutsch

2000 Überarbeitung der Schlachter-Bibel

2005 Revidierte Elberfelder Bibel mit Sprachschlüssel für Hebräisch und Griechisch

2003 – 2006 Revisionen der »alten Elberfelder« und der »revidierten Elberfelder Bibel«

2006 Neuauflage der »Hexapla« – sechs Übersetzungen in Spalten nebeneinander

Lektion 1: Einführung in die Bibel 17


Lektion 2:

Wie man die Bibel

kennenlernt und studiert

Zum Auswendiglernen: 2. Timotheus 2,15

Strebe danach, dich Gott bewährt zur Verfügung zu stellen als

einen Arbeiter, der sich nicht zu schämen hat, der das Wort der

Wahrheit in gerader Richtung schneidet!

Jeder Christ muss wissen, wie man die Bibel kennenlernen und im Leben anwenden kann. Diese

Lektion stellt fünf Punkte vor, wie du dir den Inhalt der Bibel aneignen kannst:

• hören

• lesen

• studieren

• auswendig lernen

• intensiv darüber nachdenken.

Die fünf Finger deiner Hand können dir als Gedankenstütze dienen, um dir diese fünf Methoden

einzuprägen: Wenn du die Bibel nur mit zwei Fingern hältst, rutscht sie dir leicht aus der Hand,

benutzt du jedoch alle fünf Finger, hast du einen festen Griff.

Wenn jemand Bibeltexte hört, liest, studiert, auswendig lernt und dann darüber nachdenkt, werden

die Wahrheiten der Schrift in seinem Herzen fest verankert und Teil seines Lebens werden. So wie

der Daumen zusammen mit den anderen Fingern einen sicheren Griff gewährleistet, so ist es auch

notwendig, dass man intensives Nachdenken mit dem Hören, Lesen, Studieren und Auswendiglernen

paart, damit man ein umfassenderes Verständnis für das Wort Gottes bekommt.

Aufgabe: Beschrifte die Finger der Hand mit den fünf Methoden, wie man die Bibel verinnerlicht.

18 Lektion 2: Wie man die Bibel kennenlernt und studiert


2.1 Warum es wichtig ist, die Bibel zu verstehen

Suche in den Bibelstellen nach fünf Gründen, warum man die Bibel verstehen soll.

1. Petrus 2,2

Psalm 119,11

Matthäus 13,23

Psalm 119,105

2. Timotheus 2,15

2.2 Wie wir die Bibel kennenlernen

Höre auf die Bibel

»Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort«

(Römer 10,17).

Wen preist Jesus als glückselig (Lukas 11,28)?

Wir studieren

die Heilige

Schrift, weil sie

allgenugsam ist.

Alle Schrift ist von

Gott eingegeben und

nützlich zur Belehrung,

zur Überführung,

zur Zurechtweisung,

zur Erziehung in der

Gerechtigkeit.

2. Timotheus 3,16

Nehemia 8,7b-8 beschreibt eine „Predigt“. Was sollen

Prediger und Bibellehrer demnach tun bzw. bewirken?

Lies die Bibel

»Glückselig ist, der die Worte der Weissagung liest, und die sie hören und bewahren, was darin geschrieben

steht! Denn die Zeit ist nahe« (Offenbarung 1,3).

Formuliere Offenbarung 1,3 mit deinen eigenen Worten.

Wozu forderte Paulus Timotheus in 1. Timotheus 4,13 auf?

Lektion 2: Wie man die Bibel kennenlernt und studiert 19


Wenn du bisher die

Bibel noch nicht täglich

und systematisch liest,

dann wird es jetzt

höchste Zeit. Beginne

mit dem Markus- oder

Johannesevangelium.

Wenn du täglich zwei

Kapitel liest, hast du in

19 Wochen das Neue

Testament durch.

Studiere die Bibel

Als Paulus auf seiner zweiten Missionsreise von Thessalonich nach Beröa kam, verkündigte er dort

den Juden das Evangelium. Dann heißt es: Die Beröer »aber waren edler gesinnt als die in Thessalonich

und nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit auf, und sie forschten täglich in der Schrift, ob es sich so

verhalte« (Apostelgeschichte 17,11).

Die Einstellung gegenüber dem Bibelstudium:

Wie nahmen die Beröer das Wort Gottes auf (siehe Apostelgeschichte 17,11)?

Womit wird in Sprüche 2,4 die Suche nach Weisheit und Verständnis verglichen?

Bibelstudium ist mehr als ein bloßes Lesen der Bibel; dazu gehört auch sorgfältiges Beobachten,

Auslegen und Anwenden des Textes. Bibellesen vermittelt uns ein Gesamtbild, aber das Studieren hilft,

das Gelesene zu verstehen, zu vertiefen und im täglichen Leben praktisch anzuwenden.

Lerne die Bibel auswendig

»Wie wird ein junger Mann seinen Weg unsträflich gehen? Indem er ihn bewahrt nach deinem Wort! … Ich

bewahre dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht gegen dich sündige« (Psalm 119,9.11).

Gott gebot den Israeliten, Sein Wort zu bewahren. Wie sollten bzw. konnten sie das tun?

5. Mose 11,18a

5. Mose 11,19

Lies Matthäus 4,4.7.10.

Was tat Jesus, um die Versuchungen durch den Teufel abzuwehren?

Was kannst du von diesem Vorbild Jesu für dein persönliches Leben lernen?

Formuliere Psalm 40,9 mit deinen eigenen Worten:

Für das Auswendiglernen ist es hilfreich, einen Zweck damit zu verfolgen. Wenn man die Bedeutung

und die Anwendung einer Bibelstelle kennt, kann man sie leichter auswendig lernen.

20 Lektion 2: Wie man die Bibel kennenlernt und studiert


Intensives Nachdenken über die Bibel

»Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt,

wo die Spötter sitzen, sondern seine Lust hat am Gesetz des Herrn und über sein Gesetz nachsinnt Tag und

Nacht. Der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine

Blätter verwelken nicht, und alles, was er tut, gerät wohl« (Psalm 1,1-3).

Nachsinnen bedeutet, mit betendem Herzen die Bibel zu studieren, um die Bedeutung der Bibeltexte

zu verstehen und sie anwenden zu können. Denke betend über Gottes Wort nach und verfolge dabei

das Ziel, dein Leben in Übereinstimmung mit Gottes Willen zu bringen.

Über Gottes Wort nachsinnen kannst du,

• wenn du eine schriftgemäße Predigt hörst.

• wenn du selber die Bibel liest.

• wenn du einen Text, den du studiert hast, im Gebet vor Gott bringst.

• wenn du über auswendig gelernte Verse nachdenkst.

Intensives Nachsinnen über Bibeltexte bringt großen Nutzen mit sich. Welche positiven Folgen

werden am Ende von Josua 1,8 genannt?

Glaubst du, dass sich das Wort Gottes auf dein Reden und Handeln auswirkt? Wie (Lukas 6,45)?

Was sollen wir neben dem eifrigen Lernen des Wortes Gottes noch tun, um die Bibel richtig zu

verstehen? Was tat der Psalmist in Psalm 119,73.125?

2.3 Die Vorgehensweise beim Bibelstudium

Erster Schritt: Vorbereiten

Was sollen wir laut 1. Petrus 2,1-2 zuerst tun, bevor wir uns dem Bibelstudium widmen?

Für welches Ergebnis sollten wir beten, wenn wir Gottes Wort lesen und studieren (Kolosser 1,9-10)?

Verbringe vor jedem Bibelstudium wenigstens eine kurze Zeit im Gebet. Bekenne deine Sünden und

bitte Gott: »Öffne mir die Augen, damit ich sehe die Wunder in deinem Gesetz!« (Psalm 119,18).

Lektion 2: Wie man die Bibel kennenlernt und studiert 21


Zweiter Schritt: Beobachten

Den Bibeltext beobachten, heißt zu fragen: Was passiert in diesem Abschnitt? Was sehe ich im Text?

Stelle beim Lesen Fragen und schreibe sie auf: Wer …? Was …? Wo …? Wann …?

Beachte: Diese

Punkte sind nur einige

Beispiele, auf die du

beim Forschen in der

Schrift achten musst

Warnung: Nimm

dir Zeit! Beende das

Beobachten nicht zu

früh!

Achte in deinen Beobachtungen auf:

• Schlüsselworte (wichtige, wiederholte oder betonte Begriffe)

• Hauptpersonen und Themen

• Befehle, Aufforderungen

• Warnungen, Verheißungen

• Wiederholte Worte und Aussagen

• Auflistungen, Aufzählungen

• Vergleiche (etwas wird als »wie« etwas beschrieben oder als »nicht wie« unterschieden)

• Fragen und deren Beantwortung

• Alles, was dir ungewöhnlich oder unerwartet erscheint

Dritter Schritt: Auslegen

Einen Bibeltext auslegen, heißt zu klären: »Was bedeutet dieser Text?«

Die Bibel ist deutlich und klar. Was bzw. wen hat Gott uns zur Belehrung gegeben, damit wir die Bibel

richtig verstehen (1. Johannesbrief 2,27)?

Stelle zunächst Fragen bezüglich der Auslegung (Interpretation):

• Wie wichtig für diesen Abschnitt ist/sind …

• ein bestimmtes Wort (besonders Verben)

• eine bestimmte Redewendung

• Namen und Anreden

• Daten und Details

• sonstiges?

• Was ist die genaue Bedeutung eines bestimmten Wortes?

• Warum sagt der Verfasser das?

• Was wird durch ein Wort, einen Satzteil oder einen Namen ausgesagt?

Für jeden Bibeltext

gibt es jeweils nur eine

richtige Auslegung: die

vom Autor ursprünglich

beabsichtigte

Bedeutung.

Um Antworten auf diese Auslegungsfragen zu finden, berücksichtige oder gebrauche:

• den Textzusammenhang (Kontext), d. h. die vorhergehenden und nachfolgenden Verse des

betreffenden Abschnitts.

• Wortdefinitionen

• Grammatik und Satzstruktur

• Andere Bibelstellen zum selben Thema (Parallelstellen)

• Werkzeuge für das Bibelstudium:

• Wörterbuch der biblischen Sprachen

• Konkordanz

• Bibelhandbuch

• Bibellexikon

• Bibelkommentare

Bedenke bei der Auslegung stets:

• Jeder Text steht im Einklang mit der ganzen Bibel, denn sie widerspricht sich nicht selbst.

• Lass den Abschnitt im Zusammenhang für sich selbst sprechen. Hüte dich vor

Schlussfolgerungen, die der Schreiber nicht beabsichtigt hat.

22 Lektion 2: Wie man die Bibel kennenlernt und studiert


Vierter Schritt: Anwenden

Den Bibeltext anwenden heißt: »Wie wirkt sich dieser Bibelabschnitt auf mein Leben aus?«

In diesem Schritt unseres Bibelstudiums streben wir danach, die Wahrheiten, die wir entdeckt haben,

im täglichen Leben und Handeln umzusetzen.

Wie sollen wir auf das gehörte Wort reagieren (Jakobus 1,22)?

Als hilfreiche Gedankenstütze nimm das englische Wort SAVER als Akronym für die folgenden

Fragen. Gibt es ...

Sünden – die wir lassen sollen?

Aufforderungen und Befehle – denen wir gehorchen sollen?

Verheißungen – die wir in Anspruch nehmen können?

Exempel – Beispiele, denen wir folgen sollen?

Risiken und Gefahren – die wir vermeiden sollen?

Während es nur

eine einzige gültige

Auslegung für eine

bestimmte Bibelstelle

gibt, kann es zahlreiche

Anwendungen geben.

Fünfter Schritt: Wiederholen

Bibelstudium erfordert Wiederholung. Beim Studieren eines Verses werden die Schritte 2, 3 und 4

(beobachten, auslegen, anwenden) mehrfach wiederholt.

• Zunächst Beobachtung, dann Auslegung, dann Anwendung. (Leicht zu merken durch das

Akronym EVA:

• E – entdecken (beobachten),

• V – verstehen (auslegen),

• A – anwenden

• Dieses EVA-Prinzip lässt sich auf jedes Wort, jeden Satzteil oder Satz und jeden Gedankengang

anwenden. Je häufiger du diesen Prozess für einen Vers wiederholst, desto tiefer wird sich dir

das Wort Gottes erschließen.

2.4 Übungsaufgabe zum Bibelstudium

»Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles

hinzugefügt werden!« (Matthäus 6,33).

Nimm Matthäus 6,33 als Beispieltext für ein Bibelstudium und…

• Untersuche den Text so gründlich wie möglich und trage deine Beobachtungen in die linke

Spalte der Tabelle auf der nächsten Seite ein.

• Formuliere Fragen zur Auslegung dazu in der jeweiligen Zeile.

• Schreibe die Antwort zur Auslegungsfrage in die Spalte Auslegung.

• Fülle den Abschnitt »Anwendung« erst aus, wenn du die Beobachtung und Auslegung beendet

hast.

Lektion 2: Wie man die Bibel kennenlernt und studiert 23


Die ersten drei Zeilen dienen als Beispiel.

Beobachtung Auslegungsfragen Auslegung

Der Vers beginnt

mit einem Imperativ

(Befehl): »trachtet«

Das Wort »zuerst«

beschreibt den Befehl

noch weiter.

Ein Schlüsselbegriff ist

»Reich Gottes«.

Was bedeutet »trachten« und warum wird es hier

befohlen? Wer gibt diesen Befehl?

Was heißt in diesem Zusammenhang »zuerst«?

Was ist mit »Reich Gottes« gemeint?

Es bedeutet eifrig suchen, (er)streben, haben

wollen. Jesus, der Herr, gibt diesen Befehl.

Hinweis auf Priorität. Das Trachten muss

höchste Priorität haben.

Es beschreibt die souveräne Herrschaft und

Regierung Gottes – über einen bestimmten

Bereich und dessen Bewohner (Untertanen).

24 Lektion 2: Wie man die Bibel kennenlernt und studiert


Anwendung

Formuliere eine

praktische Anwendung,

die aus deinen

Beobachtungen und

deiner Auslegung

abgeleitet werden kann.

Als Hilfe nimm die

SAVER-Fragen von

Seite 23.

Lektion 2: Anwendung

Jede Woche hat 168 Stunden. Nutzt du diese Zeit, die du zur Verfügung hast, gut und sinnvoll?

Solltest du etwas daran ändern?

Die folgende Liste wird dir bei der Überprüfung deiner Gewohnheiten helfen. So kannst du die Bibel

besser verinnerlichen. Bete beim Eintragen deiner Zeitplanung, dass Gott dir hilft, neue und nötige

Ziele richtig zu setzen.

Tipp: Plane konkret

und mit genauen

Zeitangaben!

Beschäftigung mit

dem Wort Gottes

Meine bisherige Gewohnheit

Neue Ziele und Pläne

Hören des

Wortes Gottes

Bibellesen

Bibelstudium

Auswendiglernen

von Bibeltexten

Lektion 2: Wie man die Bibel kennenlernt und studiert 25


Lektion 2: Test

Schreibe in die rechte Spalte, ob die Aussage richtig oder falsch (r oder f) ist.

Wenn du dir nicht sicher bist, mache ein Fragezeichen.

1

2

3

Die Bibel kann nur von solchen Menschen verstanden werden, die dazu

professionell ausgebildet worden sind.

Wir brauchen die Bibel nicht intensiv zu studieren, da Gott uns durch unsere

Erfahrungen alles zeigen und beibringen kann.

Das Wichtigste beim Bibelstudium ist, dass wir Fakten lernen, die wir dazu

gebrauchen können, um über die Bibel zu diskutieren und sie zu verteidigen.

4 Der nächste Schritt nach dem Beobachten des Bibeltextes ist die Anwendung.

5

Wenn wir Teile der Bibel auswendig lernen, hilft uns das, dem Teufel zu

widerstehen, indem wir dazu Gottes Wort gebrauchen.

6 Jedes Wort der Bibel ist uns heute noch nützlich.

7

Gott benutzt Prediger und Älteste, um uns in den Wahrheiten der Schrift zu

unterrichten.

8 Es gibt nur jeweils eine richtige Auslegung einer Bibelstelle.

9 Ein gewissenhaftes Bibelstudium ist nur etwas für Prediger und Älteste.

10 Wer Tag und Nacht über Gottes Wort nachdenkt, wird gesegnet.

11 In einer Konkordanz finden wir eine Auslegung für jeden Vers der Bibel.

Schreibe den auswendig gelernten Bibelvers von Lektion 2 auf:

Name:

26 Lektion 2: Wie man die Bibel kennenlernt und studiert


Lektion 3:

Gottes Wesen und

Eigenschaften

Zum Auswendiglernen: 1. Chronik 29,11

Dein, o Herr, ist die Majestät und die Gewalt und die

Herrlichkeit und der Glanz und der Ruhm! Denn alles, was im

Himmel und auf Erden ist, das ist dein. Dein, o Herr, ist das

Reich, und du bist als Haupt über alles erhaben!

Einleitung

In den Religionen unserer heutigen Welt gibt es viele sogenannte Götter und genauso zahlreiche

Meinungen darüber, wie ein Gott sein sollte. Die Bibel erhebt dagegen den Anspruch, die

Offenbarung des einzig wahren Gottes zu sein. Die Bibel versucht niemals, Gott zu beweisen, sondern

beginnt schlicht mit den Worten: »Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde« (1. Mose 1,1).

Notiere zwei Wahrheiten über Gott, die in Psalm 89,8-9 genannt sind.

Welche Aussage in Jesaja 43,10 verdeutlicht, dass es nur einen einzigen Gott gibt?

Was wird Gott niemand anderem geben (Jesaja 42,8)?

»Stürze dich in die

tiefe See der Gottheit

Gottes; verliere dich in

ihrer Unermesslichkeit;

und du wirst wie von

einem Ort der Ruhe

erfrischt und belebt

daraus hervorgehen. Ich

kenne nichts, was die

Seele so erquicken, die

Wogen der Sorgen und

der Trauer so glätten

kann, den Wind der

Anfechtungen so zu

stillen vermag, wie ein

andächtiges Sinnen

über das Wesen Gottes.«

C. H. Spurgeon, Predigt

vom 7. Januar 1855

Lektion 3: Gottes Wesen und Eigenschaften 27


3.1 Warum es wichtig ist, Gott zu kennen

Womit hat Jesus »Gott kennen« gleichgesetzt (Johannes 17,3)?

Der Mensch soll nicht mit Schönheit, Kraft oder Reichtum prahlen, sondern Gott sagt in Jeremia

9,23, dass es nur einen einzigen Grund zum Rühmen gibt. Welchen?

»Eine richtige

Gottesvorstellung

ist nicht nur die

Grundlage für

die systematische

Theologie, sondern

auch für das praktische

Glaubensleben. [...]

Ich glaube, dass es

keine Irrtümer in der

Lehre oder Versagen

im praktischen

Christenleben gibt, die

nicht letzten Endes alle

auf unvollkommene

und niedrige

Gottesvorstellungen

zurückgeführt werden

können.«

A. W. Tozer

in »Das Wesen Gottes«

3.2 Wie kann man Gott kennen lernen?

Was sagt Jesus darüber, wie man den Vater erkennen kann (Johannes 14,8-9)?

Was sagt Paulus in Kolosser 2,9 über Jesus?

Der Schreiber des Hebräerbriefes sagt, dass Gott zu uns geredet

hat in Seinem Sohn. Wie wird der Sohn Gottes in Hebräer 1,3 beschrieben?

3.3 Gottes Eigenschaften

Eine »Eigenschaft« ist eine Fähigkeit oder ein Wesensmerkmal einer Person. Durch ein sorgfältiges

Studium der Eigenschaften Gottes können wir die Person Gottes in gewissen Grenzen verstehen. Zwar

übersteigen einige dieser Begriffe unseren Verstand, doch muss unsere Vorstellung von Gott so genau

wie möglich sein.

Beachte: Dies sind

nur einige ausgewählte

Eigenschaften Gottes.

Vater, Sohn und Heiliger Geist sind gekennzeichnet von:

• Heiligkeit

• Allgegenwart

• Gerechtigkeit und Recht

• Allmacht

• Souveränität

• Liebe

• Ewigkeit

• Wahrheit

• Unveränderlichkeit

• Barmherzigkeit

• Allwissenheit

28 Lektion 3: Gottes Wesen und Eigenschaften


Definition der Eigenschaften Gottes

• Erstens: Suche in den angegebenen Schriftstellen nach den hier jeweils genannten

Eigenschaften Gottes und beschreibe, wie der Vers diese Eigenschaft beschreibt.

• Zweitens: Schreibe bei »persönliche Anwendung« jeweils auf, wie sich das, was du über Gott

gelernt hast, in deinem persönlichen Leben auswirken wird oder soll.

Heiligkeit

Heiligkeit als Eigenschaft Gottes bedeutet, dass Er absolut besonders ist, unvergleichbar und erhaben.

Er ist von dem Bösen dieser Welt unberührt und unbefleckt, absolut rein und vollkommen.

2. Mose 15,11

Psalm 99,9

Weil Gott heilig ist, sind auch wir aufgefordert, heilig zu sein (1. Petrus 1,16). Wir sollen von der

Sünde abgesondert und allein für Gott leben. Unser Leben soll in einer ungerechten Welt das Wesen

Gottes widerspiegeln.

Persönliche Anwendung:

Gerechtigkeit und Recht

Die Wörter Gerechtigkeit und Recht (bzw. Gericht) haben im griechischen Grundtext des Neuen

Testaments denselben Wortstamm. Die Bedeutung ist, »richtig« bzw. »gut« und »gerecht« zu sein.

Gerechtigkeit bedeutet, dass Gottes Wesen und Sein Handeln vollkommen übereinstimmen. Recht ist

die Art und Weise, wie Gott Seine Gerechtigkeit im juristischen Sinne ausübt.

In Psalm 119,137 heißt es über die Gerechtigkeit Gottes, dass sie in Seinen gerechten …

zu erkennen ist.

»Gott ist keinem

Gesetz unterstellt;

Er ist das Gesetz.«

Ein Bibellexikon über den

Begriff »Gerechtigkeit«

In Psalm 89,15 (Elberfelder, Luther u. a.) werden Recht und Gerechtigkeit als …

bezeichnet.

Vergleiche deine Vorstellung dessen, was richtig und gerecht ist, mit dem Maßstab Gottes. Was stellst

du fest? Schreibe deine Antwort als persönliche Anwendung auf.

Persönliche Anwendung:

Lektion 3: Gottes Wesen und Eigenschaften 29


Souveränität

Das Wort souverän bedeutet höchste, unumschränkte Macht, unantastbar überlegen über allem und allen

anderen. Was besagen die folgenden Verse?

Jesaja 46,9-10

Jesaja 45,23

Die Souveränität Gottes ist ermutigend, weil diese Wahrheit dem Christen versichert, dass Gott keine

Situation aus der Hand gleitet und Seine Pläne nicht vereitelt werden können (Römer 8,28).

Persönliche Anwendung:

Ewigkeit

Gott ist ewig, deshalb gab es nie eine Zeit, in der Gott nicht existierte. Er hatte keinen Anfang und

wird kein Ende haben. Was besagen folgende Verse?

Jesaja 44,6

Jesaja 43,13

Als der Ewige ist Gott nicht an Zeit gebunden. In Seiner ewigen Existenz sieht Er die Vergangenheit

und Zukunft genauso klar wie die Gegenwart. Mit dieser Perspektive hat Er ein vollkommenes

Verständnis dessen, was für unser Leben am besten ist. Deshalb sollen wir Ihm in allen

Lebensbereichen vertrauen.

Persönliche Anwendung:

30 Lektion 3: Gottes Wesen und Eigenschaften


Unveränderlichkeit

Gott verändert sich weder in Seinem Wesen noch in Seinen Absichten. Was lernst du aus den

folgenden Versen?

Maleachi 3,6

Hebräer 6,17-18

Die Bibel enthält zahlreiche Verheißungen für alle, die zu Gott gehören. Wir können Ihm vertrauen,

dass Er Sein Wort hält.

Persönliche Anwendung:

Allwissenheit

Gott weiß alle Dinge – Ereignisse, Fakten, Gedanken, Ideen usw. – aus Vergangenheit, Gegenwart und

Zukunft. Nichts überrascht Ihn. Was lehren die folgenden Verse?

Hiob 34,21

Psalm 139,1-6

Da Gott allwissend ist, sind ihm auch alle Sünden bekannt – die vergangenen, gegenwärtigen

und zukünftigen. Dennoch hat Er dem Gläubigen vergeben und ihn für immer in Seine Familie

aufgenommen. Was sagt das über die Sicherheit der Errettung aus? Schreibe deine Antwort als

persönliche Anwendung auf.

Persönliche Anwendung:

Lektion 3: Gottes Wesen und Eigenschaften 31


Allgegenwart

Gott ist überall im Universum gegenwärtig. Was lehren die folgenden Verse?

Sprüche 15,3

Psalm 139,7-12

Da Gott allgegenwärtig ist, ist es töricht zu glauben, dass wir uns vor Ihm verstecken könnten.

Folglich kann sich der Gläubige stets der Gegenwart Gottes gewiss sein und die Segnungen eines

Lebens im Gehorsam erfahren.

Persönliche Anwendung:

Allmacht

Gott ist allmächtig und kann alles, weil Er über jede andere Macht erhaben ist.

Jeremia 32,17

Offenbarung 19,6

Gottes Allmacht wird sichtbar:

• in Seiner Schöpfermacht (1. Mose 1,1)

• in Seinem Erhalten aller Dinge (Hebräer 1,3)

• in Seiner Fürsorge für uns (Psalm 37,23-24)

Was kannst du aus Jesaja 41,10 über die Allmacht Gottes lernen?

»Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ich

helfe dir auch, ja, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit!« (Jesaja 41,10).

Persönliche Anwendung:

32 Lektion 3: Gottes Wesen und Eigenschaften


Liebe

Gott ist Liebe. Seine Liebe ist bedingungslos; sie hängt weder von unserer Liebenswürdigkeit ab, noch

können wir sie uns verdienen.

Johannes 3,16

Römer 5,8

Liebe drückt sich in Taten aus. Gott ist unser Vorbild. Er hat Seine Liebe zu uns offenbart, indem Er

Jesus sandte, der stellvertretend für uns starb (2. Korinther 5,21).

Persönliche Anwendung:

Wahrheit

Gott ist der allein wahre Gott. Was besagen folgende Verse? (In manchen Übersetzungen steht Treue

statt Wahrheit, das ist im hebräischen Grundtext ein und dasselbe Wort.)

Psalm 31,6

Psalm 117,2

Gottes Wahrheit ist über allem erhaben. Er ist immer wahrhaftig, auch wenn sich jeder Mensch als

Lügner erweist. Deshalb werden sich Seine Worte, Aussagen und Urteile immer als richtig erweisen

und durchsetzen (Römer 3,4).

Mit welcher Einstellung solltest du angesichts dieser Tatsache das Wort Gottes und Seine Wahrheit

betrachten? Was bewirkt das Wort Gottes in deinem Leben? Schreibe deine Antwort als persönliche

Anwendung auf.

Persönliche Anwendung:

Lektion 3: Gottes Wesen und Eigenschaften 33


Barmherzigkeit

Gottes große Barmherzigkeit ist der praktische Ausdruck Seiner Gnade gegenüber Sündern, die sich

Seinem Willen widersetzt haben. Was lehren die folgenden Verse?

Psalm 145,8-9

Psalm 130,3-4

Gottes große Güte steht im krassen Gegensatz zur Bosheit des Menschen und ist in seinem

Erlösungswerk sichtbar geworden (Epheser 2,4-5).

Persönliche Anwendung:

Lektion 3: Anwendung

Beantworte die folgenden Fragen im Licht der in dieser Lektion behandelten Eigenschaften Gottes:

Welchen Einfluss werden Gottes Eigenschaften auf dein Gebetsleben haben?

Wie würdest du mit einer schweren Prüfung in deinem Leben umgehen, wie z. B.:

• dem Tod eines nahen Verwandten (Ehepartner oder Kind)?

• einem Unfall, der zu einer körperlichen Behinderung führt?

34 Lektion 3: Gottes Wesen und Eigenschaften


Lektion 3: Test

Schreibe in die rechte Spalte, ob die Aussage richtig oder falsch (r oder f) ist.

Wenn du dir nicht sicher bist, mache ein Fragezeichen.

1 Gott ist begrenzt und kann nur innerhalb der Grenzen der Zeit wirken.

2

Nachdem die Menschen Gottes Sohn abgelehnt und gekreuzigt hatten, hat Gott

seine Pläne (für Israel, für die Welt etc.) geändert.

3 Die Einheit Gottes umfasst Gott den Vater, Jesus Christus und den Heiligen Geist.

4

Der Mensch hat das Recht, die Urteile Gottes in Frage zu stellen, genauso wie die

Urteile eines menschlichen Richters angefochten werden können.

5 Satan hat die gleiche Macht wie Gott.

6 Gott weiß nicht immer, was wir denken oder was wir als nächstes tun werden.

7

Gottes Heiligkeit erfordert, dass nichts Unreines oder Sündiges in seine Gegenwart

kommen kann.

8 Das Universum und alles, was sich darin befindet, kann ohne Gott weiterbestehen.

9

10

Alle Wesensarten und Eigenschaften Gottes stehen in perfekter Harmonie

zueinander.

Unser Ziel ist es nicht, Fakten über Gott zu wissen, sondern Gott als Person zu

kennen.

Schreibe den auswendig gelernten Bibelvers von Lektion 3 auf:

Name:

Lektion 3: Gottes Wesen und Eigenschaften 35


Lektion 4:

Die Person Jesu Christi

Zum Auswendiglernen: Johannes 1,1.14

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott,

und das Wort war Gott. … Und das Wort wurde Fleisch und

wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine

Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und

Wahrheit.

Jesus Christus ist die Hauptperson der Menschheitsgeschichte. Niemals zuvor hat es jemanden wie

Ihn gegeben. Er wurde als bedeutender Lehrer, Religionsführer, Prophet, Sohn Gottes und sogar

als Gott selbst angesehen. Was Er über sich selbst sagte und was andere über Ihn sagten, hat Ihn im

Verlauf der Geschichte zum Gegenstand endloser Debatten gemacht. Wegen Streitigkeiten über seine

Person wurden Kriege geführt und Länder gespalten. Viele Seiner Nachfolger haben ihr Leben für Ihn

gelassen. Wer ist dieser Mensch namens Jesus?

Pontius Pilatus brachte die Frage unwissentlich auf den Punkt: »Was soll ich denn mit Jesus tun, den

man Christus nennt?« (Matthäus 27,22). Bevor jemand diese Frage für sich selbst beantworten kann,

muss er erst verstehen, wer Jesus ist. In dieser Lektion wird dir Jesus vorgestellt.

36 Lektion 4: Die Person Jesu Christi


4.1 Der Gott, der Mensch wurde

Jesus Christus wurde Fleisch und kam als Mensch in diese Welt. Dabei legte Er den souveränen und

freien Gebrauch Seiner göttlichen Eigenschaften freiwillig zeitweilig ab und nahm die Gestalt eines

Menschen an. Jesus war in jeder Hinsicht vollkommen Mensch, abgesehen davon, dass Er ohne

Sünde war. Seine Menschwerdung bezeichnen wir auch als die »Inkarnation« (Lateinisch für »Fleisch

geworden«).

Was besagt Philipper 2,6 über Jesus in der Zeit vor Seiner Geburt?

Was tat Jesus Philipper 2,7 zufolge?

Jesus war ein Mensch wie wir.

Wie wuchs Jesus auf und wie entwickelte Er sich als junger Mensch (Lukas 2,40.52)?

Was tat Jesus, als Er müde war (Markus 4,38)?

Wie ging es Jesus, als Er nichts zu essen hatte (Lukas 4,2)?

Wie fühlte Jesus sich nach einer Reise (Johannes 4,6)?

Wie reagierte Jesus, als Er betrübt war (Johannes 11,35)?

Was sagte Jesus über sich selbst (Lukas 24,39)?

Lektion 4: Die Person Jesu Christi 37


4.2 Der Mensch, der Gott ist

Obwohl Jesus menschliche Gestalt annahm, war Er doch voll und ganz Gott. Denke über die

folgenden Merkmale der Gottheit Jesu nach.

Eigenschaften

Schlage die folgenden Bibelstellen auf. Sie beschreiben die Eigenschaften Christi:

Matthäus 28,18

Souverän und allmächtig

1. Johannes 1,1-2 Ewig

Hebräer 13,8

Unwandelbar (unveränderlich)

Kolosser 2,2b-3

Allwissend

2. Korinther 5,21 Vollkommen und sündlos

Apostelgeschichte 3,14-15 Heilig

Johannes 14,6

Wahrheit

In Seinem irdischen Dienst hat Christus Seine Macht (Allmacht) folgendermaßen zum Ausdruck

gebracht:

Matthäus 8,23-27:

Lukas 4,40:

Lukas 4,33-36:

Johannes 11,43-44:

Seine Macht über

Seine Macht über

Seine Macht über

Seine Macht über

Welche allein Gott gehörende Autorität hat Jesus noch beansprucht und ausgeübt (Markus 2,3-12)?

(Vers 10)

Wer kann nach Markus 2,7 allein Sünden vergeben?

Wenn Jesus die Vollmacht besaß, Sünden zu vergeben, aber nur Gott wirklich Sünden vergeben kann,

was sagt das über Jesus aus? !

Göttliche Titel und Namen Jesu

Matthäus 1,23

(d. h. »Gott mit uns«)

Philipper 2,10-11

(d. h. Er ist der Souverän)

Johannes 8,58

(eine Bezeichnung, die allein Gott

vorbehalten ist, siehe 2. Mose 3,14)

38 Lektion 4: Die Person Jesu Christi


Aussagen hinsichtlich Seiner Gottheit

(Schreibe die Hauptaussagen dieser Verse auf)

Kolosser 2,9

Hebräer 1,1-3a

Johannes 1,1 und 14: Jesus Christus (»das Wort«) ist

Titus 2,13

4.3 Christus, der Retter

Johannes 3,17 bezeichnet Jesus als den Retter der Welt. Nenne die Titel Jesu, die in den aufgeführten

Versen Gottes rettende Gnade beschreiben:

Johannes 1,29

Johannes 6,35

Johannes 14,6

4.4 Der König, dem die Herrschaft übertragen wird

Jesus ist nicht nur eine Person der Vergangenheit. Er ist der vorherbestimmte König der Könige und

Herr der Herren (Offenbarung 17,14), der eines Tages über die gesamte Erde regieren wird.

Welche drei Dinge werden Christus in der prophetischen Vision von Daniel 7,14 verliehen?

1.

2.

3.

Was hat Jesus Seinen Nachfolgern in Matthäus 25,31-32 vorausgesagt?

Lektion 4: Die Person Jesu Christi 39


Was sagten die Engel den Aposteln unmittelbar nach der Himmelfahrt Jesu (Apostelgeschichte 1,11)?

Beschreibe die Wiederkunft Christi aus 2. Thessalonicher 1,7-10 in eigenen Worten.

Lektion 4: Anwendung

Was wirst du tun, wenn dir klar ist, dass Jesus

• Gott

• Retter

• König und Herrscher ist:

Wie bereitest du dich am besten auf Seine Wiederkunft vor (2. Petrus 3,14)?

Wie solltest du zum Ausdruck bringen, dass du Jesus als den anerkennst, der Er

tatsächlich ist (Offenbarung 5,11-14)?

40 Lektion 4: Die Person Jesu Christi


Lektion 4: Test

Schreibe in die rechte Spalte, ob die Aussage richtig oder falsch (r oder f) ist.

Wenn du dir nicht sicher bist, mache ein Fragezeichen.

1 Jesus Christus war niemals müde oder hungrig.

2 Jesus Christus wuchs als Kind heran und entwickelte sich körperlich und geistig.

3 Jesus besitzt die Autorität, Menschen ihre Sünden zu vergeben.

4 Jesus behauptet durch bestimmte Selbstbezeichnungen von sich, Gott zu sein.

5 Jesus existierte nicht, bevor Er von Maria geboren wurde.

6 Jesus ist am Kreuz tatsächlich körperlich gestorben.

7 Jesus war der einzige perfekte Mensch, der jemals gelebt hat. Er hat nie gesündigt.

8 Jesus wird eines Tages wiederkommen, um als König über alles zu regieren.

9 Jesus wird in der Bibel als »die Wahrheit« und »das Licht Welt« bezeichnet.

10 Jesus war halb Gott und halb Mensch.

Schreibe den auswendig gelernten Bibelvers von Lektion 4 auf:

Name:

Lektion 4: Die Person Jesu Christi 41


Lektion 5:

Das Werk Jesu Christi

Zum Auswendiglernen: 1. Korinther 15,3-4

Denn ich habe euch vor allem überliefert, was ich auch empfangen

habe: dass Christus für unsere Sünden gestorben ist nach den

Schriften, und dass er begraben wurde und dass er auferweckt

worden ist am dritten Tag nach den Schriften.

Die Schrift sagt: »Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen auf dem Kreuz, damit wir,

den Sünden gestorben, der Gerechtigkeit leben mögen. Durch seine Wunden seid ihr heil geworden«

(1. Petrus 2,24).

5.1 Der Mensch braucht das Werk Christi

Römer 3,10-12 listet sechs Anklagepunkte auf, in denen jeder Mensch vor Gott schuldig ist:

1.

2.

3.

4.

5.

6.

Römer 3,23 fasst das Problem zusammen: »Denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit,

die sie bei Gott haben sollten.«

Unter was ist der Mensch versklavt (Johannes 8,34)?

Was ist das Endergebnis der Sünde (Jakobus 1,15)?

Wem folgen die Menschen von Natur aus und wessen Kinder sind sie, solange sie »tot« sind »in

Vergehungen und Sünden« (Epheser 2,1-3)?

Wessen Zorn wird über die »Söhne des Ungehorsams« kommen (Epheser 5,6)?

42 Lektion 5: Das Werk Jesu Christi


Wird Gott Sünde dulden?

»Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in allem, was im Buch des Gesetzes geschrieben steht, um es zu tun« (aus

Galater 3,10).

Wie wir in Lektion 3 gelernt haben, duldet Gott aufgrund seiner Heiligkeit keine Kompromisse oder

Abstriche. Auch vom Menschen fordert er diese vollkommene Heiligkeit. Das führt zu folgendem

Dilemma für den Menschen:

Die Sünde Römer 3,23

Feindschaft gegen Gott Jakobus 4,4b

Der Mensch ist Satans Macht ausgeliefert 1. Johannes 5,19

Er ist unfähig, sich selbst zu retten Römer 5,6

Er sieht dem Tod ins Auge Römer 6,23

Verdammung und ewige Trennung von Gott 2. Thessalonicher 1,9

5.2 Die Kosten des Werkes Christi

Lies Philipper 2,7-8

Welche drei Dinge tat Jesus laut Vers 7, indem Er auf diese Erde kam?

1.

2.

3.

Auf welche Weise demütigte sich Jesus (V. 8)?

Was taten die Menschen laut Jesaja 53,3 mit Jesus, als Er auf der Erde war?

Was ist für die Vergebung von Sünden erforderlich? (Hebräer 9,22)

Welchen Preis hat Jesus bezahlt, um uns zu erlösen? (1. Petrus 1,18-19)

Was rief Jesus in Matthäus 27,46 mit lauter Stimme am Kreuz? Warum tat Er das?

Was tat Gott mit Jesus am Kreuz (Jesaja 53,6)?

Lektion 5: Das Werk Jesu Christi 43


5.3 Die Auswirkungen und Errungenschaften

des Werkes Christi

Jesus Christus kam in diese Welt, um den Preis für die Sünde zu bezahlen. Dieser Preis war Sein

eigenes Leben, das Er freiwillig hingab (Johannes 10,11.17-18). Es gab keine andere Möglichkeit, die

Sünde ein für allemal zu tilgen, als Seinen Opfertod am Kreuz (Hebräer 9,12).

Beschreibe, was durch Jesu Tod erreicht wurde:

1. Petrus 3,18

Römer 5,10

2. Korinther 5,21

Galater 1,4

Epheser 1,7

Römer 6,6-7

Jesus Christus: die Lösung aller Probleme des Menschen bezüglich

seines Seelenheils

Das Werk Christi am Kreuz und seine Auferstehung liefern die einzige Lösung für das größte Problem

des Menschen. Deshalb konnte Petrus von Jesus sagen:

»Und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen

gegeben, in dem wir gerettet werden sollen!« (Apostelgeschichte 4,12)

Schlage noch einmal die sechs Anklagepunkte aus Römer 3,10-12 vom Anfang dieser Lektion auf,

sowie die weiteren Probleme des Menschen, die in Abschnitt 5.1 aufgezeigt wurden. Christus ist die

Lösung für alle diese Probleme und Konsequenzen der Sünde, wie die folgende Tabelle zeigt.

44 Lektion 5: Das Werk Jesu Christi


Problem des Menschen Die Lösung in Christus Schriftstelle

Anklagepunkte, in denen

der Mensch schuldig ist:

• Keiner ist gerecht

• Keiner ist verständig

• Keiner sucht Gott

• Alle sind abgewichen

»Durch den Gehorsam des einen werden viele zu

Gerechten gemacht.«

»Der Sohn Gottes ist gekommen und hat uns

Verständnis gegeben.«

»Der Sohn des Menschen ist gekommen, zu

suchen und zu retten, was verloren ist.«

»Ihr gingt in die Irre … aber ihr seid jetzt

zurückgekehrt zu dem Hirten und Aufseher

eurer Seelen.«

Römer 5,19

1. Johannes

5,20

Lukas 19,10

1. Petrus 2,25

• Unbrauchbar

geworden

• Keiner tut Gutes

Sklaven der Sünde

Dem Tod ausgeliefert

Den Zorn Gottes erwartend

»Diese Dinge sind bei euch vorhanden und

nehmen zu; sie lassen euch im Hinblick auf die

Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus nicht

träge und unfruchtbar sein.«

»Denn wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus

geschaffen zu guten Werken.«

»Christus Jesus hat dich freigemacht von dem

Gesetz der Sünde und des Todes

»Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich

gesandt hat, der hat ewiges Leben.«

»Vielmehr nun, da wir jetzt durch sein Blut

gerechtfertigt sind, werden wir durch ihn vom

Zorn gerettet werden.«

2. Petrus 1,8

Epheser 2,10

Römer 8,2

Johannes 5,24

Römer 5,9

5.4 Der Beweggrund für das Werk Christi

Warum hat Gott Sünder gerettet (Johannes 3,16 und Römer 5,8)?

Welche Eigenschaft Gottes kommt in Seiner Errettung von Sündern zum Ausdruck (1. Petrus 1,3)?

Warum bezeichnet Petrus hier Gottes Barmherzigkeit als »groß« (vergleiche Römer 5,6.8)?

Lektion 5: Das Werk Jesu Christi 45


5.5 Der Fortbestand des Werkes Christi

Christus hat mit Seinem Tod am Kreuz auf Golgatha das Erlösungswerk für den Menschen vollendet

(Johannes 19,30). Sein Sterben ist jedoch nicht das Ende der Heilsgeschichte. Das Grab war nicht die

Endstation für Christus. Nein, Er lebt und führt Sein Werk, das Er für uns begonnen hat, weiter.

Wie (wodurch) wurde Christus als Sohn Gottes eingesetzt bzw. »erwiesen« (Römer 1,4)?

Inwiefern (wodurch) wurde Christus, nachdem Er die

Reinigung von den Sünden bewirkt hatte, »erhöht« (Hebräer 1,3)?

Durch den Sündenfall Adams erleiden wir alle den (geistlichen) Tod. In welcher

Weise profitieren wir von der Auferstehung Christi (1. Korinther 15,21-22)?

Die Bibel bezeichnet den auferstandenen Christus als den »Erstling« der Entschlafenen. »Erstling«

ist ein Begriff aus dem Alten Testament und meint die »Erstlingsfrucht« der jährlichen Ernte. Diese

ersten Früchte wurden dem Herrn geweiht. Im Neuen Testament weist der Gebrauch dieses Begriffes

»Erstling« bzw. »Erstlingsfrucht« darauf hin, dass die Ernte noch folgen wird. Darum beinhaltet

die Auferstehung Christi die Verheißung, dass auch alle auferstehen werden, die zu ihm gehören

(1. Korinther 15,20-22; 1. Petrus 1,3).

Was tut Jesus jetzt für die, die er mit Gott versöhnt hat (Hebräer 7,25)?

Welche einzigartige Rolle übt Christus für uns aus (1. Timotheus 2,5)?

Was versprach Jesus Seinen Jüngern, das er für sie tun werde (Johannes 14,3)?

46 Lektion 5: Das Werk Jesu Christi


Lektion 5: Anwendung

Wenn Menschen mit der Wahrheit über Christus konfrontiert werden, müssen viele feststellen, dass

ihre bisherigen Ansichten und ihre daraus resultierende Lebensweise schreckliche Fehler waren. Diese

Menschen werden dann in ihren Herzen genauso überführt, wie beim Pfingstereignis die Leute in

Jerusalem. Ihnen wurden die Augen für die Wahrheit geöffnet, als Petrus das Evangelium von Jesus

verkündete, den sie ans Kreuz gebracht hatten:

»Als sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln:

Was sollen wir tun, ihr Männer und Brüder?« Apostelgeschichte 2,37

Was solltest du tun?

In deinem Herzen …

• Erkenne, dass du gesündigt hast und ohne Vergebung von Gott nicht angenommen wirst.

• Kehre um (die Bibel nennt das »Buße«) und bitte Jesus, dass Er dich rettet.

• Erbitte Vergebung durch das Blut, das Er zur stellvertretenden Sühnung vergossen hat.

• Erkenne an, dass Er der rechtmäßige Herrscher über dein Leben ist.

• Danke Gott für Seine Liebe und Gnade, die er in Jesus Christus erwiesen hat.

Kreuze an, was zutrifft:

Ich habe Buße getan, mich von meinen Sünden abgewendet und den Namen des Herrn Jesus

Christus angerufen (Apostelgeschichte 2,21), und ich glaube an Ihn als meinen Retter und

Herrn meines Lebens.

Ich bin nicht sicher, ob ich wirklich durch Jesus errettet bin, aber ich wäre es gerne.

Keine der beiden anderen Antworten trifft zu, ich steuere ungebremst auf das Verderben zu.

Lektion 5: Das Werk Jesu Christi 47


Lektion 5: Test

Schreibe in die rechte Spalte, ob die Aussage richtig oder falsch (r oder f) ist.

Wenn du dir nicht sicher bist, mache ein Fragezeichen.

Möglicherweise hältst du eine Frage für schwierig pauschal mit richtig oder falsch zu beantworten.

Dann notiere ggf. ein „d“ (für Disksussionsfrage) statt „r“ oder „f“. Sprecht differenziert darüber!

1

Mit Seinem Tod am Kreuz hat Jesus stellvertretend die Sündenstrafe für alle

gezahlt, die zu Ihm gehören.

2 Der stellvertretende Tod Jesu wurde im Alten Testament vorausgesagt.

3 Jesus starb am Kreuz aus Gehorsam gegenüber dem Willen Gottes.

4 Jesus ist nicht körperlich auferstanden, sondern geistlich.

5 Als angemessene Strafe für Sünde muss Blut vergossen werden.

6 Christus erstand einen Tag nach Seinem Tod am Kreuz von den Toten auf.

7

Von Gott werden nur solche Menschen angenommen, die niemals etwas sehr

Schlimmes getan haben.

8 Christus wird als »Lamm Gottes« bezeichnet, weil Er so demütig und liebevoll war.

9 Christus musste selber sündlos sein, um Sünder retten zu können.

10 In den Himmel kommt man durch Christi Opfertod und eigene gute Werke.

Schreibe den auswendig gelernten Bibelvers von Lektion 5 auf:

Name:

48 Lektion 5: Das Werk Jesu Christi


Lektion 6:

Wie Menschen errettet

werden

Zum Auswendiglernen: Epheser 2,8-10

Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das

nicht aus euch – Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit

niemand sich rühme. Denn wir sind sein Werk, erschaffen in

Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit

wir in ihnen wandeln sollen.

Wie wird das Erlösungswerk Christi auf einen Menschen angewendet? Woher wissen wir, ob jemand

wirklich Christ ist? Gott hat das in einer »Heilsordnung« festgelegt und uns diese Ordnung in der

Bibel offenbart. In dieser Lektion lernen wir, wie Gott einen Menschen tatsächlich rettet.

6.1 Gottes Souveränität in der Errettung

Gottes souveräne Heilsordnung

Lies Römer 8,29-30. Notiere, wie Gott Schritt für Schritt jemanden zum Heil führt:

Vers 29: diejenigen, die Er hat, die hat Er auch (…)

Vers 30a: die Er

Vers 30b: die Er

Vers 30c: die Er

hat, die hat Er auch

hat, die hat Er auch

hat, die hat Er auch

Lies Epheser 1,4-6 und beantworte die folgenden Fragen:

Welchen Plan bzw. Ratschluss hat Gott vor Grundlegung der Welt beschlossen (Vers 4)?

Was ist der Zweck Seines Heilsratschlusses (Vers 6)?

Gnade ist Gottes freie

und souveräne Liebestat

und Barmherzigkeit,

indem Er durch Jesu

Tod und Auferstehung

das Heil gewährt

und dieses Heil bis

zur Verherrlichung

sicherstellt. All dies

ist völlig unabhängig

davon, was Menschen

sind oder tun können.

Lektion 6: Wie Menschen errettet werden 49


Gottes Entschluss,

Seinen Plan zu

offenbaren

»Dem aber, der die

Kraft hat, euch zu

stärken laut meinem

Evangelium und der

Verkündigung von

Jesus Christus, gemäß

der Offenbarung des

Geheimnisses, das

von ewigen Zeiten

her verschwiegen

war, das jetzt aber

geoffenbart und durch

prophetische Schriften

auf Befehl des ewigen

Gottes bekanntgemacht

worden ist zum

Glaubensgehorsam für

alle Heiden«.

(Römer 16,25-26)

Gott führt Seinen Heilsratschluss aus

Was tut Gott (der Heilige Geist) an Menschen im Hinblick auf ihre Sünde (Johannes 16,8)?

Warum ist es nötig, dass Menschen ihre Sünde aufgezeigt wird (Jeremia 17,9; Römer 3,10-19)?

Was ist erforderlich, damit jemand die Wahrheit erkennen kann (2. Timotheus 2,25)?

Wer gewährt dies (ebenfalls nach 2. Timotheus 2,25)?

Lies Johannes 1,12-13. Wer gibt Menschen das Recht, Kinder Gottes zu werden (Vers 12)?

Beachte, dass dieses Recht oder Vorrecht uns nicht verliehen ist auf Grund:

• unserer Abstammung (»nicht aus dem Blut« – nach Luther und Schlachter)

• unserer eigenen Anstrengung (»nicht aus dem Willen des Fleisches«)

• unserer eigenen Entscheidung (»nicht aus dem Willen des Mannes«)

Wer bewirkt geistliches Wachstum beim Gläubigen (1. Korinther 3,6)?

Wer wird die Gläubigen vom Tod auferwecken (1. Korinther 6,14)?

Gott wird Seinen Ratschluss vollenden

Schau dir nochmals Römer 8,29 an. In wessen Bild werden die Gläubigen letztendlich umgestaltet?

Was wird mit jedem Gläubigen geschehen (Philipper 3,20-21)?

Was ist Christi großer Wunsch für die Seinen (Johannes 17,24)?

50 Lektion 6: Wie Menschen errettet werden


6.2 Die Umkehr

In 4. Mose 21,5-9 lesen wir, wie sich das Volk Israel gegen Gott versündigte, woraufhin Gott

Schlangen unter das Volk sandte, deren Bisse tödlich waren. Das Volk sah seine Sünde ein und flehte

um Erlösung. Deshalb gab Gott Mose die Anweisung, eine Schlange aus Metall anzufertigen, sie an

einem Pfahl zu befestigen und diesen Pfahl im Lager aufzustellen. Jeder, der gebissen worden war und

dann auf die Schlange blickte, sollte dadurch gerettet werden. Dieses Hinwenden und Hinschauen

zur erhöhten Schlange ist (wie Jesus selbst in Johannes 3,14-15 erklärt) ein Bild für die Umkehr des

Menschen. Allerdings blicken wir nicht auf eine Schlange an einem Pfahl, sondern auf den Sohn

Gottes am Kreuz (Johannes 3,14).

Überführung von Sünde

Was hat Gott gegeben, damit der Mensch seine

eigene Sündigkeit erkennen kann (Römer 3,20)?

Was empfanden die Leute in ihren Herzen, nachdem sie den Fehler,

Christus gekreuzigt zu haben, erkannt hatten (Apostelgeschichte 2,36-37)?

Buße über Sünde (Abkehr von der Sünde)

Warum flehte der Zöllner im Tempel zu Gott (Lukas 18,13)?

Lies 2. Korinther 7,9-10.

Was bewirkt eine »gottgemäße Betrübnis« wegen der eigenen Sünde (Vers 10)?

Die B… , die so bewirkt wird, dient zum / zur … (Vers 10)

Buße bedeutet, sich von

der Sünde ab- und zu

Gott hinzuwenden.

Lektion 6: Wie Menschen errettet werden 51


Hinwendung zu Christus

Wer einen tödlichen Schlangenbiss erlitten hatte und dann auf die eiserne Schlange am Pfahl schaute,

drückte damit seinen Glauben an das aus, was Gott zugesagt hatte.

Welche Verheißung gilt denen, die »den Namen des Herrn anrufen« (Römer 10,13)?

Lies Römer 10,8-10. Der Glaube ist die Voraussetzung für die Errettung.

Glauben heißt: Jesus

Christus vertrauen,

Ihm anhängen und

Ihn als Gegenstand

(Inhalt) des Glaubens

annehmen.

Was musst du bekennen (Vers 9)?

Was musst du glauben (Vers 9)?

Sklaven der Gerechtigkeit werden

Lies Römer 8,1-2.

Vor welcher eigentlich gerechten Strafe für seine Sünde bleibt der Gläubige verschont (Vers 1)?

Wovon ist der Gläubige befreit (Vers 2)?

Wer von der Sünde befreit ist, wird zu einem … (Römer 6,18)?

Heiligung ist

der Prozess der

Umgestaltung in das

Bild Jesu Christi.

Welche Frucht und welcher Gewinn folgt aus dieser Rettung (Römer 6,22)?

6.3 Erkennungszeichen der Errettung

Drei wichtige, offenkundige Zeichen oder Merkmale des wahren Gläubigen sind: Glaube, der Werke

hervorbringt; Liebe, die aktiv dient; und Hoffnung, die ausharrt (1. Thessalonicher 1,3-4).

Glaube, der Werke hervorbringt

Wodurch zeigt sich wahrer Glaube?

Jakobus 2,18

1. Petrus 1,6-7

Zu was hat Gott den Gläubigen »in Christus Jesus geschaffen« (Epheser 2,10)?

52 Lektion 6: Wie Menschen errettet werden


Was sollen nach Titus 3,8 alle echten Gläubigen tun?

Liebe, die aktiv dient

Was hatten die Empfänger des Hebräerbriefes getan, worauf Gott besonders achtete (Hebräer 6,10)?

Was ist der Ursprung der Liebe im Herzen und Leben des Gläubigen (Römer 5,5)?

Was ist nach 1. Johannesbrief 4,7-8 das Erkennungszeichen eines wiedergeborenen Menschen?

Wie zeigt ein wahrer Christ seine Liebe praktisch (1. Johannes 3,18-19)?

Hoffnung, die ausharrt

Wer wird nach Jesu Aussage am Ende gerettet werden (Matthäus 10,22)?

Was motiviert uns auszuharren (1. Timotheus 4,10)?

Welche drei Begriffe beschreiben die Hoffnung des Christen näher?

Galater 5,5: Die Hoffnung der G…

1. Thessalonicher 5,8: Die Hoffnung des (oder der) …

Titus 3,7

Drei Dinge, die bleiben

Für welche drei Dinge, die bei den Kolossern vorhanden waren, ist Paulus in Kolosser 1,4-5 dankbar?

1.

2.

3.

Lektion 6: Wie Menschen errettet werden 53


Lektion 6: Anwendung

Gott ist souverän in der Errettung. Der Gläubige ist nicht aufgrund eigener Würde oder Verdienste

zum Heil berufen, sondern aufgrund des Ratschlusses und der Gnade Gottes (Epheser 1,3-14).

Wie solltest du darauf reagieren, wenn dir bewusst wird, dass du von

Gott zum Heil erwählt worden bist (Römer 12,1-2)?

Was wäre eine falsche Reaktion (Römer 6,1)?

Der wahre Gläubige wird von seiner Sünde überführt und wendet sich von ihr ab. Er wird sich Gott

bereitwillig unterordnen und Christus gerne nachfolgen. Einen wahren Christen erkennen wir an:

• einem Glauben, der Werke hervorbringt

• einer Liebe, die aktiv dient

• einer Hoffnung, die ausharrt

Diese drei Eigenschaften findet man bei jedem echten Gläubigen; sie prägen und bestimmen die

Ausrichtung seines ganzen Lebens.

Lies Psalm 116,16-17. Welche Anwendung kannst du daraus entnehmen? Beginne heute damit!

54 Lektion 6: Wie Menschen errettet werden


Lektion 6: Test

Schreibe in die rechte Spalte, ob die Aussage richtig oder falsch (r oder f) ist.

Wenn du dir nicht sicher bist, mache ein Fragezeichen.

1 Niemand kann errettet werden es sei denn, Gott hat ihn berufen.

2 Gott will, dass alle Menschen errettet werden.

3

Gott errettet einen Menschen, wenn er Gottes Wohlgefallen sucht, indem er die

Zehn Gebote hält.

4 Um unser Heil sicherzustellen, müssen wir immer gute Werke tun.

5 Der Heilige Geist vermittelt einem Menschen niemals Schuldgefühle.

6

7

Buße ist keine Bedingung, um Christ zu werden. Es reicht, zu beten und Jesus in

sein Herz aufzunehmen.

Wenn Gott einen Menschen rettet, macht Er ihn immer dazu bereit, Jesus Christus

als Herrn anzuerkennen.

8 Buße bedeutet, sich von seiner Sünde abzukehren und sich Gott zuwenden.

9 Gott ist heilig und gerecht; daher verlangt Er, dass Sünde bestraft wird.

10

Rettender Glauben ist, wenn wir mit dem Verstand begreifen, dass Jesus Christus

Gott ist.

Schreibe den auswendig gelernten Bibelvers von Lektion 6 auf:

Name:

Lektion 6: Wie Menschen errettet werden 55

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