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Story of Our Life

S e i t e | 14 Felsblock

S e i t e | 14 Felsblock gehauenen Steinbrunnen, verewigt in Mitlödis Gemeindewappen, in den ununterbrochen zwei dicke Wasserstrahlen sprudelten. An diesem Brunnen wurde damals noch Wäsche gewaschen und die leeren Holzbottiche schwammen zum verquellen noch im Wasser. Das reizte zum Spielen, wobei ich einmal rücklings vom Brunnenrand auf den Steinboden fiel und mir einen komplizierten Ellenbogenbruch zuzog. Mein Bruder sah mich nur noch mit falsch herunterhängenden Arm zum Haus laufen. Mutter brachte mich zu Fuss und per Pferdefuhrwerk (!) nach Schwanden zum Arzt, der dann sofort den Krankenwagen kommen liess. Beim Röntgen im Kantonspital sah ich auch noch einen Haufen blutiger Kleidung von kurz zuvor abgestürzten Bergsteigern liegen. Der Arm blieb drei Wochen im Gips, den Ellenbogen kugelte ich dann noch zweimal aus, einmal indem ich beim Bauern vom Heuboden fiel, und das zweite Mal im Winter beim Schlitteln auf der Geissgasse oben am Dorf. Der Ellenbogen ist noch heute leicht verkrüppelt/verkalkt. Im Winter wurde natürlich auch Ski gefahren. Hänge gab’s gleich beim Dorf, aber keine Skilifte. Unsere Piste begann hinter Sigrist Jennys Haus und musste mühsam seitwärts den Berg hoch angeträppelt (seitwärts hochsteigen und feststampfen) werden, kurz runter und wieder träppeln und runterfahren, bis es dunkel wurde. Die ersten Skier waren selbstgebastelte Fasstaugen mit Riemenbindungen, später gab’s dann anständigere Ausrüstung mit Kandahar-Bindungen. Eine weitere beliebte Beschäftigung war auch die Begleitung des Sigrists (Kirchenwart), die Kirche (1725) und der Friedhof

S e i t e | 15 waren ja gleich nebenan. Sehr spannend war, beim Ausheben eines neuen Grabes dabei zu sein, manchmal kam auch noch ein Knöchlein oder Knochen vom Vorgänger zum Vorschein! Die Hilfe beim Glockenläuten - es gab drei Glocken an langen Seilen - war sehr willkommen, besonders zu Weihnachten und Neujahr, wenn jeweils eine halbe bis zu einer Stunde geläutet werden musste. Zum Neujahr wurde Kuchen und ein Getränk ausgegeben. Manchmal durften wir auch die steilen Treppen bis zum Geläut den Kirchturm hochsteigen und das Dorf von weit oben betrachten. Es gab auch sonst noch viel zu tun, zum Beispiel bei Nachbarkindern zu spielen oder sogar im Garten im Zelt übernachten. Fritz Luchsinger (der spätere Blick-Chefredakteur) hatte eine tolle Spielzeugeisenbahn. Vieh wurde durch das Dorf getrieben, Jauchegruben entleert, schwimmen gelernt. Unten auf der Hauptstrasse fuhren immer mehr Autos, deren Marken und Nummernschilder von mir wann immer möglich alle säuberlich in einem Schulheft registriert wurden. Das Primarschulhaus lag prominent auf einer Anhöhe über dem Ort. Es gab nur zwei Lehrer, einen für die Unterstufe (Klasse 1-3) und einen für die Oberstufe (4-6). Im Dorf waren sie nebst dem Pfarrer Respektpersonen und spielten entweder die Orgel oder Violine in der Kirche. Aerzte gab es keine im Dorf. In der Schule waren Züchtigungen mit dem Stock oder mit der Rute auf die Hand (Tatze) oder, schmerzhafter, auf die spitzen Fingerkuppen gang und gäbe; Ordnung musste sein. Ich hatte nie Mühe in der Schule und immer gute Zeugnisse.

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PRECISION BORN OF OUR EXPERIENCE AUS ... - Scholpp
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Story of the ETNO-Mod (pdf)
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Story of a Clown, Datum, Juli 2007
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siehe auch Schicksal - Key of Life
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