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Story of Our Life

S e i t e | 234 Es war

S e i t e | 234 Es war ein würdiger und logischer Prolog zu Jaipur, der heutigen Hauptstadt Rajastans. Wie kaum eine andere Stadt ist Jaipur mit dem Namen eines einzigen Herrschers, Maharaja Jai Singh II (1699-1744) verbunden. Bereits mit zwölf Jahren hatte er den Thron von Amber bestiegen (siehe oben) und war eng mit dem Mogulnherrscher Aurangzeb verbunden. Das historische Zentrum der Stadt präsentiert sich heute fast so wie zur Zeit seiner Gründung 1727. Es ist von einem 6 km langen zinnengekrönten Mauerring umgeben. - Und wo wohnten wir? Natürlich im Rambagh Palace, der ehemaligen Jagdlodge des Maharajas acht Kilometer ausserhalb der ummauerten Stadt, ab 1925 seine Residenz, bis es 1957 in eines der ersten Palasthotels Indiens umgewandelt wurde. Das opulente Stadtschloss dominiert das Zentrum Jaipurs und ist noch heute der Wohnsitz des Maharajas. Das erste Eingangstor wird von zwei Marmorelefanten flankiert und von schmucken Palastwächtern in roten Turbanen bewacht. - Interessanter fanden wir das gegenüber liegende Freilicht-Observatorium. Jai Singh, seit seiner Jugend an Wissenschaft und Astronomie interessiert, errichtete zwischen 1724 und 1734 insgesamt fünf solcher Sternwarten, u.a. nach dem Vorbild von Ulug Begs Observatorium in Samarkand. Die 14 nach astronomischen Gesichtspunkten entworfenen Bauwerke gelten als Indiens besterhaltene und sind auch für den Laien faszinierend. Das weitaus berühmteste und eigentümlichste Bauwerk der Stadt ist jedoch der Hawa Mahal, der Palast der Winde. Von

S e i t e | 235 vorne gesehen, wirkt die fünf Stockwerke hohe, pyramidenförmige Struktur recht imposant, ist aber eigentlich nur eine Fassade, die aus 953 von Fenstern durchbrochenen Erkern besteht, die dahinter über Treppen zu erreichen sind und den Damen des Hofes ermöglichte, von der Menge ungesehen die grossen Festumzüge zu beobachten, für die Jaipur heute noch bekannt ist. - Einmalig! Eine der absoluten Höhepunkte unserer Indienreise war der Besuch der Pushkar Mela, einem alljährlich im Monat Kartik (Okt./Nov.) zwischen Halb- und Vollmond stattfindenden Fest, an dem sich das Religiöse mit der Jahrmarktatmosphäre eines für die Landbevölkerung jährlichen Marktes vermischt, an dem man sich rausputzt und amüsieren will - auch Heiratsvermittlung gehört durchaus dazu. Vieh und edle Pferde, aber auch landwirtschaftliche Geräte und Schmuck werden angeboten, ganze Sippschaften sind gut gelaunt und in ihren farbenprächtigsten Kleidern und Turbanen unterwegs. Im Zentrum der Handelstätigkeit jedoch steht das Kamel, nach wie vor wichtigstes Haustier in den trockenen Regionen Rajastans. Etwas ausserhalb im Wüstensand lagern die Händler mit ihren Tieren und Wagen weit über die Hügel verstreut; mit zwischen 25‘000 und 40‘000 Tieren der grösste Kamelmarkt der Welt! - Ein unvergessliches, zeitloses Bild! Wir hatten uns in einem extra für diesen Anlass errichteten recht luxurösen Zeltcamp eingerichtet und wurden mit einem überdachten Kamelkarren an die Marktstätten gefahren. Besonders der Fotograf in mir konnte kaum genug davon kriegen! Abends gab es lokale Musik und Tanz-Unterhaltung.

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