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Story of Our Life

S e i t e | 242 Was tun

S e i t e | 242 Was tun an meinem 70sten Geburtstag im März? Auf Anregung von Michael Hilti hin entschlossen wir uns, in Aegypten eine Nil-Reise zu unternehmen, und zwar auf der luxuriösen Zara von Oberoi. Wir flogen direkt nach Luxor, wo wir die ‚Corniche‘-Promenade, den berühmten Winter Palace dahinter aber auch den Luxor Tempel schon vom herrlichen Oberdeck (mit Pool) unseres Schiffes betrachten konnten. An keinem anderen Ort des Nillandes konzentrieren sich die Hinterlassenschaften der ägyptischen Hochkultur so massiv wie hier. Am Ostufer standen die Paläste der Herrscher und die monumentalen Tempel, die Region westlich des Nils gehörte den Verstorbenen; hier befindet sich in einem Felsabschnitt das Tal der Könige. Wir bewunderten die vielen wunderbaren Zeugnisse der jahrtausende Jahre-alten ägyptischen Pharaonen-Kultur ab. Im Luxor Tempel beeindruckten die zwei Sitzstatuen des bauwütigen Ramses II, sowie der grosse Obelisk, dessen Zwilling heute auf der Place de la Concorde in Paris steht, der monumentale Säulengang und, wie schon am Eingang des Karnak- Tempels die Sphinx-Allee, die schöne Widder-Allee. Die Tempelanlage von Karnak soll die mit Abstand grösste Aegyptens sein. Beim Anblick des Grossen Säulensaals stockt einem der Atem: insgesamt 134 Säulen wachsen in 16 Reihen auf einer Fläche von 5400 m2 in die Höhe; alle über und über mit Hieroglyphen verziert. Beim nächsten Durchgang sticht der Obelisk der Hatshepsut ins Auge, fast 30 m hoch und 323 t schwer ist er heutzutage Aegyptens grösster Obelisk, nur noch von der 1,2 m höheren Lateran-Nadel in Rom übertroffen.

S e i t e | 243 In der Nekropolis von Theben-West gab es mehrere besonders beeindruckende Monumente, resp. Grabstätten: wunderbar die teilweise noch sehr gut erhaltenen farbigen Malereinen und Reliefs in Medinat Habu, dem Totentempel Ramses III. Unter den verschiedenen Grabstätten galt unsere besondere Aufmerksamkeit dem Grab des Tutanchamun mit seinen goldenen Wanddekorationen. Die eigentliche und landschaftlich wundervolle Nilfahrt begann endlich mit dem Ablegen unserer Zara, um uns auf dem mächtigen trägen Strom flussaufwärts Richtung Assuan zu tragen. Links und rechts begleitet wurden wir von einer mal schmaleren, mal etwas breiteren grünen fruchtbaren Uferlandschaft, über der die Dünen und Anhöhen der angrenzenden Wüste flimmerten. - Ein besonders schöner Stopp auf dem Weg war der direkt am Wasser gelegene Doppeltempel von Kom Ombo - Doppeltempel, weil er gleich zwei Göttern gewidmet ist: dem Krokodilgott Sobek und dem falkenköpfigen Haroeris. Beide sind in gut erhaltenen Wand-Reliefs abgebildet. - Ein besonderes Erlebnis war, bei unserer Rückkehr zum Fluss einen uralten hölzernen schaufelrädrigen Nildampfer namens SUDAN neben unserem modernen schmucken Schiff anzutreffen: wirklich zwei Komfortklassen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Beim Bau des Assuan-Staudamms mussten ca. 60‘000 Nubier wegen der Ueberflutung ihrer Dörfer umgesiedelt werden und fanden in der Gegend von Kom Ombo eine neue Bleibe. Vom

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